Schwimmende Kirche "Vineta" wird 10

Die schwimmende Kirche "Vineta" auf dem Störmthaler See bei Leipzig feiert am Mittwoch ihr zehnjähriges Bestehen. Der Bau auf dem Bergbaufolgesee erinnert als Mahnmal an die 14 Orte, die dem Tagebau Espenhain weichen mussten. Einer davon war Magdeborn. "Vineta" ist in ihrer Form dem Kirchturm dieses abgebaggerten Dorfes nachempfunden.

Kirche Vineta im Störmthaler See 29 March 2019, Saxony, Großpösna: The Seekirche Vineta, a floating art installation, is reflected in the Störmthaler See near Leipzig, recorded with a drone. From the weekend (30./31.03.) the new season starts at the lake in the south of Leipzig. Störmthaler See was created from the former Espenhain lignite opencast mine. The installation is reminiscent of the excavated village of Magdeborn. Photo: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Heute ist die "Vineta" ein touristisches Ausflugsziel und außerdem ein ebenso beliebter wie ausgefallener Ort für Trauungen. Betreiber des Objektes ist das Leipziger Krystallpalast Varieté. Bis zur Corona-Krise habe es jährlich rund 60 Hochzeiten auf der "Vineta" gegeben, sagte Sprecherin Sabine Schön. Die Pandemie habe die Abläufe jedoch durcheinandergebracht. Durften früher 60 Besucher auf den schwimmenden Bau, sind es derzeit maximal 38. Das Unternehmen bietet auch Touren für Ausflügler an und organisiert einmal pro Monat eine Kulturveranstaltung. Davon abgesehen kann die "Vineta" für private Veranstaltungen gebucht werden.

Das eigentliche Jubiläum der "Vineta" wäre der 3. Juni gewesen. Das fiel allerdings nicht Corona zum Opfer, sondern der Sperrung des Sees wegen Schäden an einer Schleuse. Von März bis Mitte Juni durften der Störmthaler und der benachbarte Markkleeberger See nicht genutzt werden.

Quelle: dpa