Kirche St. Wolfgang in Schneeberg
Bildrechte: MDR/Mario Unger

Kirche St. Wolfgang Schneeberg

An der Silberstraße im oberen Westerzgebirge liegt der Schneeberg. Der Gipfel ist 470 Meter hoch und gab der gleichnamigen Stadt ihren Namen. Entstanden 1471 als Bergbausiedlung, wurden Schneeberg schon 1481 die Rechte einer freien Bergstadt zugesprochen.

Kirche St. Wolfgang in Schneeberg
Bildrechte: MDR/Mario Unger

Bergbaustadt mit spätgotischen Schätzen

Über Jahrhunderte bestimmte der Bergbau die Entwicklung und die Geschichte der Stadt. Nach Beendigung der relativ kurzen Silberbergbauphase kam der Förderung und Verarbeitung von Kobalterz dabei bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die größte Bedeutung zu. Kobalterz war Grundlage für die berühmte kobaltblaue Farbe, die u. a. für Meißner Porzellan verwendet wurde. Bis heute konte das historische Stadtbild mit Bauten von Renaissance bis Barock erhalten werden.

Von welcher Seite auch immer man sich der Erzgebirgsstadt nähert, ihre Krone ist der mächtige Kirchenbau von St. Wolfgang, eine der großen spätgotischen Hallenkirchen Sachsens. Sie wurde 1516 bis 1540 auf Geheiß des sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen von Architekt Hans von Torgau erbaut. Das deckt sich auch mit der sehr frühen Annahme der Reformation in Schneeberg, in der Bergknappschaft bereits 1518. In der Barockzeit wurde die Kirche innen umgestaltet.

Zerstörung und Wiederaufbau

Am 19. April 1945 wurde die Kirche durch amerikanische Tiefflieger fast komplett zerstört. Nur der Reformationsaltar von Lucas Cranach d. Ä., der Mittelteil des Taufsteins und sieben Gemälde der Gebrüder Krodel konnten gerettet werden. In über 50 Jahren hat die Kirchgemeinde unter tatkräftiger Mithilfe der Landesdenkmalpflege und der Landeskirche das Gotteshaus in seiner ursprünglichen Konzeption wiedererstehen lassen.

Adresse Vorverkauf vor Ort
Kirchplatz

08289 Schneeberg
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08056 Zwickau

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 17:29 Uhr