Nach Corona-Pause Flixtrain fährt mehr als 40 Städte an

Nach einem längeren Corona-Stopp geht der private Fernbahnbetreiber Flixtrain wieder auf die Schiene. Bis Juni will er sein Angebot im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Laut Fahrplan verbinden zusätzliche Strecken mehr als 40 Städte, darunter auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neu ist beispielsweise die Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg – mit Halten in Saalfeld, Jena, Naumburg und Leipzig.

Flixtrain
Nach eigenen Angaben werden alle Flixtrain-Züge zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Bildrechte: imago images/Rüdiger Wölk

Nach monatelanger Corona-Pause nimmt der Bahn-Konkurrent "Flixtrain" den Betrieb wieder auf. Bereits ab der kommenden Woche sollen die grünen Züge des Unternehmens "Flixmobility" wieder rollen.

Flixtrain hat mehr 40 Städte im Angebot

Das Angebot soll schrittweise erweitert werden. Ab dem 20. Mai sollen zunächst die Strecken Hamburg-Köln und Berlin-Köln bedient werden. Ab Juni soll es auch Verbindungen von Berlin nach Stuttgart geben. Erstmals fahren dann auch Züge von und nach München. Auch eine Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg ist geplant, allerdings ohne Schlaf- oder Liegewagen. Ab Mitte Juni soll München auch mit Frankfurt am Main in Verbindung stehen. Reisende erwartet ein Fahrplan mit insgesamt mehr als 40 Städten – das sind ungefähr so viele wie bei der Partnermarke "Flixbus".

Flixtrain in Sachsen

Flixtrain-Züge werden auch in Sachsen Halt machen. Ab dem 27. Mai soll die Strecke Hamburg-Berlin-Leipzig bis zu acht Mal täglich bedient werden. Die Deutsche Bahn befährt die Linie Hamburg-Berlin seit dem Winter tagsüber durchschnittlich alle halbe Stunde.

Flixtrain in Sachsen-Anhalt

Mit dem Neustart kehrt Flixtrain auch nach Sachsen-Anhalt zurück. Das Angebot war im November eingestellt worden. Ab 20. Mai wird nun auf der Strecke Berlin-Köln ein Halt in Stendal angeboten. Bis zu vier Züge verkehren dann dort täglich. In Naumburg werden die Züge der Linie Hamburg-Berlin-München ab dem 17. Juni bis zu zwei Mal täglich stoppen. Auch Halle ist zurück im Flixtrain-Fahrplan: Stopps sind auf der Linie Berlin-Stuttgart ab Juni bis zu vier Mal täglich geplant.

Flixtrain in Thüringen

Flixtrain will in Ostthüringen Stopps anbieten: Ab 17. Juni soll es auf der Fernverbindung Hamburg-München Haltepunkte in Saalfeld und Jena geben. Allerdings werden diese nur gegen Mitternacht beziehungsweise am sehr frühen Morgen bedient.

Angebot wird größer

Insgesamt werden ab dem Sommer neun Züge von Flixtrain unterwegs sein. Damit ist das Angebot im Vergleich zur Deutschen Bahn noch klein. Diese hat mehr als 300 ICE im Betrieb. Und seine Flotte will der Staatskonzern auch noch aufstocken.

Flixtrain fährt auch in Schweden

Aber nicht nur in Deutschland will Flixtrain das Angebot vergrößern: Bereits seit einer Woche rollen die grünen Züge des Unternehmens auch durch Schweden. Für die knapp 450 Kilometer lange Reise zwischen Stockholm und Göteborg benötigt der Flixtrain rund dreieinhalb Stunden. Ein Ticket kostet umgerechnet rund zwölf Euro.

Ohne Ticket-Schalter und eigene Züge

Tickets können online oder über die App des Unternehmens gebucht oder umgebucht werden. Dabei bekommt jeder Fahrgast kostenlos einen festen Sitzplatz zugewiesen. Inklusive sind auf jeder Fahrt auch ein Gepäckstück sowie Handgepäck.

Flixtrain wurde vor allem durch die Fernbus-Marke Flixbus bekannt. Wie beim Bus kauft das Mutterunternehmen Flixmobility auch beim Zug keine eigenen Fahrzeuge, sondern beschränkt sich auf die Netzplanung und Vermarktung. Den Betrieb der Züge leisten Partnerunternehmen.

Quelle: MDR/dpa,AFP

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSENSPIEGEL | 28. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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