Tag der offenen Tür bei MDR KLASSIK
Die Gäste konnten live bei einer Probe dabei sein. Bildrechte: MDR/Kristin Franke

Ein Besuch bei MDR KLASSIK Blick hinter die Kulissen der MDR-Ensembles

Nimmt ein Kontrabassist sein Instrument nach jeder Probe mit nach Hause? Wie oft müssen Musiker proben, damit ein Werk bühnenreif ist? Wie viele Noten lagern im Archiv? 18 Klassik-Fans aus Mitteldeutschland durften am Wochenende anlässlich des 25. Geburtstags des MDR einmal hinter die Kulissen von MDR SINFONIEORCHESTER, MDR RUNDFUNKCHOR und MDR KINDERCHOR schauen.

Tag der offenen Tür bei MDR KLASSIK
Die Gäste konnten live bei einer Probe dabei sein. Bildrechte: MDR/Kristin Franke

An Ausschlafen war für Frau Frankenberger aus Friedrichroda am Samstagmorgen nicht zu denken. Ihr Wecker klingelte sie schon 5 Uhr aus dem Bett, weil noch ein langer Weg vor ihr lag. Am Vormittag war sie mit 17 anderen Klassik-Fans aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Brandenburg in die Proberäumen der MDR-Ensembles geladen, um zu erfahren, wie viel Arbeit in einem perfekten Musikprogramm steckt.

Da an diesem Samstagvormittag sowohl die Musiker und Musikerinnen vom MDR SINFONIEORCHESTER als auch vom MDR RUNDFUNKCHOR in ihren Sälen probten, konnten die Gäste gleich beide Ensembles erleben. Das Orchester arbeitete einen Tag vor dem "Zauber der Musik" an einem großen Programm: Gustav Mahlers 9. Sinfonie und Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert. Kleiner Wermutstropfen für die Gäste: Der Solist konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht zu dieser Probe kommen.

Applaus nach der Probe

Tag der offenen Tür bei MDR KLASSIK
Bildrechte: MDR/Kristin Franke

Dennoch gab es Musik satt, denn nicht nur das Orchester probte mit dem japanischen Dirigenten Kazuki Yamada wichtige Stellen des Konzertes. Auch der MDR RUNDFUNKCHOR studierte Johannes Brahms' "Ein deutsches Requiem" ein. Von beiden Proben waren die Gäste so begeistert, dass sie den Musikern applaudierten.

Die Probenbesuche mit Live-Musik waren nicht das Einzige, das sich die 18 Chor- und Orchester-Fans ansehen durften. Denn auf den Etagen im Hochhaus am Augustusplatz gibt es noch mehr zu entdecken: Beispielsweise die Räume, in denen Kontrabässe und Flügel nach Konzerten und Proben abgestellt werden. Auch ein großes Notenarchiv wird für die Musiker vorgehalten.

Besuch im Tonstudio

Interessant war für viele auch das Tonstudio. Hier kommt die aufgezeichnete Musik aus dem Orchester- oder Chorsaal sowie aus dem benachbarten Gewandhaus an und kann abgemischt und aufbereitet werden - ob für CD-Produktionen oder eine Übertragung fürs Radio.

Wie den 17 anderen Gästen auch gefiel auch Nils Pocklitz dieser Vormittag ganz besonders. "Der Blick", schieb er später auf Facebook, "hat sich definitiv gelohnt." Sein persönlicher Höhepunkt war die Probenarbeit der beiden Ensembles. "Das war schon toll", so sein Kommentar.

25 Jahre MDR: Zeit für einen Blick hinter die Kulissen

Seit 25 Jahren senden wir im MDR aus der Region für die Region. Dabei spielen die Konzerte der drei Ensembles MDR SINFONIEORCHESTER, MDR RUNDFUNKCHOR und MDR KINDERCHOR eine wichtige Rolle im Sendegebiet - sowohl in Konzerten als auch im Radio. Anlässlich des Geburtstags haben nicht nur MDR KLASSIK, sondern auch viele Redaktionen des MDR ihre Türen für das Publikum geöffnet und die interessierten Besucher für einen Tag Programmmacher sein lassen.

Über dieses Thema berichtet MDR KLASSIK auch im: Radio | 19.11.2017 | 19.30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2017, 12:21 Uhr