Der Festsaal im Schloss Friedenstein.
In den Prunk des Barock eintauchen: auf Schloss Friedenstein in Gotha. Bildrechte: dpa

Ausflugstipps Sehenswerte Schlösser und Burgen in Thüringen

Prunkvolle Barocksäle in Gotha bestaunen, auf der Wartburg in Eisenach sehen, wie Luther gelebt hat oder mehr über die deutsche Burgengeschichte auf der Veste Heldburg erfahren: Schlösser und Burgen in Thüringen sind mehr als einen Ausflug wert. Hier ein Überblick über die schönsten Ziele im Freistaat.

Der Festsaal im Schloss Friedenstein.
In den Prunk des Barock eintauchen: auf Schloss Friedenstein in Gotha. Bildrechte: dpa

Eisenach: Wartburg

Die Wartburg ist wohl die bedeutendste Burg Deutschlands, denn ihre Geschichte ist untrennbar mit der des Landes verbunden: der gebannte und geächtete Reformator Martin Luther fand hier die Ruhe, um das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen, und Johann Wolfgang von Goethe wollte in den Gemäuern ein Kunstmuseum einrichten. Die Wartburg ist bis heute die einzige deutsche Burg, die ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

MDR-Musiksommer auf der Wartburg
Die Wartburg ist nicht mit dem Auto erreichbar. Bildrechte: MDR/Stefan Hoyer

Wer die Wartburg besichtigen will, muss erst einmal das etwa 400 Meter hohe, über Eisenach gelegene Felsplateau erklimmen. Dann erwartet den Besucher ein architektonischer Mix, da die Wartburg über Jahrhunderte immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Die Lutherstube ist im Originalzustand erhalten und daher fester Bestandteil vieler Besucherrundgänge. Auch das Museum lohnt einen Abstecher, so ist dort der sogenannte Dürerschrank, ein wahres Meisterwerk spätgotischer Möbelkunst aus dem Jahr 1515, zu sehen.

Ein besonderes Erlebnis für Kinder ist in den Sommermonaten der traditionelle Eselsritt zur Wartburg. Und vor Weihnachten entfaltet der historische Mittelaltermarkt im Burghof seinen besonderen Zauber. Auch Konzerte finden regelmäßig auf der Wartburg statt, u.a. die des MDR MUSIKSOMMERS.

Weitere Informationen Wartburg
Auf der Wartburg 1
99817 Eisenach

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: 8:30 - 20 Uhr
November bis März: 9 - 17 Uhr

Ein Gemälde zeigt den Reformator Martin Luther an einem Tisch sitzend und ein Buch lesend. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gotha: Schloss Friedenstein

Gotha ist zwar keine große Stadt, kann aber ein umso imposanteres Schloss vorweisen: Schloss Friedenstein gilt als der größte Schlossbau Deutschlands aus dem 17. Jahrhundert. Die weitläufige Anlage beherbergt heute verschiedene Museen und Kunstsammlungen, weswegen sie gerne auch als "barockes Universum" bezeichnet wird. Weltweit einzigartig ist, dass sich neben dem Schlossbau mit seinen Innenräumen und dem Schlosspark mit Orangerie auch alle Sammlungen seit mehr als 350 Jahren an diesem Ort erhalten haben.

Schloss Friedenstein wurde während des Dreißigjährigen Krieges durch Ernst den Frommen erbaut. Im Norden, mit Blickrichtung zur Stadt, liegt der viergeschossige Hauptflügel mit den herzoglichen Appartements und der Schlosskirche, an den sich zwei dreigeschossige Seitenflügel anschließen. Diese münden im Süden in zwei vierstöckige Pavillonbauten. Weil es von Beginn an außergewöhnlich groß gebaut wurde, bedurfte das Schloss in den nachfolgenden Jahrhunderten keiner baulichen Erweiterung.

Reist man aus Richtung des Thüringer Waldes an, so lohnt es, mit der historischen Thüringerwaldbahn nach Gotha zu fahren: eine Haltestelle befindet sich unweit des Schlosses. Aber Achtung – voraussichtlich bis 2032 finden im Westflügel des Schlosses Sanierungsarbeiten statt. Teile der Dauerausstellung sind deswegen geschlossen.

Der Festsaal im Schloss Friedenstein.
Barocke Pracht: der Festsaal im Schloss Friedenstein. Bildrechte: dpa

Weitere Informationen Schloss Friedenstein
Schlossplatz 1
99867 Gotha

Öffnungszeiten Museen im Schloss Friedenstein:
April - Oktober: täglich außer Montags 10 Uhr - 17 Uhr
November - März: täglich außer Montags 10 Uhr - 16 Uhr

Kyffhäuserkreis: Reichsburg Kyffhausen

Auch wenn von der Reichsburg mittlerweile nur noch eine Ruine übrig ist – sie ist eines der meistbesuchten Touristenziele Deutschlands. Das liegt natürlich am Kyffhäuserdenkmal, das Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Burggelände errichtet wurde. Und auch vorher sorgte die Barbarossasage für Aufsehen, verband sich mit ihr doch der Wunsch nach der Einheit des deutschen Volkes.

Skulptur von Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser
Die Skulptur von Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser. Bildrechte: IMAGO

Weithin sichtbar thront die Burg auf dem Höhenzug des Kyffhäusergebirges. Ihre Anfänge sind weitgehend ungeklärt. Fest steht, dass sie im Jahr 1118 zerstört wurde – und unter anderem Kaiser Friedrich I. Barbarossa sie von 1152-1190 wieder aufbauen ließ. Einst war die romanische, dreigeteilte Anlage über 600 Meter lang und 60 Meter breit, den Höhepunkt ihrer Bedeutung erlebte sie im 12. und 13. Jahrhundert, danach fanden einige Besitzerwechsel statt und ihre strategische Funktion wurde kleiner. In Teilen erhalten geblieben ist bis heute der Barbarossaturm der Oberburg, eine quadratische, heute 17 Meter hohe Bergfriedruine mit drei Meter dicken Mauern. Und auch in den beeindruckenden Burgbrunnen kann man auch heute noch hinabschauen: mit 176 Metern ist er der tiefste der Welt.

Heutzutage herrscht auf dem Gelände der Burg oft Trubel, ganze Busladungen an Menschen besichtigen täglich das Gelände. Wer es etwas ruhiger mag, kann die Burg als Ausgangspunkt für eine Wanderung ins idyllische Umland unterhalb des Berges nutzen: Hier wechseln sich lauschige Wälder ab mit Streuobstwiesen.

Mehr Informationen Kyffhäuser-Denkmal
99707 Kyffhäuserland OT Steinthaleben

Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich 9:30 - 18 Uhr
November bis März täglich 10 - 17 Uhr

Rudolstadt: Heidecksburg

Auf den ersten Blick wirkt die Heidecksburg recht schlicht: 60 Meter oberhalb des Stadtkerns gelegen dominiert sie zwar das Stadtbild, fällt aber nicht durch üppige Außengestaltung auf. Dass man hier Meisterleistungen barocker Baukunst bewundern kann, wird deswegen erst bei einem Besuch klar: Der nach einem Brand von 1735 neu errichtete Westflügel beherbergt die repräsentativsten und am vollständigsten erhaltenen Prunkgemächer Mitteldeutschlands. Sie wurden nach Entwürfen des deutschen Barockarchitekten Gottfried Heinrich Krohne ausgestattet.

Die reichen Sammlungen sind größtenteils in den Schauräumen des Schlosses untergebracht. In der ehemaligen Hofküche wird die Welt des "Rococo en miniature" präsentiert, eine Ausstellung, die das Leben am Hofe zu Zeiten des Barocks im Maßstab 1 : 50 zeigt. Auch eine Gemäldegalerie und eine Porzellangalerie können im Schloss besichtigt werden, außerdem das naturhistorische Museum und das Museum für Schwarzburgische Geschichte.

Die Heidecksburg wird heute gerne als Veranstaltungsort für Konzerte und Theater genutzt: Eine große Bühne des Rudolstadt-Festivals wird beispielsweise jedes Jahr im Innenhof aufgebaut. Auch das Sommertheater des Theaters Rudolstadt ist zur schönen Tradition geworden.

Luftbild der Heidecksburg in Rudolstadt
Die Heidecksburg aus der Luft - eine imposante Erscheinung. Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Heidecksburg
Schlossbezirk 1
07407 Rudolstadt

Öffnungszeiten: April bis Oktober 10.00 - 18.00 Uhr
November bis März 10.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen

Weimar: Schloss Belvedere und Schloss Tiefurt

Das Weimarer Stadtschloss muss saniert werden und bleibt deswegen auf unbestimmte Zeit geschlossen. Schloss Belvedere im Süden der Stadt und das im Osten gelegene Schloss Tiefurt lohnen sich aber auch!

Schloss Belvedere war einst die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Das Gebäude ist deswegen von einem weitläufigen Park mit Orangerie, Lust- und Irrgarten umgeben. Zunächst wurde Belvedere als Jagdschloss mit Menagerie genutzt, dann wurde es zum Lustschloss mit Pavillons, Uhren- und Kavaliershäusern ausgebaut. 1923 wurde es Teil der damals neu gegründeten Staatlichen Kunstsammlungen zu Weimar, seitdem beherbergt es ein Museum für Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts.

Musentempel im Schlosspark Tiefurt in Weimar
Der Musentempel im Tiefurter Park - auch heute noch ein besonderer Ort. Bildrechte: IMAGO

Schloss und Park Tiefurt galten einst als "Musenort" der Weimarer Hofgesellschaft: Knapp vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt bot sich hier ruhiges Idyll, mit einem weitläufigen, in einer Ilmschleife gelegenen Park. Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach lud zahlreiche Gäste hierher ein, u.a. Goethe, Herder und Schiller. Die Hochzeit des Schlosses dauerte rund 150 Jahre an – 1765 gebaut, wurde es bereits 1806 durch französische Truppen geplündert. Erst Anna Amalias Enkel Carl Friedrich richtete ab 1820 das Schloss neu ein.

Auch heute ist Tiefurt ein wunderbarer Rückzugsort: Viele Touristen treten den Weg in den etwas abseits gelegenen Stadtteil nicht an, so dass man im 21 Hektar großen Park anders als in der Innenstadt manchmal fast alleine ist. Ein Tipp für heiße Tage: Die Ilm ist hier stellenweise nicht tief, eine Einstiegsstelle lädt dazu ein, die Füße abzukühlen.

Weitere Informationen Schloss Belvedere
Weimar-Belvedere
99425 Weimar

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 - 17 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 6,50 Euro

Schloss Tiefurt
Hauptstraße 14
99425 Weimar-Tiefurt

Öffnungszeiten Schloss:
Dienstag bis Sonntag 11 - 17 Uhr

Saale-Holzland-Kreis: Dornburger Schlösser

Nur wenige Kilometer nordöstlich von Jena schlängelt sich die Saale malerisch zwischen hohen Felsen hindurch. Hoch oben auf einem mit Wein bewachsenen Muschelkalkfelsen erheben sich die drei Dornburger Schlösser, bestehend aus Altem Schloss, Renaissanceschloss und Rokokoschloss.

Bereits im Mittelalter gab es hier eine Burganlage, aus der das Alte Schloss hervor ging: Der landesfürstliche Baumeister Nickel Gromann baute die Anlage zwischen 1560 und 1574 zu einem Schloss im Renaissancestil um. Rund 150 Jahre später kam der nächste Bau hinzu: Ernst August I. von Sachsen-Weimar ließ ab 1736 das Rokokoschloss als Lustschloss und Feldherrensitz errichten. Das heutige Renaissanceschloss schließlich war zunächst ein Herrenhaus, das 1824 in den Besitz von Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach überging, der es in die gesamte Anlage eingliedern ließ.

Im Sommer 1928 weilte Goethe hier für acht Wochen – und auch heute noch spürt man, wieso ihn dieser Ort damals begeisterte: Der Blick hinab zur Saale und auf die Weinreben ist traumhaft, der Garten mit Eschen- und Rosengang ebenso. Am letzten Wochenende im Juni wird hier übrigens traditionell das Rosenfest gefeiert: mit Kinderspielen, Theater, Musik und der Krönung der Rosenkönigin.

Blick zum Rokokoschloss
Der Blick zum Rokokoschloss. Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Weitere Informationen Dornburger Schlösser
Max-Krehan-Straße 2
07774 Dornburg

Öffnungszeiten: April - Oktober
täglich außer Mittwoch 10-17 Uhr

Die Gartenanlage ist täglich von 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Altenburg: Schloss Altenburg

Schloss Altenburg war im Verlauf seiner langen Geschichte mehrfach Residenz sächsicher Kurfürsten und ernestinischer Herzöge, die heutige Burganlage entstand deswegen in verschiedenen Bauphasen auf einer mittelalterlichen Kaiserpfalz. Im 17. und 18. Jahrhundert residierten hier die Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg, die zwischen 1706 und 1744 die Burg durch zum Schloss ausgebauen ließen. Berühmt wurde es übrigens durch den "Altenburger Prinzenraub": 1455 erregte die Entführung der Prinzen Ernst und Albrecht durch den Ritter Kunz von Kauffungen großes Aufsehen. Dieser wollte so den Kurfürst von Sachsen, Friedrich den Sanftmütigen, dazu zwingen, seine Forderungen nach Entschädigung für seine verloren gegangenen Ländereien zu erfüllen, was jedoch misslang.

Die Anlage mit Corps de Logis, Prinzenpalais, Hofmarschallamt, Schlosskirche und mehreren anderen historischen Gebäuden zählt zu den größten Schlosskomplexen in Thüringen. Im Corps de Logis kann man verschiedene Ausstellungen besuchen, unter anderem können die herzoglichen Gemächer aus dem 19./20. Jahrhundert besichtigt werden: In den historischen Räumen wird die Entwicklung von Stadt und Land im 19. und frühen 20. Jahrhundert dokumentiert sowie Wohnkultur des 17./18. Jahrhunderts dargestellt.

Weiterhin zu sehen sind die Lindenauschen Sammlungen (von Bernhard von Lindenau, der das benachbarte Museum mit seiner einzigartigen Sammlung italienischer Tafelmalerei der Gotik und Frührenaissance stiftete), die Rüstkammer, das Sibyllenkabinett und eine Uhrensammlung. Eine Besonderheit stellt das weltweit einzigartige Spielkartenmuseum dar.

Luftbild vom Schloss Altenburg
Schloss Altenburg liegt auf einer Anhöhe im Stadtzentrum. Bildrechte: Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss

Weitere Informationen Schloss Altenburg
Herzog-Ernst-Platz
04600 Altenburg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Sondershausen: Schloss Sondershausen

Das Residenzschloss Sondershausen war einst Sitz der Grafen, bis 1918 der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen. Die vierflügelige Schlossanlage verzeichnet eine fast 800-jährige Baugeschichte: Die Grafen bauten die mittelalterliche Burg ab dem 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissance-Schloss aus. Heute ist das Schloss Hort Museen und Sammlungen: Das Schlossmuseum beherbergt sowohl Kunst und Kunsthandwerk, als auch volkskundliche und naturwissenschaftliche Bestände. Insgesamt lagern hier etwa 20 verschiedene Sammlungen. Seit 1925 ist zudem das Städtische Museum im Schloss Sondershausen untergebracht.

Einer der Höhepunkte auf dem Gang durch die Schlossräume ist die barocke goldene Prunkkutsche, einer Art "Rolls Royce des 18. Jahrhunderts". Von diesem in Paris gefertigten Typ der "grand carrosse" gibt es weltweit nur noch wenige Exemplare. Außerdem lockt der ab 1695 entstandene, mit 16 überlebensgroßen Figuren antiker Gottheiten und mehr als 20 Deckengemälden mythologischen Inhalts geschmückte Riesensaal.

Neben den ständigen Ausstellungen bietet die Galerie im Schloss Wechselausstellungen zur modernen Kunst. Im Gebäudekomplex befinden sich außerdem ein Restaurant sowie die städtische Musikschule. Im historischen Schlosspark lädt das barocke sogenannte Achteckhaus in der Sommersaison zu Konzerten ein.

Schloss Sondershausen
Schloss Sondershausen verdankt sein heutiges Erscheinungsbild verschiedenen Epochen herrschaftlichen Bauens. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Weitere Informationen Schloss Sondershausen
99706 Sondershausen

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Bad Liebenstein: Schloss und Park Altenstein

Der ehemalige Sommersitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen mit seinem gleichermaßen eindrucksvollen wie weitläufigen Park liegt etwa zwei Kilometer nördlich des ältesten Thüringer Bades, dem bis in die Gegenwart florierenden Kurort Bad Liebenstein. Auf dem Weg zu der sich malerisch auf einem Bergplateau erhebenden Anlage passiert der Besucher auch jenes Waldstück, in welchem der Reformator Martin Luther auf der Rückreise von Worms "überfallen" und anschließend auf die Wartburg bei Eisenach gebracht wurde.

Das in den 30er-Jahren des 18. Jahrhunderts anstelle einer zerstörten Burg erbaute Schlösschen wurde ab 1798 als Sommeraufenthalt genutzt. Während der Regentschaft des als "Theaterherzog" europaweit geschätzten Georg II. entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Umbau des barocken Gebäudes ein Schloss im englischen Landhausstil. Der Landschaftsgarten erfuhr durch Fürst Hermann von Pückler-Muskau und den Generaldirektor der königlichen Gärten Preußens, Peter Joseph Lenné, entscheidende Impulse. Gern gesehener Gast des Herzogs auf Schloss Altenstein war der Komponist Johannes Brahms, der hier mehrere seiner Werke komponierte.

Schloss Altenstein
Schloss Altenstein wurde im englischen Landhaus-Stil errichtet. Bildrechte: imago/imagebroker

Ein Brand im Februar 1982 zerstörte die gesamte historische Innenausstattung des Schlosses. Seitdem Schloss und Park jedoch zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehören, wird an der Rekonstruktion beider gearbeitet. Das Schloss beherbergt heute wieder ein Chinesisches Kabinett und eine Brahms-Gedenkstätte (mit Exponaten über Brahms Leben und Schaffen aus der Renate-&-Kurt-Hofmann-Sammlung "Schloss Altenstein"), die im Rahmen von Führungen zugänglich sind. In der Nähe kann man die Altensteiner Höhle besuchen, für den gastronomischen Service sorgt das Café Altenstein.

Weitere Informationen Schloss Altenstein
36448 Bad Liebenstein

Öffnungszeiten Park:
Mai bis Oktober täglich 11 - 16 Uhr

Schloss Altenstein kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Kreis Hildburghausen: Veste Heldburg

Die Veste Heldburg, eine ursprünglich mittelalterliche Höhenburg, stellt mit ihrem Schicksal und ihrer Baugeschichte den Idealfall einer Burg dar – weshalb das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (in Zusammenarbeit mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten) die Burg auch ausgewählt hat, dort das weltweit erste Burgenmuseum einzurichten. Hier, im südöstlichsten Zipfel Thüringens, werden seit der Eröffnung 2016 auf etwa 1.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 250 Exponate gezeigt.

Das Museum lässt dabei mit originalen Ausstellungsstücken, authentischen Räumlichkeiten, Modellen und Multimedia-Präsentationen die Welt der Burgen lebendig werden. Die Ausstellung ermöglicht Einblicke in historische Zusammenhänge, in die Funktionen von Burgen, den Alltag auf Burgen zwischen Krieg und Frieden, und räumt mit so manchen Vorstellungen und Mythen rund um  die Burgen auf.

Veste Heldburg von außen
Die Veste Heldburg versetzt Besucher ins Mittelalter. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Weitere Informationen Veste Heldburg/ Deutsches Burgenmuseum

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr

November, Dezember, März:
Dienstag bis Sonntag 10 – 16 Uhr

Januar und Februar:
Samstag und Sonntag 10 – 16 Uhr

Wissenswert

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. September 2019 | 09:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2019, 04:00 Uhr

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