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Warten auf die Spritze: Bald können auch Kinder unter zwölf Jahren gegen Corona geimpft werden. Bildrechte: dpa

Impfempfehlung für Fünf- bis ElfjährigeSo sollen Kinder in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt gegen Corona geimpft werden

von MDR Sachsen-Anhalt

Stand: 02. Dezember 2021, 10:27 Uhr

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt die Zulassung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab 5 Jahren. Für die Länder bedeutet das, Voraussetzungen zu schaffen, damit alle Kinder eine Impfung bekommen können, wenn sie diese brauchen – ein Überblick.

Die Voraussetzungen sind geschaffen, auch Fünf- bis Elfjährige gegen das Coronavirus zu Impfen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA erlaubt eine Impfung mit dem Biontech-Vakzin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat noch keine Empfehlung gegeben.

#MDRklärt Fünf Fragen zum Kinderimpfstoff

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. Dezember 2021 | 05:00 Uhr Bildrechte: MDR/Max Schörm

Länder bereiten sich auf Kinderimpfungen vor

Für die mitteldeutschen Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen bedeutet das, die passende Infrastruktur zu schaffen, damit alle Kinder schnell und problemlos geimpft werden können, sollte es nötig sein.

Zeit dafür haben sie nur bis Mitte Dezember. Das Bundesgesundheitsministerium hatte bisher den 20. Dezember als Auslieferungstermin für den Kinder-Impfstoff benannt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte allerdings, dass der Impfstoff schon früher geliefert werden könne. Deutschland soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in einer ersten Lieferung 2,4 Millionen Dosen bekommen.

Thüringen setzt auf Kinderärzte

In Thüringen leben laut Gesundheitsministerium rund 130.700 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Wenn für sie das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, sollen sie ihre Impfung bei Kinder- und Jugendärzten bekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf MDR-Anfrage mit. "Dazu sind wir in der Abstimmung mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben."

Sachsen plant Impfstraßen für Kinder

CoronaSIKO empfiehlt: Kinder-Impfung in Sachsen ab 5 Jahren

Auch in Sachsen setzt man ebenfalls auf Kinderärzte, um die unter Zwölfjährigen zu impfen. Zusätzlich will man aber auch ein staatliches Angebot ermöglichen. Geplant seien daher zusätzliche Impfmöglichkeiten an zentralen Orten, separat von Impfangeboten für Erwachsene. Dies könne durch extra Impfstrecken gewährleistet werden, heißt es aus dem sächsischen Sozialministerium

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt diese Impfung für unter Zwölfjährige aber zunächst nur, wenn diese einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben. Zur Risikogruppe gehören etwa Kinder mit schweren Herzerkrankungen, genetischen Erkrankungen oder Diabetes Mellitus. Etwa 220.000 Kinder sind im Freistaat zwischen fünf und zwölf Jahre alt. Wie viele sich davon impfen lassen, könne aber nicht vorhergesagt werden, so das Sozialministerium.

Petra Köpping will die Impfquote erhöhen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Durch die neue Impfgruppe sowie den "extrem hohen Infektionszahlen" geht Staatsministerin Petra Köpping (SPD) davon aus, dass die Nachfrage nach Impfungen steigt. Anfang Dezember soll die Anzahl der Impfungen auf 9.000 pro Tag gesteigert werden, später solle sie sich verdoppeln.

Unser Ziel liegt bei bis zu 20.000 Impfungen pro Tag durch staatliche Angebote.

Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Sachsen-Anhalt: Mobile Impfteams für Jugendliche in Schule

Sachsen-Anhalt hatte sich noch nicht zu den Plänen der Impfung von Kindern unter zwölf Jahren geäußert.

Das Bundesland will aber die Impfquote bei den 12- bis 17-Jährigen durch Impfangebote an Schulen verbessern. Das solle mit Hilfe der mobilen Impfteams der Landkreise passieren, sagte Kultusministerin Eva Feußner: "Anlass war auch die im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrige Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen von 30,6 Prozent. Hier wollen wir besser werden", so die Ministerin.

Trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen an Schulen sei die Lage jedoch nicht außer Kontrolle. "Wir haben Schulen, in denen die Zahlen hoch sind, ja. Aber wir haben auch Schulen ganz ohne Fälle." Insgesamt habe man die Entwicklung gut im Blick.

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MDR (Max Schörm)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 01. Dezember 2021 | 10:00 Uhr

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