MDR-Reportage Ein Wochenende in Schierke

Schierke ist einer der bekanntesten Touristenorte im Harz. Am Fuße des Brockens gelegen, wird Schierke manchmal auch "St. Moritz des Nordens" genannt. Der MDR zeigt in einer Reportage, was dort am Wochenende passiert.

Schierke ist einer der Touristenorte im Harz, genannt auch "St. Moritz des Nordens", gelegen am Fuße des Brockens. Ende des 19. Jahrhunderts mauserte sich das Dörfchen Schierke zu einem Feriendomizil wohlhabender Bürger, Villen entstanden und später FDGB-Ferienheime. Zu DDR-Zeiten verweilten Werktätige gerne in einer dieser Unterkünfte. Nach der Wende verlor Schierke an Beliebtheit. Erst als der Ort vor zehn Jahren zum 20 Kilometer entfernten Wernigerode fiel und ein millionenschweres Investitionsprogramm aufgelegt wurde, ging es wieder aufwärts.

Bildergalerie Das gibt es in Schierke zu entdecken

Die Feuersteinarena liegt am Waldrand. Über der glatten Eisfläche erstreckt sich ein weißes, an den Seiten offenes Dach.
Besonders stolz sind die etwa 570 Schierker auf ihr im Dezember 2017 eröffnetes Eisstadion: die Schierker Feuersteinarena. Finanziert zu großen Teilen aus Fördergeldern und Mitteln der Stadt Wernigerode, zu der Schierke heute gehört. Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Die Feuersteinarena liegt am Waldrand. Über der glatten Eisfläche erstreckt sich ein weißes, an den Seiten offenes Dach.
Besonders stolz sind die etwa 570 Schierker auf ihr im Dezember 2017 eröffnetes Eisstadion: die Schierker Feuersteinarena. Finanziert zu großen Teilen aus Fördergeldern und Mitteln der Stadt Wernigerode, zu der Schierke heute gehört. Bildrechte: MDR/Tino Wiemeier
Apotheke Schierke
Das ist das bekannteste Gebäude von Schierke: die alte Apotheke, in der 1908 der Apotheker Willy Drube einen Kräuterlikör "erfand". Der wurde unter dem Namen "Schierker Feuerstein" bekannt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kinderfeuerwehr Schierke
Wenn die Feuerwehr Schierke den Nachwuchs zur Übung ruft, ist schon der Transport zum Einsatzort ein Abenteuer. Der liegt mitten im Wald und ist am schnellsten mit Snowmobilen zu erreichen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Wetterwart Ingo Nitschke
Wetterwart Ingo Nitschke bei der Arbeit: Die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes auf dem Brocken ist eine der letzten ihrer Art. Seit 130 Jahren werden hier Wetterdaten aufgezeichnet. 6 Kollegen arbeiten im 24-Stunden-Betrieb. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Rodelbahn Schierke
Schierke hat eine Naturrodelbahn: 300 Meter lang und mit 8% Gefälle. Eine Eismaschine dafür gibt´s nicht: Die Eisrinne samt Kurven wird von Hand "gebaut" – wenn es entsprechend kalt ist und genügend Schnee liegt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alte Schmiede Schierke
Bis 1964 gab es in Schierke noch eine Schmiede, in der vor allem Pferde beschlagen wurden. Heute ist in dem Steinhaus eine Töpferwerkstatt, es geht also mittlerweile nicht mehr ganz so robust zu. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die dörfliche Struktur des Ortes ist aber erhalten geblieben. Besonders stolz sind die etwa 560 Schierker übrigens auf die Schierker Feuersteinarena, in der sich der Eishockeyverein die professionelle Eisbahn mit den Touristen teilt. Auch beim Bobsport- und Rodelverein gehts um Geschwindigkeit. Der kümmert sich um die deutschlandweit einzigartige Natureisbahn. Auch der Feuerwehrverein trainiert hier im Wald, fährt mit Snowmobilen und Schneeschuhen zum Einsatztraining.

Heute gibt es in Schierke moderne Hotels und Ferienparks aber auch einen schönen Naturcampingplatz, der zu jeder Jahreszeit beliebt ist, auch im Winter. Die Touristen schätzen die Brockenbahn, die vom Dorf aus auf den Berg schnauft. In Schierke gibt es aber auch einen Interessenverein, der fast jedes Wochenende gemeinsam auf den Gipfel wandert. Unwetter mit Orkanstärke und Schnee schrecken "die Dauerbrenner", wie sich die Wandergruppe nennt, nicht ab.

Über dieses Thema berichtet de MDR auch im Fernsehen: "Unser Dorf hat Wochenende" | 24.02.2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2019, 09:13 Uhr

Panoramaansicht von Sosa im Erzgebirge
Im Westerzgebirge liegt Sosa, ein schmuckes Dorf, sauber und aufgeräumt. Etliche Tagestouristen kommen in den Ort. Vor allem im Frühjahr und Sommer. Sechs Gaststätten gibt es im Dorf. Einige mit Pension. Die etwa 2000 Einwohner sind besonders heimatverbunden. Und sie pflegen die typisch erzgebirgischen Traditionen. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer