Heilkräuter und Arzneipflanzen aus Nöbdenitz

Eine geteerte Straße, die einen steilen Hügel herabführt. Blick auf die Dorfkirche, umliegenden Wald und Felder. 30 min
Wer an der Eiche weiterläuft und den Anstieg nicht scheut, hat einen wunderbaren Blick auf den westlichen Teil des Dorfes. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel

In Nöbdenitz duftet es – mal nach Kamillentee, mal nach Pfefferminz-Kaugummi. Die Düfte ziehen von der Agrargenossenschaft herüber, denn auf den Feldern ums Dorf werden – wie nur ganz selten in Deutschland – Heilkräuter und Arzneipflanzen angebaut. Noch spielt das Sommerwetter mit, aber Regen kündigt sich an. Die Bauern müssen sich sputen. Die Traktoren und Mähdrescher rollen.

Aber natürlich besteht das Wochenende im Ostthüringer Dorf nicht nur aus Landwirtschaft. Am Pfarrhof treffen sich die Thümmel-Bäcker, die der namensgebende Minister sogar mal besucht. Im Park am Kindergarten wächst das Dorf in Klein. Ganz viele Bastler, Handwerker und Malermeister aus der Gegend bauen Nöbdenitzer Gebäude en miniature. Es wird gelaufen, gebacken und geerntet.

Der Fleischermeister erzählt, warum er seit Jahrzehnten regional wirtschaftet und ganz bewusst selbst schlachtet. Und an der Baustelle für den neuen Gesundheitsbahnhof plaudert die neue Landärztin über ihren Beruf, ihre Wünsche und das Leben auf dem Land. Kamille und Kunstkirche, neue Rezepte und eine tausendjährige Eiche – das alles bei "Unser Dorf hat Wochenende" – diesmal in Nöbdenitz.

Bildergalerie Unser Dorf hat Wochenende

Ein Mähdrescher
Das neueste "Spielzeug" in der Agrargenossenschaft: gerade mal fünf Monate alt, kräftig und sehr teuer. Auch für Redakteure ein Traumplätzchen … Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Ein Mähdrescher
Das neueste "Spielzeug" in der Agrargenossenschaft: gerade mal fünf Monate alt, kräftig und sehr teuer. Auch für Redakteure ein Traumplätzchen … Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Ein Traktor und ein Mähdrescher auf einem grünen Feld.
… vor allem, wenn man gerade vom Feld kommt – vom Pfefferminz-Feld. Die alte Sorte "Multimentha" wird derzeit geerntet. Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Kamillenpflanzen auf einem Kamillenfeld.
Ihr Aroma treibt einem auch mal die Tränen in die Augen. Neben Pfefferminze wird im Umkreis von fünf Kilometern ums Dorf auch Kamille angebaut – für Arznei und Tee. Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Eine alte Dorfkirche in schlichtem Stil.
Gar nicht weit vom Feld entfernt steht in Lohma die alte Dorfkirche. Um sie vorm Abriss zu bewahren, gründete sich 2006 ein Freundeskreis. Er mobilisierte, sanierte …. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Das Innere der Kirche - weiß gestrichen, mit goldenen Kronleuchtern verziert und braunen Stühlen ausgestattet.
… und organisiert soeben die erste Ausstellung des Jahres. Denn in Lohma gibts mehr als Gottesdienst: Es ist eine Atelierkirche. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Eine Gruppe Frauen in Sportkleidung deht sich in einem Garten.
In Nöbdenitz geht es sportlich durch den Samstagnachmittag. Die neu formierte Walkinggruppe startete nach der Erwärmung zur Lauftour im Sprotte-Tal. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Ein großer Teich, umgeben von Bäumen.
Dabei gehts natürlich auch an den kleinen Teichen des ehemaligen Ritterguts vorbei – und am Teehaus. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Zwei Personen bereiten Teig auf einer Fachwerkterasse, während eine dritte Person Teig in einen historischen Lehmbackofen schiebt.
Nur ein paar Ecken entfernt, im Pfarrhof, haben die Nöbdenitzer Backmeister den Lehmbackofen angeheizt, die "Thümmel-Bäcker" nennen sie sich. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Eine gigantische Eiche neben einem Fachwerkhaus, im Vordergrund ein Mann in Kleidung des 19. Jahrhunderts.
Der namensgebende Minister aus Herzogszeiten kommt natürlich auch mal vorbei. Es ist Frank Wunderlich, der für Dorfführungen in die Rolle von Hans Wilhelm von Thümmel schlüpft. Der ist übrigens in der 1000-jährigen Eiche begraben. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Eine geteerte Straße, die einen steilen Hügel herabführt. Blick auf die Dorfkirche, umliegenden Wald und Felder.
Wer an der Eiche weiterläuft und den Anstieg nicht scheut, hat einen wunderbaren Blick auf den westlichen Teil des Dorfes. Bildrechte: MDR/Kathrin Welzel
Ein roter Sportwagen-Oldtimer in einer Einfahrt.
Man kann die Steigung aber auch motorisiert erklimmen. Laut tönend, aber schön: der Melkus. Baujahr 1975, sogar noch mit der echten DDR-Lackierung. Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Unser Dorf hat Wochenende | 09. August 2020 | 09:00 Uhr

Heilkräuter & Arzneipflanzen

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Ein Mähdrescher mit Video
Das neueste "Spielzeug" in der Agrargenossenschaft: gerade mal fünf Monate alt, kräftig und sehr teuer. Auch für Redakteure ein Traumplätzchen … Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
MDR FERNSEHEN So, 09.08.2020 09:00 09:30
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