Emotionales Gespräch Nik P. über frühen Tod der Mutter: "Sie war der Fels der Familie."

Mit "Wer teilt die Farben aus" hat Nik P. vor kurzem eine emotionale Single veröffentlicht. Doch in dem Song steckt auch Nik P.s eigene traurige Familiengeschichte. Im Interview bei "MDR um 4" hat er darüber geredet.

Nik P.
Nik P. hat hat in einem emotionalen Interview über seine Kindheit gesprochen. Bildrechte: IMAGO / POP-EYE

"Meine Kindheit war anfangs recht lustig. Wir hatten Spaß wie alle anderen Kinder. Bis zum Tod der Mutter, dann hat sich alles verändert. Die Mutter war der Fels in der Familie." Mit diesen emotionalen Worten äußert sich Sänger Nik P. im Gespräch mit Moderator René Kindermann in der Sendung "MDR um 4" über seine Kindheit.

Der 59-jährige Österreicher ist bekannt für seine Schlagertexte mit viel Tiefgang. Doch hinter den Hits des Sängers steckt auch eine schwierige Kindheit. Noch als Kind musste er den Tod seiner Mutter verkraften.

Wenn man als 9-jähriger Junge die Mutter verliert, da hab ich damals schon die Fragen an das Leben gestellt: Warum passiert das? Warum musste diese Frau mit 43 Jahren die Welt verlassen und mich verlassen?

Nik P. MDR um 4
Cover Nik P.
Das Album "Seelenrausch" von Nik P. erscheint am 2. Juli. Bildrechte: We Love Music / Universal Music

Es ist selten, dass Nik P. so offen über seine Vergangenheit spricht. Doch er verarbeitet sein Leben auch in seiner Musik. Gerade seine Single "Wer teilt die Farben aus" vom neuen Album "Seelenrausch" hat einen emotionalen Bezug zu seiner eigenen Vergangenheit. Auch wenn es im Schlager häufig eher um leichte Themen und Lebensfreude geht, sei es ihm ein Anliegen gewesen, auch solche Botschaften im Schlager vermitteln zu können.

Nik P., der mit vollem Namen Nikolaus Presnik heißt, will seinen Fans mit diesem Song auch etwas mit auf den Weg geben: "Auch wenn die Schicksalsschläge sehr hart sind. Irgendwann muss die Trauer vorbei gehen und man muss in die Zukunft und auf sein eigenes Leben schauen."

Aufgewachsen bei Pflegeeltern

Für Nik P. und seine vier Geschwister war mit dem Tod der Mutter plötzlich alles anders. Denn auch bei ihrem Vater konnten sie keinen Halt mehr finden. Im Interview erzählt Nik P., dass dieser immer mehr versuchte Antworten im Alkohol zu finden. Er habe sich dann immer mehr verändert und sei auch aggressiv gegenüber ihm und seinen Geschwistern geworden.

Das hat dann dazu geführt, dass wir zu Zieheltern gekommen sind und ich dann vier Jahre meines Lebens gelebt habe und die mir wirklich den Weg ins Leben gezeigt haben. Das sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden.

Trotz der Trennung und der schwierigen Umstände ist der Kontakt zu seinen Geschwistern nicht abgebrochen: "Wir haben uns nie aus den Augen verloren. Wir sind getrennt worden als Kinder, aber wir haben dann als Erwachsene immer wieder den Weg zueinander gesucht und gefunden."