Besucher im Überaum der Schlagzeuger des MDR-Sinfonieorchesters
Bildrechte: MDR/ Miriam Ritter

Begeisterte Programmmacher bei MDR KLASSIK

Wie kommen eigentlich unsere Konzerte ins Radio? 16 glückliche Gewinner hatten im Rahmen einer Führung die Möglichkeit, bei MDR KLASSIK hinter die Kulissen zu schauen. Im Rahmen des Programmmacher-Tags öffneten sich die Türen am Leipziger Augustusplatz für die Besucher, die teils aus Erfurt, Sangerhausen und sogar München angereist waren. Nicht nur die Probenräume und Studios begeisterten, sondern auch der Gang über die Brücke ins angrenzende Gewandhaus, wo die Klassikfans der Generalprobe des MDR-Sinfonieorchesters im Großen Saal lauschen konnten.

Besucher im Überaum der Schlagzeuger des MDR-Sinfonieorchesters
Bildrechte: MDR/ Miriam Ritter

Zu einem Blick hinter die Kulissen hat MDR KLASSIK am Samstagvormittag nach Leipzig eingeladen. Im Rahmen der MDR-weiten Programmmacher-Aktion öffneten sich die Tore zum MDR-Studio am Augustusplatz in Leipzig - der Heimstätte von MDR-Sinfonieorchester, MDR-Rundfunkchor und MDR-Kinderchor. Jeder der zehn Gewinnerinnen und Gewinner konnte eine Begleitung mitbringen, so dass Hauptabteilungsleiter Heiner Louis und der stellvertretende Programmdirektor Detlef Rentsch mit 16 Programmmachern die Führung direkt hinter dem Drehkreuz im Foyer des City-Hochhauses begannen. Aus Erfurt, Sangerhausen und sogar München waren manche eigens für diesen besonderen Vormittag angereist.

Generalprobenbesuch im Gewandhaus

Nach einer kurzen Einführung ging es die wenigen Meter über die Verbindungsbrücke ins Gewandhaus, wo sich MDR-Sinfonieorchester und MDR-Rundfunkchor unter Leitung von Dirigent Paul McCreesh auf das Matineekonzert zum Totensonntag vorbereiteten. Freie Platzwahl hat man im Großen Saal normalerweise nicht, an diesem besonderen Tag durften unsere Gäste jedoch tatsächlich zwischen den fast 1.900 freien Plätzen wählen – und entschieden sich geschlossen für das Parkett. Detlef Rentsch nutzte die noch verbleibende Zeit bis zum Beginn der Generalprobe, um Lustiges und Wissenswertes zur Akustik des Saals zu erzählen. Keine leichte Aufgabe, wenn sich etwa einhundert Musiker und Musikerinnen parallel einspielen, und das nicht nur auf der Bühne, sondern auch, anders als unsere Gäste, den gesamten Saal nutzend.

Blick in die Studios

Nach 30-minütigem Musikgenuss mit dem Requiem von Frederick Delius begann der „Blick hinter die Kulissen“ erst so richtig: Musikredakteur Dr. Michael Oehme übernahm die Gruppe und erklärte den staunenden Programmmachern, welche Arbeiten rund um einen Konzertmitschnitt notwendig sind. Im Tonstudio zeigte und erklärte Toningenieur Matthias Sachers - während die Kollegen nebenbei weiter die Einrichtung der Mikrofone für den Konzertmitschnitt vornahmen - seine Aufgaben. Nach einer Stippvisite im Radiostudio und im Interviewraum führte Heiner Louis durch Probenräume, Notenarchiv und Klavierwerkstatt. Erst nach fast drei Stunden endete der Rundgang. Einige Programmmacher und Programmmacherin konnte sich selbst noch am Mikrofon ausprobieren und uns ein Feedback geben. Nicht zuletzt Sätze wie „Das war so toll! Diesen Vormittag werde ich nie in meinem Leben vergessen!“ machten die Aktion dann auch für die eigentlichen Programmmacher zu etwas ganz Besonderen.

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2019, 13:33 Uhr