Pandemie-Bekämpfung Biontech: Impfstoff bei Jugendlichen zu 100 Prozent wirksam

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt nach Angaben des Herstellers auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Wie das Unternehmen in Mainz mitteilte, soll die Zulassung für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren beantragt werden. Eine Studie habe eine 100-prozentige Wirksamkeit gezeigt.

Ein Kind bekommt eine Spritze
Das Mainzer Unternehmen Biontech/Pfizer will eine Impfstoffzulassung für jüngere Jugendliche beantragen. Bildrechte: Colourbox.de

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat bei Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren nach Unternehmensangaben in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt. Die Immunantworten der Studienteilnehmer hätten die "robusten Antikörperantworten" von geimpften 16- bis 25-Jährigen übertroffen, teilten die Unternehmen am Mittwoch in Mainz und New York mit. Die Verträglichkeit sei zudem "gut".

Daten aus Phase-Drei-Studie

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen die Daten, die aus einer zulassungsrelevanten Studie der sogenannten Phase drei mit Jugendlichen stammen, in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und der Europäischen Arzneimittelagentur EMA einreichen. In den USA und in der EU ist ihr Impfstoff bislang nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

"Sehr hohe Antikörperantworten"

Die Unternehmen sprachen von "sehr hohen Antikörperantworten" bei den Studienteilnehmern im Alter von zwölf bis 15 Jahren. Dies sei ein ermutigendes Zeichen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ziel sei es nun, Impfungen "schnellstmöglich" auf diese Altersgruppe auszuweiten.

Die beiden Firmen starteten inzwischen auch Zulassungsstudien zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren. Laut Biontech und Pfizer erhielten in der vergangenen Woche zunächst Teilnehmer im Alter zwischen fünf und elf Jahren eine erste Impfdosis. Ab kommender Woche sollen auch Teilnehmer zwischen zwei und fünf Jahren eine erste Dosis erhalten.

Quelle: AFP

Dieses Thema im Programm: 31. März 2021 | 15:00 Uhr

19 Kommentare

Altmeister 50 vor 2 Wochen

@ Alex
Der gute Job besteht darin, dass die Pharmaindustrie für ihr Produkt staatlicherseits von der Haftung freigestellt ist, während ich dies für meine Arbeit tun muss.

ElBuffo vor 2 Wochen

Nehme ich die Impfbereitschaft in beiden Ländern hinsichtlich der einheimischen Impfstoffe als Maßstab, dann ist das Vertrauen wohl nicht allzu hoch. Daneben wäre natürlich noch die Frage, wie man in solchen Ländern überhaupt untersucht und ob die Ergebnisse dann Staatsgeheimnisse oder zeitnah öffentlich sind. Die Volksrepublik hat da gleich zu Beginn eher auf Desinformation und Informationsunterdrückung gesetzt. In vielen Entwicklungsländern, wo das eingesetzt wird und es schon im Normalbetrieb eher kaum anspruchsvolle medizinische Versorgung gibt, wird man wahrscheinlich schon vor Corona gar nicht auf solche Diagnosen wie Hirnvenentrombosen gekommen sein.
Da wird soviel an wesentlich Banalerem gestorben, dass man das einfach hinnimmt ohne nochmal reinzuschauen. Da gab es vorher keine und jetzt auch nicht. Selbst hierzulande geht man von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da auch schon vor Corona nicht jeder aufgeschnitten und nach allen möglichen Todesursachen untersucht wurde.

nicht vergessen vor 2 Wochen

Und jetzt kommt die neue Afrikanische Mutation ,so schnell kann gar nicht überprüft werden, wie Sie auftauchen ,.wird schon 110 Prozent werden, Astrazenica grüßt.

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