Schockierende Bilder Nik P. setzt sich gegen Wal- und Delfinjagd ein: "Das geht mir unglaublich ans Herz ."

Es ist ein bizarres und brutales Brauchtum: Der Wal- und Delfinfang auf den Färöer Inseln. Nik P. hat kürzlich auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und erklärt im Interview mit "Meine Schlagerwelt", warum ihn das nicht kalt lässt.

Sänger Nik P. während der Generalprobe zum Musik Open Air Wenn die Musi spielt am 09.07.2021 in Bad Kleinkirchheim.
Nik P. ist entsetzt über die grausame Tradition des Walfangs. Bildrechte: imago images/STAR-MEDIA

Es waren schockierende Bilder, die erst vor wenigen Wochen wieder einmal um die Welt gingen. Anfang September wurden bei einer traditionellen Jagd mehr als 1.400 Delfine im Skálafjord auf den Färöer Inseln erlegt. Das blutige Ritual findet auf den zu Dänemark gehörenden Inseln öfter statt. Meist sind es Wale, dieses Mal wurden jedoch hauptsächlich Weißseitendelfine gejagt und getötet.

Einer der diese Bilder auch gesehen hat, ist Schlagerstar Nik P. Er zeigte sich auf seinen Social-Media-Kanälen schon kurz darauf schockiert. Im Interview mit "Meine Schlagerwelt" äußert er sich nun dazu und ist nach wie vor entsetzt:

Ich empfinde das als Mord. Das kann man nicht einfach so durchgehen lassen, dass Tiere einfach abgeschlachtet werden aus irgendwelchen Brauchtümern und dazu noch diese Masse. Das verstehe ich einfach nicht. Ich sehe den Sinn darin nicht, warum man Lebewesen so etwas antun muss.

Nik P.

Der Schlagerstar berichtete weiter, der Anblick dieser Bilder seien ihm sehr ans Herz und ans Gemüt gegangen und er habe Tränen in den Augen gehabt. Deshalb habe er sich auch dazu entschlossen etwas zu posten: "Das tut mir weh und ich muss darauf reagieren. Ich kann das nicht einfach so an mir vorbeigehen lassen. Da nutze ich natürlich auch meine Popularität, um zu sagen: Leute, das ist nicht richtig. Das geht nicht. Das ist falsch."

Bewohner der Färöer-Inseln beim Abschlachten der Wale im Juli 1985,Walfang.
Der Walfang ist schon seit Jahrhunderten Tradition auf den Färöer. Bildrechte: dpa

Das sogenannte "Grindadráp" (dt. Grindwalschlachtung) findet auf den Färöer schon seit hunderten Jahren statt. Da auf den kargen Inseln kaum Landwirtschaft möglich ist, waren die Bewohner lange Zeit auf Walfang angewiesen und es stehen hauptsächlich tierische Produkte auf ihrem Speiseplan. Das Wal- und Delfinfleisch wird zwar heute auch noch als Lebensmittel genutzt, die Jagd ist jedoch vor allem Teil von Tradition und Brauchtum auf den Inseln. Die Bilder der Jagd sorgen immer wieder für Kritik und auch prominente Gegner sorgen dafür, dass auch auf den Färöer heftig über diese Tradition diskutiert wird. Wirklich optimistisch, dass sich schnell etwas ändert, ist Nik P. dennoch nicht: "Meistens verblassen diese Zeigefinger-Ansagen irgendwo im Netz und irgendwann wächst Gras darüber und keiner spricht mehr davon. Ist eigentlich schade."

Umweltbewusster Schlagerstar

Doch auch abseits von solch brutalen Bildern, hat der 59-jährige Österreicher ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Im Schlagerwelt-Interview sprach er ebenfalls darüber, wie er und seine Freundin versuchen nachhaltig zu leben:

Wir schauen, dass wir uns biologisch ernähren, da ist mein Schatz Karin richtig hinterher und auch, dass wir so wenig Plastik wie möglich verwenden in unserem Haushalt.

Nik P.
Sänger Nik P. mit seiner neuen Freundin Karin
Leben sehr umweltbewusst: Nik P. und seine Karin. Bildrechte: IMAGO / STAR-MEDIA

Die beiden versuchen so gut wie möglich die Umwelt zu schützen, erzählt er, beispielsweise in dem sie Bäume pflanzen und recyclebare Produkte nutzen. Es sei einfach wichtig Umwelt und Klima zu schützen, meint Nik P. und hat dabei auch die Verantwortung für die kommenden Generationen im Blick: "Die Generationen nach uns, die werden ihre Mühe haben das ganze wieder hinzubekommen, wie wir es noch vor Jahren gewohnt waren. Ich denke, dass es schon fünf nach zwölf ist und wir müssen handeln und nicht reden."

Dieses Thema im Programm: MDR SCHLAGERWELT | 14. Oktober 2021 | 17:45 Uhr