Wegen gestiegener Corona-Inzidenz Ostseeinsel Usedom wieder für Besucher gesperrt

Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen sind die Ostseeinsel Usedom und das Stettiner Haff erneut für Besucher gesperrt worden. Das Einreiseverbot gilt für den gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald. Auch Zweitwohnungen dürfen nicht besucht werden.

Die historische Seebrücke in Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom
Menschenleerer Strand und Seebrücke des Ostseebads Ahlbeck auf Usedom. Bildrechte: dpa

Wegen gestiegener Corona-Testzahlen ist die Ostseeinsel Usedom ab sofort wieder für Besucher gesperrt. Das Einreiseverbot gilt für den gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald, zu dem Deutschlands zweitgrößte Insel gehört. Wie ein Kreissprecher am Mittwoch mitteilte, sind auch Ausflüge von Tagestouristen sowie Besuche von Zweitwohnungsbesitzern - ohne "triftigen Grund" - verboten. Von dem Einreiseverbot ist auch das gesamte Stettiner Haff betroffen, wo traditionell viele Berliner, Brandenburger und Sachsen Feriensitze haben.

Besuch der Zweitwohnung kein "triftiger Grund"

Laut der Verfügung des Kreises muss ein "individuelles Interesse an freier Einreise" hinter dem "öffentlichen Interesse" zurückstehen, "das regionale Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten und Neuinfektionen zu reduzieren". Als "triftige Gründe" für eine Einreise zählen dem Papier zufolge vor allem berufliche Tätigkeiten oder ein Besuch der Kernfamilie. Der Besuch in der Zweitwohnung gilt demnach nicht als "triftiger Grund". Um alles Notwendige zu regeln, könnten Zweitwohnungsbesitzer aber noch drei Tage - also bis zum 17. April - kommen, hieß es weiter.

7-Tage-Inzidenz über 200

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald, der von Pasewalk über Anklam, Usedom und Wolgast bis Greifswald reicht, lag die sogenannte 7-Tages-Inzidenz am Dienstag erstmals wieder über dem Wert von 200. Da es sich um ein "diffuses Infektionsgeschehen" handle, müsse der Kreis solche Maßnahmen ergreifen, so der Kreissprecher. Ein Einreiseverbot wie jetzt galt in Vorpommern-Greifswald bereits von Mitte Januar an für ein paar Wochen. Damals wies die Polizei hunderte Autofahrer mit auswärtigen Kennzeichen ab.

Quelle: MDR AKTUELL

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 14. April 2021 | 09:30 Uhr

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