Softwareprobleme Bundesweite Störung bei der Kartenzahlung

Seit Dienstag gibt es in Supermärkten und Drogerien Probleme bei der Zahlung mit Giro- und Kreditkarten. Hintergrund ist offenbar ein Softwarefehler bei Geräten des Herstellers Verifone. Probleme haben unter anderem Rossmann, Edeka und Aldi Nord. Die Rewe-Gruppe und Aldi Süd meldeten keine Störungen.

Eine Person benutzt ein Lesegerät für Kreditkarten.
Kartenlese-Geräte von Verifone hatten zuletzt bundesweit Probleme beim Zahlungsverkehr (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Westend61

Die Zahlung per Giro- oder Kreditkarte ist seit Dienstagabend teilweise gestört. Wie der Zahlungsdienstleister Payone in Frankfurt am Main mitteilte, sind bundesweit erhebliche Einschränkungen bei der Verarbeitung von Transaktionen bei Kartenzahlungsterminals des Typs H5000 des Herstellers Verifone registriert worden. Auch der Finanzdienstleister Concardis bestätigte das Problem mit dem Terminal-Typ.

Probleme mit der Software

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass betroffene Händler keinen eigenen Neustart der Geräte vornehmen sollten. Auch sollten die Geräte weiterhin an Strom und Netzwerk angeschlossen bleiben. Nur so könne der Hersteller das Problem lösen. Beide Unternehmen gaben an, dass sie mit Verifone, der Hardware-Produkte für die Zahlungsabwicklung anbietet, in Kontakt stünden und an einer Behebung des Problems arbeiteten.

Ursache der Probleme ist offenbar eine Störung innerhalb bestimmter Versionen der von dem US-Hersteller bereitgestellten Software.

Unter anderem Rossmann, Edeka und Aldi Nord betroffen

In einigen Einzelhandels-Geschäften ist Kartenzahlung damit keine Option mehr. Betroffen sind unter anderem mehrere Filialen von Aldi Nord. Der Discounter meldete, es seien teilweise keine Kartenzahlungen mehr möglich. Ähnlich äußerten sich die Drogerie-Kette Rossmann und Edeka. Zudem berichteten Kunden auch von einigen Zahlungsschwierigkeiten bei Netto, Kaufland, Lidl und dm und kritisierten, man habe volle Einkaufswagen an der Kasse stehenlassen müssen. Teilweise seien die Mitarbeiter dazu übergegangen, in den Märkten bereits vorab zu informieren, damit keine frische Ware angetaut oder mit unterbrochener Kühlkette zurückgelassen werden muss.

Nicht betroffen sind laut eigener Aussage Aldi Süd und die Rewe-Gruppe, zu der Rewe-Märkte, Penny und Toom Baumärkte gehören.

Quellen: dpa, ots (isc)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Mai 2022 | 13:00 Uhr

13 Kommentare

astrodon vor 4 Wochen

@Rychlik: Das hat nichts mit FakeNews zu tun - Geldautomaten funktionieren tatsächlich ähnlich wie Zahlungsterminals. Und wenn bei denen ein ähnliches (Software-)Problem auftreten würde, wäre die Bargeldversorgung deutlich in Mitleidenschaft gezogen.

Sachsin vor 5 Wochen

das wie die massenhafte Auslagerung in Billiglohnländer führte zu heutigen Engpässen der Globalisierung
früher hatten alle Lager und Reserven die auch heute wieder sinnvoll sind; im Kleinen die Speisekammer und im Großen die Staatsreserven

Sachsin vor 5 Wochen

stimmt lk2001 vor mir wurde Mittwoch Kassenband voll gepackt und hielt halbe Std. alles auf weil alles wieder runter musste - ich nehme seit Jahren kein Bargeld mit und konnte dann mit Handy bezahlen

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