Klimaaktivisten "Letzte Generation" will mit Protesten pausieren

Vorerst keine Protestaktionen. Bis zum Ende der kommenden Woche wollen die Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" in Berlin und München keine Aktionen mehr durchführen. Das teilte die Gruppe am Freitagabend mit. Nach dem Protest auf dem Berliner Flughafen BER gab es Kritik aus der Politik. Die Gruppe will sich neu ordnen und die neu zur Gruppe gekommenen Mitglieder trainieren.

Polizisten tragen einen Klimaaktivisten der Umweltschutzbewegung "Letzte Generation" weg, der sich zuvor auf der Prinzregentenstraße auf den Asphalt geklebt hatte.
Die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" wollen mit ihren Aktionen pausieren. Bildrechte: dpa

Die Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" werden eigenen Angaben zufolge bis zum Ende der kommenden Woche keine Protestaktionen in Berlin und München mehr durchführen. Wie die Gruppe am Freitagabend mitteilte, hofft sie auf Taten in der letzten Sitzungswoche des Bundestags in diesem Jahr. Allerdings kommt der Bundestag nicht nur in der kommenden Woche, sondern auch in der Woche vom 12. bis 16. Dezember zusammen. Gleichzeitig warnte die Gruppe vor einem Neustart der Proteste "mit mehr Schlagkraft".

Man werde die Zeit nutzen, um "die vielen Menschen, die sich der Bewegung aktuell anschließen, ordentlich zu trainieren und einzubinden, um mit noch mehr Menschen wiederzukommen". Die Bundesregierung könne im Kampf gegen den Klimawandel noch handeln. "Es ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens, und wir dürfen nur inständig hoffen, dass sie ihrer Verantwortung noch gerecht wird", hieß es in der Mitteilung.

Die Klimademonstranten der "Letzten Generation" waren am Donnerstag und Freitag heftig in die Kritik geraten, nachdem einige von ihnen am Hauptstadtflughafen BER den Flugbetrieb lahmgelegt hatten. Die Aktivisten kletterten durch den Sicherheitszaun und gingen auf das Flughafengelände. Zahlreiche Politiker forderten Konsequenzen bis hin zur Ausweitung des Präventivgewahrsams im Bundespolizeigesetz. "Ich denke, wir alle – Gesellschaft und Politik – können eine Verschnaufpause gut gebrauchen, um die erhitzten Gemüter etwas zu beruhigen", wurde Sprecherin Aimée van Baalen zitiert.

dpa (kar)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. November 2022 | 21:30 Uhr

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