Rettungsschwimmer Bislang über 180 tödliche Badeunfälle in diesem Jahr

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG hat Zwischenbilanz gezogen: Zwar ist die Zahl der Badetoten verglichen zum Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen, doch weiterhin hoch. Grund für den Rückgang der Zahl ist vermutlich das Wetter, das in diesem Sommer deutlich kühler ist und weniger zum Baden einlädt.

DLRG-Taucherin an einem See
Eine DLRG-Taucherin an einem See. Bildrechte: Marko Förster

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle ist in diesem Jahr leicht zurückgegangen. Nach einer vorläufigen Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG verunglückten in den ersten sieben Monaten 184 Menschen. Das waren vier weniger als 2020, als die Temperaturen im Frühjahr und Sommer höher waren.

Hauptgründe für die Todesfälle

Die meisten Todesfälle gab es an ungesicherten Gewässern wie Badeseen oder Flüssen. Dort sind in der Regel keine Rettungsschwimmer im Einsatz, anders als in Schwimmbädern oder an der Küste. Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Schwimmen unter Alkoholeinfluss gibt die DLRG als weitere Hauptgründe für das Ertrinken an. Im Geschlechtervergleich bleiben die Männer mit 79 Prozent weiterhin die Risikogruppe.

Durch Pandemie aus der Übung gekommen

Die Rettungswacht Halle sieht einen Grund auch in der Corona-Pandemie. Rettungsschwimmer Heiko Schwiegk sagte im Juli dem MDR, dass Erwachsene aus der Übung gekommen seien, und Kinder auch das Schwimmen wieder verlernen können, wenn sie nach ihrem Schwimmkurs keine weitere Möglichkeit zum Üben hätten.

Bayern führt Statistik an

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es in den ersten sieben Monaten erneut in Bayern. In Sachsen ertranken seit Jahresbeginn doppelt so viele Menschen wie im Vorjahreszeitraum – insgesamt mindestens 18. In Sachsen-Anhalt waren es acht, in Thüringen einer.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. August 2021 | 15:00 Uhr

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