Deutschland Bunte Bücher helfen Kindern beim Lernen der Gebärden-Sprache

Daumenkino Zeichensprache
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Stadt Frankfurt am Main
ist im Bundes-Land Hessen.
Dort gibt es jetzt einen kleinen Betrieb.
Der Betrieb macht kleine Bücher.

Die Bücher sind besonders.
Denn sie helfen:
Wenn Menschen Gebärden-Sprache lernen wollen.

Die Gebärden-Sprache
ist eine besondere Sprache.
Sie hilft Menschen:

  • Die nicht hören können
  • Die nicht sprechen können
  • Die nicht so gut lernen können

Gebärden zeigen:

Die Gebärden werden gezeigt:
Zum Beispiel:

  • Mit den Händen
  • Und mit dem Gesicht.

Gebärden-Sprache in der Kita

Die Chefs von dem Betrieb
heißen Laura, Jami und Maria.
Jami hat das Down Syndrom.
Sie hat erst spät sprechen gelernt.
Und sie wurde daher oft aus-geschlossen.

Jami brachte ihre Schwester Laura
auf die Idee mit den bunten Büchern.
Die Bücher haben keine Worte und Buchstaben.
Die Bücher haben Bilder.
Man soll die Bücher nicht lesen:
Sondern schnell durch-blättern.
Mit dem Daumen.

Beim Durch-Blättern sieht man:
Die Hand zeigt eine Bewegung.
Diese Bewegung bedeutet ein bestimmtes Wort.
Jedes kleine Buch zeigt immer ein Wort.

Weil sich die Hände bewegen:
heißen die Bücher Daumen-Kinos.
Mit den bunten Büchern
lernen die Menschen die Gebärden-Sprache ganz leicht.

Sie können dann schnell mit anderen Menschen reden:

  • Die nicht hören können
  • Die nicht sprechen können
  • Oder die nicht so gut lernen können.

Denn diese Menschen
sollen auch bei allem dabei sein.
Das nennt man: Inklusion.

Die Frauen aus dem Betrieb wollen:
Dass Kinder schon im Kindergarten
kein Kind aus-schließen.
Deshalb lernen alle im Kindergarten
Mit den Büchern die Gebärden-Sprache.

Schon über 140 kleine Bücher da

Über 140 Bücher haben die 3 Frauen schon gemacht.
Jedes hat eine andere Farbe.
So kann man sich die Gebärde gut merken.
Schon über 3.000 Kitas in Deutschland
nutzen die Daumen-Kinos.
Bezahlt werden die Bücher
mit Spenden oder mit Förder-Geldern.

Aber die Frauen von der Firma
haben noch mehr Pläne:
Sie wollen zum Beispiel noch eine App machen.
Damit kann man auf dem Handy
die Gebärde finden und zeigen.

Und die Frauen haben noch andere Ideen:
Sie machen zum Beispiel:

Damit noch mehr Menschen diese Sprache lernen können.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache: Dieser Beitrag auch in Schwerer Sprache: Einfach genial, Di 08.11.2022, 19:50 Uhr