Angststörungen und Panikattacken Julian Reim spricht über seine psychischen Probleme

Auch bei Schlagerstars ist nicht immer alles rosig: Julian Reim geht sehr offen mit seinen psychischen Problemen um. In einem Interview hat er sich jetzt über seine Angststörungen und Panikattacken geäußert.

Julian Reim
Julian Reim spricht offen über seine Angststörung. Bildrechte: dpa

Erst Anfang Mai veröffentlichte Julian Reim sein Debütalbum "In meinem Kopf". Einblick in sein innerstes Seelenleben gibt der 25-Jährige nun auch in einem Interview mit t-online. Darin sprach der Sohn von Matthias Reim sehr offen über psychische Probleme. Seit 2018 leide er an GA, einer generalisierten Angststörung. Im Interview beschreibt er eindrücklich, wie sich diese Störung zum ersten Mal geäußert habe.

Ich war in meiner Wohnung auf Mallorca. Ich konnte nachts nicht schlafen und tagsüber war ich todmüde, weil ich die ganze Zeit dieses Herzrasen hatte. Diese Angst tat wirklich körperlich weh. Ich konnte nicht mehr essen, wurde dadurch immer schwächer, immer müder, immer lustloser.

Julian Reim t-online

Er sagte man komme dadurch in eine Spirale, in der man die Gründe für diese Angst suche, wodurch die Angst aber immer weiter zunehme. Mittlerweile gehe es ihm aber wieder viel besser, auch weil er seine Methoden gefunden habe damit umzugehen. Gegenüber Freunden und Familie geht er damit offen um: "Ich habe meine Symptome herauskristallisiert und diese meinem Umfeld mitgeteilt. So können sie verstehen, warum ich mich komisch verhalte."

"2021 war mein Erspartes aufgebraucht."

Matthias Reim mit Sohn Julian
Stolzer Papa und glücklicher Sohn: Matthias und Julian Reim. Bildrechte: imago images/CHROMORANGE

Julian Reim ist schon seit einigen Jahren als Schlagersänger unterwegs. 2019 veröffentlichte er mit "Grau" seine umjubelte erste Single. Schnell kamen Auftritte in großen Schlagershows hinzu, doch sein Start als Newcomer wurde durch die Corona-Pandemie ziemlich ausgebremst - auch mit finanziellen Folgen. Mittlerweile könne er von seiner Musik zwar leben, im vergangenen Jahr habe er jedoch nicht mal mehr seine Miete zahlen und den Kühlschrank füllen können. Geholfen habe im sein Papa Matthias, wofür er "ewig dankbar" sei:

Es ist natürlich Glück, dass ich aus einer prominenten Familie stamme. [...] Es war nicht schön, ihn anzurufen und um Hilfe bitten zu müssen. 2021 war mein Erspartes aufgebraucht.

Julian Reim t-online

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