Die Wohnungen in der Stadt Erfurt sollen nicht mehr so viel Geld kosten

Rotes Aushängeschild "Wohnung zu vermieten" vor einem Mietshaus.
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In großen Städten kosten Wohnungen oft viel Geld.
Weil es nicht genug Wohnungen gibt.
Und fast jedes Jahr wollen die Vermieter mehr Geld haben.
Das soll sich jetzt in der Stadt Erfurt ändern.

Das Infrastruktur-Ministerium vom Bundes-Land Thüringen
will die Mieten für die Stadt Erfurt begrenzen.
Das bedeutet:
Vermieter dürfen nicht mehr so viel Geld für Miete nehmen.
Denn viele Menschen können ihre Wohnung nicht mehr bezahlen.

Birgit Keller ist Ministerin in Thüringen.
Sie hat dazu gesagt.
Wir müssen etwas machen.
Damit die Menschen ihre Wohnung noch bezahlen können.
Deshalb dürfen die Mieten nur noch wenig teurer werden.
Das soll nicht nur bei einer Neu-Vermietung so sein.
Viele Menschen wohnen schon lange in ihrer Wohnung.
Auch diese Wohnungen dürfen nur noch wenig teurer werden.
Vielleicht kann das auch in anderen Städten so gemacht werden.
Zum Beispiel in der Stadt Jena.

Wichtig ist es:
Wohnungen für Menschen zu bauen,
die nicht zu teuer sind.
Das wurde in den letzten Jahren nicht gemacht.
Und jetzt fehlen sie überall.
Dafür brauchen wir eine Wohnungs-Bau-Gesellschaft.
Und die muss dem Land gehören.
Dann kann das Land entscheiden:
Wie viel Geld die Miete kostet.

Auch in anderen Städten gibt es Gespräche über teure Wohnungen

In vielen Städten wird darüber gesprochen:
Was gemacht werden kann:
Damit die Mieten nicht noch mehr Geld kosten.
In der Stadt Berlin hat der Senat überlegt:
Ob es einen Mieten-Deckel geben soll.
Das bedeutet:
5 Jahre dürfen die Mieten nicht mehr höher werden.
Und manche Wohnungen sollen sogar weniger Geld kosten.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29. August 2019 | 19:00 Uhr