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Die Bundesstatistiker rechnen mit etwa 220 Verkehrstoten mehr als im Vorjahr. Bildrechte: imago/Sabine Gudath

Vorläufige JahresbilanzBundesamt: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder

05. Dezember 2022, 10:02 Uhr

Nach Tiefstständen in den vergangenen Pandemiejahren erwartet das Statistische Bundesamt für das laufende Jahr einen deutlichen Anstieg der Verkehrstoten. Auf Basis der Daten bis September könnte es ein Plus von neun Prozent geben. Das wären 220 Menschen mehr als im Vorjahr, die bei Verkehrunfällen sterben. Auch bei der Zahl der Verletzten wird mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird nach Daten des Statistischen Bundesamtes im laufenden Jahr deutlich steigen. Die Behörde rechnet nach eigenen Angaben auf Basis der Daten bis September mit einem Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das seien mehr als 220 Tote. Die Gesamtzahl würde damit bei etwa 2.790 Menschen liegen, die im Jahr 2022 im Straßenverkehr gestorben sind.

Corona-Jahre 2020/21 mit wenigsten Opfern

Allerdings waren in den Corona-Jahren 2020 und 2021 mit 2.719 beziehungsweise 2.562 im Straßenverkehr Getöteten jeweils neue Tiefststände seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 erreicht worden. Dies lag nicht zuletzt daran, dass nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts in diesen beiden Jahren auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als vor der Pandemie.

Auch mehr Verletzte und mehr Unfälle

Die Zahl der Verletzten wird nach Schätzungen der Statistiker im Gesamtjahr 2022 ebenfalls um rund neun Prozent im Vergleich zu Vorjahr steigen. Das wären etwa 30.000 Menschen mehr und insgesamt ungefähr 353.000 verletzte Unfallopfer.

Auch die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle dürfte mit mehr als 2,4 Millionen höher sein als im Vorjahr: Das wären etwa vier Prozent, hieß es. Dennoch geht die Behörde davon aus, dass die Zahl der Unfälle mit Toten und Verletzten unter der des Jahres 2019 bleibt.

dpa (kkö)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 05. Dezember 2022 | 08:45 Uhr