Mit Brettern an Fenstern und Türen will man Schloss Reinhardsbrunn vor dem Verfall und Vandalismus schützen
Bildrechte: MDR/Björn Pollok

Schloss Reinhardsbrunn gehört jetzt dem Bundes-Land Thüringen

Mit Brettern an Fenstern und Türen will man Schloss Reinhardsbrunn vor dem Verfall und Vandalismus schützen
Bildrechte: MDR/Björn Pollok

Das Schloss Reinhardsbrunn steht in der Nähe von der Stadt Gotha.
Das Schloss ist ein besonderes Gebäude für das Bundes-Land Thüringen.
Denn es hat eine besondere Geschichte.
Deshalb steht es unter Denkmal-Schutz.

Die Besitzer haben das Schloss im Jahr 2004 gekauft.
In den letzten Jahren ist das Schloss immer mehr zerfallen.
Weil die Besitzer sich nicht darum gekümmert haben.
   • Sie haben nichts in dem Schloss repariert.
    • Und sie haben nichts neu gemacht.

Vor einigen Jahren wollten die Besitzer das Schloss
an das Bundes-Land Thüringen verkaufen.
Thüringen sollte 1 Euro dafür bezahlen.
Aber zu dem Schloss gehören viele Schulden.
Das bedeutet:
Die Besitzer haben viel Geld von der Bank bekommen.
Dafür gehört ein Teil von dem Schloss jetzt der Bank.
Thüringen hätte die Schulden bezahlen müssen:
Wenn das Bundes-Land das Schloss gekauft hätte.
Das wollte Thüringen aber nicht.
Deshalb hat es die Besitzer von dem Schloss jetzt enteignet.

Jetzt muss Thüringen in den nächsten 2 Jahren damit anfangen:
Das Schloss zu renovieren.
Und viele Sachen neu zu machen.

Bodo Ramelow ist Minister-Präsident von Thüringen.
Er hat dem MDR gesagt:
Das hat es noch nie gegeben.
Aber es ging nicht anders.
Das Schloss wäre irgendwann ein-gestürzt.
Dann wären nur noch die Mauern stehen-geblieben.
Und Menschen können nicht mehr in das Schloss rein-gehen.

Das Denkmal-Schutz-Amt hat fest-gestellt:
Es wird viele Millionen Euro kosten:
Damit das Schloss nicht zerfällt.
Am besten wäre es:
Wenn ein neuer Geld-Geber das Schloss kaufen würde.
Dafür will Thüringen auch gerne Förder-Gelder geben.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 10. Juli 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2019, 14:57 Uhr