"Zuversicht und Halt" Andreas Gabalier: Das half ihm nach dem Tod seiner Schwester

Der Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier hat in seinem Leben schon einige schwere Zeiten durchmachen müssen. Besonders schmerzhaft war für ihn der Tod seiner kleinen Schwester. Im Riverboat hat er jetzt verraten, was ihm nach diesem Schicksalsschlag geholfen hat.

Andreas Gabalier, das Adventsfest der 100000 Lichter, die grosse Show zur Eroeffnung der Weihnachtsmaerkte,
Andreas Gabalier: Nicht nur seine Musik hat ihm Kraft gegeben. Bildrechte: imago images/Eventpress

Zwei schwere Schicksalsschläge kurz hinternander musste der junge Andreas Gabalier verkraften. 2006 starb sein Papa, zwei Jahre später seine kleine Schwester Elisabeth - beide durch Suizid. Der Musiker war da gerade einmal Anfang Zwanzig. Andreas Gabaliers Hit "Amoi seg' ma uns wieder" ist den beiden gewidmet und wurde zum wohl persönlichsten Song seiner ganzen Karriere. Doch es war nicht nur die Musik, mit der der Volks-Rock'n'Roller diese traurigen Ereignisse verarbeitet hat. "Der Glaube gibt mir spätestens seit dem Tod meiner kleinen Schwester immer wieder ein bisschen Zuversicht und Halt", verriet Andreas Gabalier nun in der MDR-Talkshow Riverboat und zeigte sich gleichzeitig dankbar, für das, was er in den letzten Jahren erreicht hat.

Das was ich erleben durfte, in den ersten zehn Jahren bis hinein in die großen Fußballstadien, habe ich immer auch als ein kleines Geschenk von oben gesehen. Ich habe mich nach dem Tod meiner Schwester auf die Musik fokussiert und habe dann schon auch immer mein kleines Kerzl als Ritual auf unserem Hausberg angezündet.

Andreas Gabalier
Andreas Gabalier in Aktion: Mittlerweile füllt der Sänger große Stadien. Bildrechte: imago images/HMB-Media

Der Glaube ist es auch, der ihn bei seinen Konzerten begleitet, erzählt der 37-jährige Österreicher weiter: "Bei Konzerten und großen Shows zünde ich gelegentlich auch mal ein Licht an, weil ich mir denke, wenn da 50, 60, 70.000 Leute und mehr kommen, dann ist es auch ein Geschenk wenn jeder wieder geregelt und gut nach Hause kommt."

Sein Vater und seine Schwester konnten Andreas Gabaliers großen Erfolg nicht mehr miterleben. Mit seinen Songs "I sing a Liad für di" und "Hulapalu" hat er nicht nur in seiner Heimat Österreich regelrechte Evergreens geschaffen. Dass ihm der Erfolg aber nicht zu Kopf gestiegen ist, auch dafür ist die Religion gut, gibt der Sänger zu: "Da ist der Glaube bei mir schon auch immer ein bisschen ein Halt gewesen, der mich immer gegroundet hat."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | RIVERBOAT | 03. Juni 2022 | 22:00 Uhr