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Die Krise trifft vor allem diejenigen, die sowieso schon wenig haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Bildrechte: IMAGO

Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung

Geringverdiener spüren Corona-Folgen

Stand: 10. Juli 2020, 17:20 Uhr

Wer wenig verdient, wird von der Krise nicht nur härter getroffen, sondern bewertet auch das Krisenmanagement schlechter. Zu dem Ergebnis kam eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Folgen der Corona-Krise bereiten den Menschen in Deutschland zunehmend finanzielle Probleme. Das zeigt eine neue Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, für die 6.300 Menschen befragt worden sind.

So gab nur knapp die Hälfte der Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro pro Monat an, mit der Anti-Krisenpolitik von Bund und Ländern zufrieden zu sein. Bei Menschen mit einem Haushaltsnetto von mehr als 3.200 Euro lag die Zustimmung hingegen bei 72 Prozent. Insgesamt sind immerhin zwei Drittel mit dem Corona-Management ihrer Regierung eher oder voll zufrieden. Allerdings halten es auch knapp 40 Prozent für möglich, dass die Pandemie "benutzt wird, um die Interessen von Reichen und Mächtigen durchzusetzen".

Krise trifft Geringverdienende härter

Menschen mit niedrigerem Einkommen sind demnach oft härter von der Krise getroffen: So haben etwa Beschäftigte, die durch Tarifverträge abgesichert sind und besser verdienen, in der Krise häufiger Kurzarbeitergeld erhalten als andere. Zudem hatten Arbeitnehmer mit niedrigeren Einkommen generell deutlich häufiger Einbußen beim Einkommen als die Besserverdienenden. Bei jenen mit maximal 1.500 Euro netto betraf das sogar 40 Prozent, bei der höchsten Gehaltsgruppe hingegen nur 22 Prozent.

Die Stiftung warnt daher vor einer Verschärfung der sozialen Ungleichheit in Deutschland durch die Corona-Krise.

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 10. Juli 2020 | 12:00 Uhr

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