Steffen Schleiermacher
Bildrechte: Steffen Schleiermacher

Steffen Schleiermacher beim MDR-Musiksommer im Bauhaus-Museum Weimar

Im neueröffneten Bauhaus-Museum Weimar gibt Steffen Schleiermacher, Leipziger Pianist und Experte für Neue Musik, am 18. August einen Einblick in die musikalischen Bestrebungen des Bauhauses. In den Werken der komponierenden Bauhaus-Zeitgenossen wie Stuckenschmidt, Hauer, Antheil oder Wolpe fördert er am Klavier zahlreiche Querverbindungen zwischen klingender und bildender Kunst zutage und ordnet sie in seinen Moderationen ein.

Steffen Schleiermacher
Bildrechte: Steffen Schleiermacher

Es wäre schon verwunderlich gewesen, wenn Bauhaus und Neue Musik keine Notiz voneinander genommen hätten. Zwar war die Musik keine Disziplin am Bauhaus, aber mit welchen musikalischen Experimenten und klanglich Unerhörtem ihre komponierenden Zeitgenossen die Welt konfrontierten, interessierte die Mitglieder der berühmten Kunstschule sehr wohl. Selbst eigene Konzerte veranstaltete das Bauhaus und gab darin einer großen musikalischen Bandbreite ein Podium. Der Leipziger Pianist und Komponist Steffen Schleiermacher hat sich eingehend mit den musikalischen Bestrebungen des Bauhauses auseinandergesetzt und in den Werken der komponierenden Zeitgenossen zahlreiche Querverbindungen zwischen bildender und klingender Kunst gefunden. Im neueröffneten Bauhaus-Museum Weimar gibt er als Pianist und Moderator einen Eindruck von seinen Erkenntnissen, die nach gegenseitiger Inspiration klingen und manches musikalische Enfant terrible zutage fördern. Dabei erklingen Werke von Stefan Wolpe, Josef Matthias Hauer, Erik Satie, Marco Enrico Bossi, Hans Heinz Stuckenschmidt und George Antheil.

Das Konzert findet in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar statt.

Konzertreihe "bauhaus19" beim MDR-Musiksommer

Einhundert Jahre ist es genau her, dass die Gründung einer Kunstschule eine ästhetische Revolution einläutete: 1919 öffnete das Weimarer Bauhaus erstmals seine Tore und gab dem Denken in Architektur und Design, Kunst und Handwerk eine völlig neue Richtung, die bis in unsere Gegenwart ausstrahlt. Mit der Reihe »bauhaus19« erinnert der MDR-Musiksommer nicht nur an dessen fruchtbare Verbindung auch mit der Musik, sondern macht sowohl berühmte als auch versteckte Bauhaus-Orte zur Konzertbühne. Mit von der Partie sind dabei nicht nur das Bauhaus-Gebäude in Dessau und das neue Bauhaus-Museum Weimar, sondern ebenso zeitgenössische Architekturdenkmäler, die den Bauhaus-Geist teilweise mit der Musik aus der Bauhaus-Zeit lebendig werden lassen.

Der MDR-Musiksommer 2019

Publikum beim MDR MUSIKSOMMER im Park des Friederikenschlösschens Bad Langensalza
Open-air-Konzert beim MDR-Musiksommer 2017 Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Der MDR-Musiksommer lädt in diesem Jahr zu 59 Konzerten an insgesamt 52 Spielorten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Kammermusik in idyllischen Schlossparks, Vokalmusik in beeindruckenden Kirchen oder Sommersinfonik auf Open-Air-Bühnen: Renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Nuria Rial, Asya Fateyeva, Martin Stadtfeld, Nemanja Radulović, Simone Kermes, German Brass, Rigmor Gustafsson, die Academy of St Martin in the Fields, Ragna Schirmer oder Valer Sabadus sorgen neben den drei MDR-Ensembles in ganz Mitteldeutschland für musikalischen Hochgenuss in stimmungsvoller Atmosphäre. In mehreren Konzerten setzt das Festival 2019 Schwerpunkte zu Clara Schumanns 200. Geburtstag und dem Bauhaus-Jubiläum.

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2019, 14:11 Uhr