Wolfgang Lippert: Leistungen der Ostdeutschen mehr würdigen

Moderator Wolfgang Lippert im "Damals war`s" - Studio.
Moderator Wolfgang Lippert im "Damals war`s" - Studio. Bildrechte: MDR/Axel Berger

Wolfgang Lippert hat drei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung um mehr Verständnis für die Leistung der Menschen im Osten geworben. "Als Alt-Bundesländler sollte man sich mal vorstellen, wie schwer es für ganz viele Menschen war, diese Einheit vor 30 Jahren zu vollziehen; auf den beruflichen und persönlichen Lebenswegen. Mit Berufsgruppen, die komplett weggefallen sind und Firmen, die es einfach nicht mehr gab", sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Der Bürger Ost musste da ganz schön elastisch sein bei diesen Dingen."

Wir waren als Ossis immer wahnsinnig neugierig auf den Westen, haben ihn immer bewundert.

Wolfgang Lippert dpa

Lippert, einer der bekanntesten TV-Entertainer in der DDR und nach dem Mauerfall unter anderem Moderator der Sendungen "Der Große Preis"und "Wetten, dass..?", sagte mit Blick auf die Wiedervereinigung: "Wenn man bei dem Wortstamm bleibt, dass sich da welche vereinigen im besten Sinne des Wortes, dann ist es ja bei Liebenden so: Es ist schön, wenn sie vorher schmusen. Und wir haben an einigen Stellen vergessen, miteinander zu schmusen, weil es alles viel zu schnell ging."

Und: "Wir waren als Ossis immer wahnsinnig neugierig auf den Westen, haben ihn immer bewundert. Wir haben es wahrscheinlich den Westbürgern damit leichter gemacht, dass die sich ganz prima fanden. Jetzt müssen die erst mal gucken, dass alle prima sind."

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: "Einmal Westen und zurück"| 17.09.2020 | 19:50 Uhr