Berliner Urgestein: "Nie wieder" Frank Zander entschuldigt sich für öffentlich geäußerte Schimpfworte

Sänger Frank Zander erstattet seinen Fans auf Facebook regelmäßig vom Balkon seiner Berliner Wohnung Bericht. Jetzt nutzte er die Gelegenheit, um sich für Schimpfworte zu entschuldigen, die er vor einigen Monaten geäußert hatte.

Frank Zander während der Aufzeichnung von Riverboat.
Frank Zander entschuldigt sich. Bildrechte: imago images/STAR-MEDIA

Der regelmäßige Balkonbericht des Berliner Sängers Frank Zander auf Facebook beginnt dieses Mal anders als gewohnt. Er habe lange nachgedacht und möchte sich nun für etwas entschuldigen, was er vor ein paar Monaten öffentlich in den Medien gesagt habe, kündigt er an.

Ich habe ein Wort gebraucht, ich sehe es ein, was man nicht gebrauchen sollte. In meiner Angelegenheit - das Wort Arschloch oder auch Idiot. Werde ich auch in keiner Form mehr benutzen. Es tut mir leid.

Frank Zander Facebook/Frank Zander

Frank Zander fügte hinzu, dass man zu den Freunden ein solches Wort schon mal sagen könne, aber öffentlich nie wieder.

Der Berliner Sänger wohnt seit 54 Jahren mit seiner Frau in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg im vierten Stock. Auch Sohn Marcus wuchs hier auf. Vor zwei Jahren begann der neue Eigentümer des Gebäudes damit, das Dachgeschoss, direkt über der Wohnung des Musikers, auszubauen. Nun war es mit der Ruhe für Frank und Evelyn Zander erst einmal vorbei - zumindest werktags. Bauarbeiten stören, können zermürben. Als schließlich in einem von Zanders Zimmern die Decke herunterkam, lagen die Nerven bei dem Musiker blank.

In einer Fernsehsendung und in einem Podcast soll Zander zu Beginn des Jahres von den „Arschlöchern aus München“ und einer „Vereinigung von Idioten“ gesprochen haben. Daraufhin soll der Musiker die Wohnungs-Kündigung bekommen haben, gegen die er jetzt vorgeht. Der Fall wird in Kürze vor Gericht verhandelt.

Berliner Urgestein mit Herz

Frank Zander mit Obdachlosen und Bedürftigen bei seiner traditionellen Weihnachtsfeier
Zum Weihnachtsessen begrüßt Frank Zander jeden seiner Gäste persönlich. Bildrechte: imago images / epd

Frank Zander feierte in den 70ern mit "Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein", "Ich trink auf dein Wohl, Marie" und "Oh, Susi" Erfolge, 1989 veröffentlichte er die Image-Single "Hier kommt Kurt". Seit 1995 organisiert Zander jährlich ein Weihnachtsessen für etwa 3.000 Obdachlose und Bedürftige im Berliner Estrel Hotel, für das zahlreiche Unternehmen als Sponsoren agieren. Außerdem servieren Prominente das Weihnachtsmenü, sorgen für Unterhaltung oder verteilen Geschenke.
(Quelle: Tagesspiegel)

Dieses Thema im Programm: MDR SCHLAGERWELT | MDR SCHLAGERWELT | 21. Juni 2021 | 17:58 Uhr