Corona-Daten-Newsletter | Mittwoch, 10. November 2021 Irrtümer vs. Fakten zur Corona-Impfung

Eine junge Frau lächelt in die Kamera
Bildrechte: Sarah-Maria Köpf

Im multimedialen Corona-Daten-Update: Mit diesen Fakten entkräftigen Sie die gängigsten Impf-Irrtümer. Außerdem: Der Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen.

Corona-Impfung
Manche Impf-Irrtümer halten sich hartnäckig. Bildrechte: dpa

Guten Abend liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

sicherlich wurden Sie im Alltag auch schon einmal mit den ein oder anderen Meinungen über Corona-Impfungen konfrontiert. Vielleicht sind Ihnen sogar selbst Fragen zur Sicherheit des Impfstoffes in den Sinn gekommen. Im Netz finden sich dazu viele Antworten, doch leider sind nicht immer alle richtig. Eine Studie des Reuters Instituts kam erst kürzlich zu dem Ergebnis, das fast die Hälfte der erwachsenen Internetnutzer in Deutschland regelmäßig mit falschen oder irreführenden Informationen zu Covid-19 konfrontiert werden. Auch in persönlichen Gesprächen ist es nicht immer einfach, Aussagen wie "Der Impfstoff hat doch nur eine Notzulassung" oder "Ich habe ein gutes Immunsystem, weshalb ich keine Impfung brauche" zu entkräften.

Im heutigen Corona-Update möchte ich mit einigen Irrtümern aufräumen, die uns von MDR-Hörern zum Thema Corona-Impfungen zugesendet wurden. Außerdem werfen wir einen Blick nach Sachsen, wo ja seit Montag die 2G-Regel im gesamten Bundesland gilt. Hier stellt sich noch immer die Frage, wie das Ganze eigentlich flächendeckend und zuverlässig kontrolliert werden soll. Mehr dazu sehen Sie schon einmal im folgenden Video.

Ihnen gefällt der Newsletter? Empfehlen Sie ihn gern weiter. Wenn Sie in Zukunft den Newsletter bequem und regelmäßig in Ihrem Mailpostfach erhalten wollen, können Sie sich kostenlos hier dafür anmelden.

Auf einen Blick: Die aktuellen Zahlen

Dem Robert Koch-Institut (RKI) sind am Mittwoch, den 10. November 2021 bundesweit 39.676 neu positiv Getestete gemeldet worden (Stand 8:40 Uhr). Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche ist die Zahl der gemeldeten Neuinfizierten um rund 19.278 höher.

Die meisten Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gab es heute in Bayern (+10.237), Baden-Württemberg (+6.893) und Nordrhein-Westfalen (+5.507). Danach folgen Sachsen (+3.719) und Thüringen (+2.022).

Die höchsten 7-Tage-Inzidenzen laut RKI verzeichnen weiterhin Sachsen (459,4), Thüringen (454,9) und Bayern (395,8). Deutschlandweit liegt die Inzidenz momentan bei 232,1.

Im Folgenden nun die Zahlen nach Angaben der Ministerien, von Behörden und der Landkreise. Die Werte können von denen des RKI abweichen, da sie etwas aktueller sind, dadurch jedoch durch Nachmeldungen korrigiert werden können. 

Sachsen

  • Aktive Fälle: 37.721 ↗ (+3.277 zum Vortag)
  • Hospitalisierungsrate*: 6,41 (-0,54)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 291, davon 141 beatmet, 42 freie COVID-19-Intensivbetten
  • Impfquote: 57,2 Prozent (vollständig geimpft)
  • 12-17 Jahre: 26,8 Prozent
  • 18-59 Jahre: 58,1 Prozent
  • 60+ Jahre: 78,9 Prozent
  • Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19: 10.543 (+47)

Thüringen

  • Aktive Fälle: 16.732 ↗ (+926 zum Vortag)
  • Hospitalisierungsrate*: 16,27 (+3,96)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 139, davon 71 beatmet, 23 freie COVID-19-Intensivbetten
  • Impfquote: 61,2 Prozent (vollständig geimpft)
  • 12-17 Jahre: 29,5 Prozent
  • 18-59 Jahre: 62,3 Prozent
  • 60+ Jahre: 82,1 Prozent
  • Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19: 4.670 (+31)

Sachsen-Anhalt

  • Aktive Fälle: 8.027 ↗ (+965 zum Vortag)
  • Hospitalisierungsrate*: 4,72 (-0,83)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 65, davon 35 beatmet, 28 freie COVID-19-Intensivbetten
  • Impfquote: 63,3 Prozent (vollständig geimpft)
  • 12-17 Jahre: 27,5 Prozent
  • 18-59 Jahre: 65,1 Prozent
  • 60+ Jahre: 84,1 Prozent
  • Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19: 3.628 (+5)

* Die Hospitalisierungsrate beschreibt die 7-Tage-Inzidenz der hospitalisierten COVID-19-Fälle. Durch Übermittlungsverzug wird die Rate in gewissem Maß unterschätzt werden, schreibt das RKI. Auch Recherchen der "Zeit" und des "Spiegel" zeigen das. Ein deutschlandweit gültiger Grenzwert dafür, welche Maßnahmen eine bestimmte Hospitalisierungsrate nach sich ziehen, wurde nicht festgelegt. Die Bundesländer beziehen die Rate derzeit in komplexe Berechnungen ein (Sachsen und Thüringen) oder überlassen die Entscheidung über Maßnahmen den einzelnen Landkreisen (Sachsen-Anhalt). Warum die Hospitalisierungsrate in der jetzigen Form als neue Corona-Kennzahl untauglich ist, erklärt MDR-Datenjournalist Manuel Mohr in diesem Artikel.

(Quellen: Schätzung der aktiven Fälle: eigene Berechnung, LAV Sachsen-Anhalt, TMASGFF, Sozialministerium Sachsen | Hospitalisierungsrate: RKISozialministerium SachsenTMASGFF | IntensivpatientenDivi | Impfquote: RKI | Todesfälle: LAV Sachsen-Anhalt, TMASGFF, Sozialministerium Sachsen, RKI)

Alle Grafiken und weiteren Zahlen finden Sie hier in den Übersichten der Kolleginnen und Kollegen.

Irrtümer in Sachen Corona-Impfung

Im Dezember 2020 wurden die ersten Corona-Impfungen in Deutschland verteilt. Heute, gut elf Monate später, sind bereits zwei Drittel der Bevölkerung vollständig geimpft. Trotzdem halten sich Irrtümer über die Impfstoffe und ihre Wirkung hartnäckig. Einige Aussagen, die uns dazu immer wieder begegnen, möchte ich mir hier für Sie anschauen.

"Ich habe ein gutes Immunsystem und brauche keine Impfung."

Ob man sich mit dem Coronavirus infiziert, hängt nicht davon ab, ob man ein funktionierendes Immunsystem hat, sondern davon, ob man Virus-Aerosole einatmet. Dadurch ist man automatisch infiziert und auch potenziell ansteckend.

Die meisten Menschen, die an Corona erkranken, haben keine oder nur milde Symptome. Einige dagegen haben sehr schwere oder sogar tödliche Verläufe. "Es gibt Hinweise darauf, dass eine funktionierende Immunabwehr direkt nach der Ansteckung eine Rolle spielt", sagt Carsten Watzl, Immunologie an der TU Dortmund der Tagesschau. Darauf verlassen könne man sich aber nicht, denn das Immunsystem sei nur eines von vielen Faktoren, die noch gar nicht alle bekannt seien. Auch junge gesunde Menschen mit einem völlig intakten Immunsystem können deshalb schwer erkranken.

Auch eine Studie der Charité Berlin und des Max Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin verdeutlicht, dass die Annahme zu kurz greift, dass Menschen mit einem schwachen Immunsystem eher erkranken. Bei schweren Verläufen arbeitet des Immunsystem unter Hochdruck, schafft es aber nicht, das Virus zu besiegen. Sars-CoV-2 nutzt einen Mechanismus des Immunsystems, der eigentlich zur Abwehr gedacht ist und kehrt diesen um. Das ermöglicht dem Virus noch mehr Zellen des Körpers zu entern und sich dort zu vermehren. "In diesem Stadium ist nicht mehr das Virus der Bösewicht, sondern das Immunsystem selbst", so Watzl.

"Vor allem Geimpfte verbreiten das Virus."

Der Anteil der Durchbruchsinfektionen an den Infektionen insgesamt liege deutlich unter 20 Prozent, so Berit Lange, Epidemiologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Dass der Anteil der Geimpften vielerorts über 60 Prozent liegt, zeigt, dass Geimpfte sich bislang deutlich seltener mit dem Virus infizieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter einen weiteren Geimpften anstecke, sei nochmal deutlich geringer.

Auch der Virologe Christian Drosten sagt mit Blick auf die aktuelle Studienlage, dass die meisten Durchbruchsinfektionen milder verlaufen als bei Ungeimpften. Geimpfte seien zudem weniger infektiös und geben das Virus deshalb auch weniger weiter.

"Der Impfstoff hat nur eine Not-Zulassung."

Eine Impfstoffentwicklung folgt einem Prozess, der von nationalen bzw. EU-Behörden streng kontrolliert wird. Ein Impfstoff wird in Deutschland nur zugelassen, wenn er

  • an ausreichend Personen getestet wurde und
  • bestätigt wurde, dass die gewünschte Wirkung gegenüber den auftretenden Nebenwirkungen deutlich überwiegt.


Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit eines Stoffes müssen also gewährleistet sein. Diese Regelungen gelten genauso für die Corona-Impfstoffe. Allerdings ging die Entwicklung der Vakzine schneller, weil Prozesse parallel ablaufen konnten. So kam zum Beispiel das Rolling-Review-Verfahren der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zum Einsatz. Dabei wird Zeit gespart, indem Daten aus klinischen Studien nicht am Stück eingereicht werden, sondern schrittweise über Wochen hinweg. An der Anzahl der ausgewerteten Daten ändert sich am Ende aber nichts.

Auch die Prüfung durch den EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel wurde beschleunigt. Die Kommission hat normalweise 90 Tage Zeit, eine Empfehlung für die EU-Kommission auszusprechen. Für die Corona-Impfstoffe wurde beschlossen, diese Zeit auf drei Tage zu verkürzen.

Die Zulassung der Impfstoffe ist eine "bedingte Marktzulassung". Diese gilt für ein Jahr und kann erneuert werden. Sie unterliegt einer engmaschigen Kontrolle, bis eine reguläre Zulassung erteilt wird. Dabei werden weitere Daten gesammelt und die Sicherheit des Impfstoffs überwacht. Der Hersteller muss durch weitere Studien zeigen, dass das Nutzen des Impfstoffs das Risiko von Nebenwirkungen weiterhin übersteigt.

Dieses Verfahren muss von einer "Notfallzulassung" abgegrenzt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine Zulassung des Impfstoffs, sondern um eine "Zulassung der vorübergehenden Anwendung eines nicht zugelassenen Impfstoffs", schreibt die Europäische Kommission. Das trifft in Europa nicht auf die Corona-Impfstoffe zu.

"Ich warte auf einen Tot-Impfstoff, der ist sicherer."

Mittlerweile sind mehr als eine Milliarde Menschen weltweit mit den mRNA-Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna geimpft und fast zwei Milliarden mit den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca und Johnson&Johnson. Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfstoffe sind also längst nicht nur in den Zulassungsstudien, sondern auch in der weltweiten Anwendung nachgewiesen. Trotzdem misstrauen vielen Menschen den neuen Impfstoffen und wollen auf konventionelle Vakzine warten. Zwei davon sind in der Entwicklung bisher am weitesten. Ein Totimpfstoff der französischen Firma Valneva sowie ein Proteinimpfstoff vom US-Unternehmen Novavax.

Totimpfstoffe sind in der Regel sehr gut verträglich und haben nur wenige Nebenwirkungen. Trotzdem sind diese auch hier nicht vollkommen auszuschließen. "Auch wenn die Ergebnisse der Phase-3-Studie gut sind, wird es noch ein bisschen dauern, bis der Wirkstoff zugelassen wird. Denn er muss nicht nur wirksam, sondern auch sicher sein", erklärt Thomas Grünewald, Infektiologe und Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin in Chemnitz, im Interview mit dem MDR. Erste kleine Vergleichsstudien zwischen Valneva und AstraZeneca aus Großbritannien zeigen einen relativ guten Schutz vor Krankenhauseinweisungen durch den Totimpfstoff. Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass die mRNA-Impfstoffe deutlich besser schützen.

Mit aktuell zehntausenden Neuinfektionen pro Tag werde sich, Experten zufolge, voraussichtlich jeder im Laufe der nächsten Wochen anstecken, der noch nicht geimpft ist. Um das zu verhindern, kommen die Tot- und Eiweißimpfstoffe zu spät. Für die Booster-Impfung im kommenden Jahr könnten die Impfstoffe von Valneva und Novavax allerdings eine weitere Option sein.

Neue Stiko-Empfehlung: Impfung für unter 30-Jährige nur noch mit Biontech

Die Ständige Impfkommission des Bundes (Stiko) empfiehlt, unter-30-Jährigen nur noch den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer zu verabreichen und nicht mehr das Vakzin von Moderna. Grund seien Herzmuskelentzündungen, die bei jungen Menschen nach einer Corona-Impfung mit Moderna häufiger aufgetreten seien als mit dem Impfstoff von Biontech. Der Verlauf dieser Entzündungen sei aber überwiegend mild gewesen.

Die neue Empfehlung der Stiko gilt nicht nur für die Grundimmunisierung, sondern auch für Auffrischungsimpfungen. Auch Schwangeren solle zukünftig, unabhängig vom Alter, eine Impfung mit Biontech angeboten werden.

2G und die Folgen für Sachsen

Seit Montag haben in Sachsen nur noch Geimpfte und Genese Zugang zu Gastronomie und Veranstaltungen im Innenbereich. Nicht nur die Ungeimpften sind nicht begeistert von den neuen Regeln, auch Gastwirte und Betreiber von Kultureinrichtungen bangen um ihre Einnahmen. Um die Durchsetzung von 2G zu überprüfen, fehlt zudem oft das Personal. Die Ordnungs- und Gesundheitsämter der Landkreise sind dafür zuständig und müssen mit kommunalrechtlichen Maßnahmen rechnen, wenn sie die 2G-Regel nicht kontrollieren.

Die neue 2G-Regelung in Sachsen belastet Gastwirte und Betreiber von Kultureinrichtungen. Daniel Büschel, Theaterleiter des Gloria Filmpalasts in Annaberg, befürchtet hohe Einbußen. Ein Drittel seiner Besucher war bisher nicht geimpft und habe bis letzte Woche einen negativen Test vorgelegt. Mit 2G steigt nun der Drang, sich impfen zu lassen.

Jeder Landkreis in Sachsen muss mit mindestens drei Teams die neue 2G-Regel kontrollieren, so zumindest die Theorie. In der Praxis scheint das allerdings nicht aufzugehen. "Welche Kommune, welcher Landkreis soll das leisten? Das geht gar nicht", sagt Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) im Interview.

Ab Samstag: Neue Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gelten ab dem 13. November neue Corona-Regeln. Ab Samstag tritt damit eine tägliche Testpflicht für ungeimpfte Pflegekräfte in Kraft. In Schulen wird die Maskenpflicht verschärft. Im Schulgebäude muss dann u.a. auf den Gängen ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Eine Alltagsmaske ist nicht mehr ausreichend. Zudem wird die Testfrequenz auf drei Mal wöchentlich erhöht, um Infektionsfälle frühzeitig zu identifizieren.

Zum Schluss ...

...möchte ich Ihnen dieses süße Video nicht vorenthalten. Faultierbaby Lele ist der neue Star im Dresdner Zoo, obwohl sie wahrlich keinen leichten Start ins Leben hatte. Nach der Geburt konnte ihre Mutter sie nicht säugen, dann starb ihr Geschwisterchen. Zwei Monate später geht es Lele jedoch nun besser und bald kann sie sogar zurück zu ihren Eltern.

Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen und wir lesen uns dann am Freitag wieder.

Beste Grüße

Sarah-Maria Köpf

Mit Bestätigung dieser Anmeldung zu diesem Service willigen Sie in die Speicherung der von Ihnen eingetragenen Daten ein. Diese werden vom MDR ausschließlich dazu verwandt, Ihnen den ausgewählten Service bereitzustellen. Sie werden von uns nicht an Dritte weitergegeben oder Dritten überlassen.

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, mit E-Mail an newsletter@mdr.de den Inhalt Ihrer Einwilligung abzurufen und zu verändern sowie die Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Nach Widerruf bzw. Deaktivierung/Abmeldung des Services werden Ihre Daten gelöscht.

Hinweise zum Datenschutz und Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in der Datenschutzerklärung des MDR.

Die mit einem * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 10. November 2021 | 06:05 Uhr

17 Kommentare

wo geht es hin vor 10 Wochen

Erhellend, wie Sie andere hier so zum Einstieg Ihres Kommentars bezeichnen. Nach Ihrem Verständnis ist also Kekule auch ein "Quarkschwätzer"? O.K., gut zu wissen.
Apropos Horror: auch Sie sind dem Horrorszenario aufgesessen, das hier tagtäglich verbreitet wird. So klingt eine Inzidenz (wollten man die nicht eigentlich mehr aussen vor lassen, weil nicht aussagekräftig genug?) von 500 sehr bedrohlich. Daß das aber in Realität bedeutet, daß nur 0,5 % (!) von 100000 betroffen sind, klingt weit weniger bedrohlich - oder? Ein Schelm, der böses dabei denkt.
Übrigens: daß ein Lähmungsgefühl nach der Impfe "üblich" wäre - das können Sie doch sicherlich irgendwie belegen?
Ich respektiere Ihre Entscheidung, für die Impfung zu sein - es ist nun mal IHRE Entscheidung. Dafür mögen Sie Ihre Gründe haben. Gestehen Sie das gleiche Recht auch denjenigen zu, die sich anders entscheiden? Und das auch aus guten Gründen? Dann wäre es angebracht, auf solche Bezeichnungen wie "Quarkschwätzer" zu verzichten.

MDR-Team vor 10 Wochen

Lieber Soldaten Norbert, bei Zitaten und alle Tatsachenbehaupten sind Quellenangaben für eine sachliche Diskussion unabdingbar. Also bitte immer mit Quelle, um den Fakt zu belegen. Liebe Grüße

DER Beobachter vor 10 Wochen

Ich finde es immer wieder interessant, dass die Anhänger der quarkschwätzer soviele Horrorerzählungen über Impfungen in ihrem Bekanntenkreis parat haben. Haben die üblichen Foristen Tacitus und faultier auch schon versucht. Seltsam: Ich bin vollgeimpft, ca. 90% meiner Kollegen sind vollgeimpft und meine komplette Familie und der größere Teil meines sonstigen Bekanntenkreises. Alle leben noch, waren nie hospitalisiert und die wenigsten hatten abgesehen von dem üblichen mal etwas längeren Lähmungsgefühl (das für körperlich schwer Arbeitende wie Ihre Frisöse freilich zeitweilig arbeitshinderlich ist) größere Beschwerden. Wenn es so sei, wie Sie erzählen, müsste man prüfen, ob hier vllt. ein Impffehler (selbe Charge, selber Arzt...?) vorliegt...

Mehr aus Deutschland

Ein Gabelstapler transportiert etwas. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Politologe Werner Patzelt 4 min
Bildrechte: dpa