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Endlich Ferien, endlich Urlaub – viele entdecken ihre Sommerziele mit Apps wie Komoot oder mapy.cz. Bildrechte: imago images/Westend61

Start der SommerferienFür Outdoor-Fans: Diese Apps empfehlen die MDR-Nutzer

von Julia Heundorf, MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 16. Juli 2022, 10:14 Uhr

Der MDR hat gefragt, viele Nutzerinnen und Nutzer haben geantwortet: Immer mehr Menschen nutzen bei Abenteuern in der Natur das Smartphone zur Orientierung und um die Welt um sich zu entdecken. Hier die beliebtesten Apps, die von der MDR-Community empfohlen werden.

In Sachsen-Anhalt haben die Sommerferien begonnen, in Sachsen und Thüringen starten sie am Montag. Zeit rauszugehen, die Region zu entdecken und sich zu bewegen. Vor allem junge Menschen haben in der Regel ihr Smartphone in der Tasche und nutzen es auch in der Natur, um sich zu orientieren, Routen zu finden oder um ihre Umgebung kennenzulernen. Nutzerinnen und Nutzer der MDR-Social-Media-Kanäle haben ihre beliebtesten Apps geteilt.

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Navigation und Routen

Die App Komoot ist bei Nutzerinnen und Nutzern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehr beliebt. Bildrechte: komoot.de/presse

Wandern gehen mit dem Smartphone: Viele Nutzerinnen und Nutzer nutzen Apps, um Routen zu finden, die sich zum Gehen oder Radfahren eignen. Besonders beliebt ist der Anzahl der Antworten zufolge Komoot, in der Nutzerinnen und Nutzer Routen zum Wandern, Radfahren oder Joggen finden. Komoot gibt es auch in eine kostenpflichtige Premiumversion.

Instagram-Nutzer "fich_ten.elch__9" nutzt sie laut seinem Kommentar für "Mehrtagesplanungen. Wetter. Versicherungsschutz. Unterschiedliche Karten." Das seien für ihn die besten Premium-Funktionen. Eine weitere Navigationsapp ist Osmand, die sich auf die Offline-Nutzung von Garten und GPS spezialisiert.

Regionale Apps

Auch die tschechische App Mapy.cz ist beliebt, um Routen zu planen und zu navigieren, zum Beispiel bei Max-Christoph Plötz. Er schrieb MDR SACHSEN dazu: "Wer will kann auch seine Route aufzeichnen und sich das dann z.b. nach dem Wandern anschauen (mit Höhenprofil)." Kay Hempel schreibt auf Facebook über Mapy.cz: "Ich bin zwar ein totaler Wanderkartenfan, aber gerade die Möglichkeit, bei mapy.cz die natürlich vorher heruntergeladenen offline-Karten aufzuzoomen, nutze ich oft und gerne. Da muss ich nicht vorher meine Brille suchen ".

Auch Wetter-Apps werden genutzt: Instagram-Nutzer "the_ilmfurter" nutzt zum Beispiel "WetterOnline, WarnWetter von DWD und Yr aus Norwegen."

Regionale Apps für den Harz und den Thüringer Wald

Aber auch regionale Apps wie die namens Thüringer Wald haben Menschen in Mitteldeutschland auf ihren Smartphones.

Auch für den Harz gibt es spezielle Apps zum Wandern: Instagram-Nutzer "chrisharz" und andere nutzen die Harzer-Wandernadel-App. Die App ist allerdings nicht mehr erhältlich und kann nur noch genutzt werden, wenn sie nach dem Ende der technischen Unterstützung nicht gelöscht wurde. So werden auch Änderungen bei den Stempeln nicht mehr in der Anwendung eingepflegt. Einer Sprecherin der Harzer Wandernadel GmbH zufolge ist keine Neuauflage geplant. Digitale Wandernadel-Stempel seien aber in der Harz-App erhältlich. Die Harz-App und die Thüringer Wald-App sind vom gleichen gewerblichen Anbieter, einer Firma aus dem Allgäu.

Lernen mit Apps aus Chemnitz und Ilmenau

Welche Pflanzen im Wald stehen oder welche Sterne am Himmel zu sehen sind oder wo die Fische zum Angeln beißen, entdecken ebenfalls viele Menschen in Mitteldeutschland mithilfe von Apps. Um Pflanzen zu bestimmen, nutzen sie dafür unter anderem "Flora Incognita", eine App der Technischen Universität Ilmenau. Die App hilft dabei, anhand von Fotos Pflanzen zu erkennen. Ähnlich funktionieren die Apps PlantNet und BirdNet, die ebenfalls auf Instagram und Facebook vorgeschlagen wurden. BirdNet erkennt Vögel anhand ihres Gesangs, den man mit dem Handymikrofon aufnehmen kann. Die App wurde an der TU Chemnitz entwickelt.

Um Sterne zu beobachten, nutzen Menschen Apps wie Star Walk 2 oder Stellarium. So etwa "the.seadoggo" auf Instagram, der Stellarium nutzt, "um mit AR genau zu sehen, welche Sterne und Planeten am Himmel über mir sind.

Outdoor-Hobbys mit dem Smartphone

Einige Apps sind nicht nur Unterstützer in der Natur, sondern bringen die Menschen erst vor die Tür, zum Beispiel PokémonGo oder Geocaching. Beim Geocaching handelt es sich um eine Hobby-Gruppe zur Schatzsuche mithilfe von GPS. In der App sind sogenannte Caches auf einer Karte verzeichnet, die man dann draußen suchen kann.

Caches sind nicht nur in der Natur, sondern auch in Städten zu finden. Fast immer handelt es sich um versteckte kleine Behälter, die oft ein Stück Papier enthalten, auf dem sich eintragen kann, wer das Versteck gefunden hat. Auf Instagram berichtet "jan.dornbrack", dass er Geocaching nutzt: "Damit gibt es vielerorts was zu entdecken, es regt die Kreativität an und man freut sich wenn man einen Cache findet."

Das Prinzip bei PokémonGo ist ähnlich: Überall auf der Welt sind in der App Pokémon, also die Charaktere aus der gleichnamigen Serie, versteckt, die man finden kann. Gleichzeitig entdeckt man die Umgebung spielerisch. Bei PokémonGo sind die Ziele allerdings virtuell versteckt, beim Geocaching sind die Verstecke in der echten Welt.

Insta-Nutzerin "so_dark_so-cute27" hat mithilfe der Pokémon-App schon neue Orte entdeckt, darunter Denkmäler. Sie schreibt: "In jeder Stadt gibt es so viel zu entdecken, ganz zu schweigen davon, wie viele neue Leute man so kennenlernt, auch Kinder schließen so neue Freundschaften."

Facebook-Nutzer Boris Gonschorek spielt ein Spiel namens Ingress Prime und schreibt "Die App animiert einen auch dazu, sich zu bewegen." Im Online-Spiel gibt es demnach Portale, die im Spiel erobert werden müssen. Die Portale sind aber Orte in der realen Welt. Gonschorek schreibt: "Geheimwaffe bei dem Spiel sind Fahrräder, weil man damit gut unterwegs sein kann. Besucht man viele Portale, dann bewegt man sich auch viel und vielleicht kommt auch ein bisschen etwas ins Köpfchen."

Apps für Communitys

Zudem gibt es Apps für Communitys, zum Beispiel für Angelfans: In der App "Alle angeln" teilen Angelsportler zum Beispiel ihre Erfolge, posten Fischbilder, liken und kommentieren. Die App liefert aber ebenfalls Informationen über Gewässer und Angelreviere.

Auch Fotografinnen und Fotografen nutzen Apps für ihr Hobby. Auf Instagram schreibt "anne-fotografieren": "Ich benutze die App 'SunSurveyor'. Ich fotografiere gerne und kann mir in der App Sonnenaufgang und -untergang anzeigen lassen. Außerdem Ereignisse rund um Sonne, Mond und Milchstraße. Damit kann ich den nächsten Fotoausflug sehr gut planen. Am liebsten mag ich die Live-View Funktion. Damit bekomme ich eine genaue Vorschau, wie es vor Ort dann aussieht." Eine weitere Fotografie-App ist Photopills.

Pause vom Handy in der Natur

Viele Nutzerinnen und Nutzer schienen von der Frage nach den Outdoor-Apps fast beleidigt. "Oscar DaFrog" schrieb MDR SACHSEN bei Facebook: "Zählen Instinkt, Kompass als Schlechtwetterhelfer, und ein Monokular als Sichtverstärkung bereits als App?" Auf Instagram schreibt "krauterweibleinbigi" bei MDR SACHSEN-ANHALT. "Man kann die Natur auch ohne App genießen und bewandern."

Andere erzählen, welche analogen Hilfsmittel sie nutzen, etwa Landkarten, die eigene Erinnerung, Naturkenntnisse oder "das gute alte Buch im Bücherregal." ("beeed25" auf Instagram)

Und auch Patrick Parlitz schreibt bei Facebook: "Einfach mal das Handy abschalten und Natur als Natur genießen – klingt albern, dürfte aber für viele eine völlig neue Erfahrung sein." Fünf weiteren Leuten gefällt das.

Sie haben weitere Tipps für Outdoor-Apps? Schreibt es uns bei Instagram – in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen.

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MDR (Julia Heundorf)

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