#MDRklärt Das sollten Sie tun, wenn vor Hochwasser gewarnt wird

Wer auf ein Hochwasser vorbereitet ist, hat bessere Chancen, es glimpflich zu überstehen. Dabei gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten – von Sandsäcken über Notfalltaschen bis hin zum Familienhund.

Im Bild eine Ortschaft an der Straße zwischen Dernau und Walporzheim, die von den Fluten auf einem Abschnitt einfach mitgerissen wurde.
Ist das Wasser erst da, zahlt sich eine gute Vorbereitung aus. Bildrechte: imago images/Future Image

Die Überschwemmungen vor allem im Westen Deutschlands, aber auch in Sachsen haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich bei Unwetter-Warnungen auf diese Naturkatastrophen vorzubereiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt Tipps, wie sich jeder vorbereiten kann.

Wer in hochwassergefährdeten Gebieten wohnt, sollte laut BBK immer auf Warnungen achten – entweder per Rundfunkdurchsage oder App. Wichtig sei es, sich schon vor einer Warnung Gedanken zu machen. Etwa wie Kranke oder hilfsbedürftige Menschen rechtzeitig weggebracht werden können. Aber auch für Haustiere sollte man sich eine Möglichkeit zur Unterbringung überlegen.

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Das solltesten Sie tun, wenn vor Hochwasser gewarnt wird
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Das solltesten Sie tun, wenn vor Hochwasser gewarnt wird
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1. Besorgen Sie zum Schutz Sandsäcke, Bretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon.
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2.Schauen Sie, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können.
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3. Bringen Sie wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, geschützteren Räume.
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4. Räumen Sie die Kellerräume aus, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können.
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Sicheren Sie den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, zum Beispiel durch Ballast oder einer Verankerung. Schalten Sie den Strom im Keller aus. Danach: den Keller meiden!
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6. Packen Sie eine Nottasche mit Dokumenten, Vorräten und warmer Kleidung.
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7. Fahren Sie Ihr Auto aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen. Bringe Haustiere in Sicherheit.
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Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 22. Juli 2021 | 05:30 Uhr

Quelle: MDR/Max Schörm
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Das solltesten Sie tun, wenn vor Hochwasser gewarnt wird
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Keller sicher machen

Kommt es dann zu einer Warnung, sollte vor allem der Keller abgedichtet werden. Wichtig: Danach den Keller wieder verlassen. Denn während einer Flutkatastrophe ist es lebensgefährlich, dort Schutz zu suchen.

Zuletzt sollte der Strom im Keller abgeschaltet werden, zur Not sogar im ganzen Haus. Dafür reicht es, die Sicherungen herauszunehmen.

Anderen helfen – aber nicht um jeden Preis

Ist das Hochwasser in den Straßen und Kellern, sollte unbedingt das Telefonnetz freigehalten werden, denn die Helfer sind darauf angewiesen. Die Notfallnummern 110 und 112 sollten nur im absoluten Notfall wie einem Unfall angerufen werden.

Fahren Sie mit dem Auto nicht durch die gefluteten Straßen, da so Schäden am Auto entstehen und diese gegebenenfalls liegen bleiben könnten. Die Fahrzeuge würden dann die Zufahrtswege für Helfer blockieren. Auch Uferbereiche sollten wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen nur bei Notfällen betreten werden.

Wichtig ist laut BBK immer: Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.

Das Aufräumen nach der Katastrophe

Bevor man mit dem Abpumpen des Wassers beginnt, sollte man darauf achten, dass sich der Grundwasserspiegel ausreichend gesenkt hat. Informationen hierzu gibt es in der Regel bei der Gemeinde. Achtet man nicht darauf, kann man die Bodenwanne des eigenen Hauses beschädigen.

Das BBK rät, Schäden zu fotografieren, um bei der Versicherung Schadensersatz geltend machen zu können. Elektrik, Heizöltanks und in besonderen Fällen die Baustatik sollten bei Zweifeln von Fachleuten überprüft werden.

Quelle: MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22. Juli 2021 | 05:30 Uhr

1 Kommentar

ElBuffo vor 4 Tagen

Das ist ja mal ganz falsch, wenn ich die Meldungen aus dem Katastrophengebiet richtig deute. Demnach hat mindestens der OB, besser der Landrat, Landesinnenminister oder im Idealfall der Bundesinnenminister persönlich zu klingeln, die Lage ausführlich zu beschreiben und den Abtransport zu gewährleisten. Eigenverantwortung? Wo kommen wir denn da hin? Auch noch selbstständig auf Unwetterwarnungen achten, wenn man in einem Risikogebiete lebt. Nee, das hat alles der Staat den Leuten abzunehmen.

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