Durchbruch mit "Die immer lacht" Kerstin Ott über ihre musikalischen Anfänge: "Waren nicht alle begeistert"

Kerstin Otts Karriereweg ist alles andere als gewöhnlich. Der Erfolg kam unerwartet und quasi über Nacht. In einem Interview hat sie jetzt über die Zeit ihrer ersten Auftritte gesprochen.

Vor sechs Jahren änderte sich Kerstin Otts Leben von Grund auf - und das ziemlich unerwartet. Die Hobbymusikerin arbeitete damals in ihrem Beruf als Malerin und Lackiererin. Zur gleichen Zeit stieß das DJ-Duo Stereoact aus dem Erzegebirge auf einen Song, den Kerstin mehr als zehn Jahre zuvor aufgenommen und eigentlich nur an ein paar Bekannte verteilt hatte. Aus "Die immer lacht" wurde der Hit des Jahres 2016 und plötzlich stand Kerstin Ott nicht mehr mit dem Pinsel auf der Leiter, sondern mit dem Mikro auf der Bühne. Eine ziemlich ungewohnte Situation, wie sie dem ARD-Magazin "Brisant" verrät.

Die ersten Monate musste ich auch erstmal feststellen, was braucht es denn auf einer Bühne, damit es ein runder Auftritt wird.

Kerstin Ott BRISANT

Obwohl sich "Die immer lacht" schnell zu einem großen Hit entwickelte, so waren es am Anfang noch nicht die ganz großen Bühnen, auf denen Kerstin Ott und Stereoact unterwegs waren. "Die ersten anderthalb Jahre waren wir ja viel in Discotheken unterwegs und da kann man auch nicht davon sprechen, dass immer alle begeistert waren", erzählt die 40-Jährige. "Ich war sehr unbekannt, das Lied war bekannt, aber ich als Person noch überhaupt nicht."

Mittlerweile hat sich das geändert. Kerstin Ott ist eine gefragte Künstlerin, Stammgast in den großen Schlager-Shows und hat alle ihre vier Studioalben in den Top 5 der deutschen Charts platzieren können. Zuletzt brachte sie mit "Best OTT" ein Best-of-Album heraus. Hat sie am Anfang ihres künstlerischen Weges so macher vielleicht noch für ein One-Hit-Wonder gehalten, so wurde er schon längst eines Besseren belehrt. Doch Erfolg stand für Kerstin Ott von Anfang an nicht im Vordergrund. Das Leben auf der Bühne und mit der Musik sollte Spaß machen - tut es das irgendwann nicht mehr, ist für sie Schluss.

Ich wusste, wenn es mir keinen Spaß macht oder es mir emotional zu viel abverlangt, dass ich dann damit aufhören würde.

Kerstin Ott BRISANT