Impfkampagne Stiko empfiehlt Boosterimpfung nach drei Monaten

Die neue Virusvariante Omikron breitet sich weltweit rasant aus. Zwei Impfungen scheinen Omikron nicht zu stoppen, deshalb empfiehlt die Ständige Impfkomission ab sofort für die Auffrischimpfung einen Abstand von nur noch mindestens drei Monaten. Ältere oder vorerkrankte Personen sollen dabei priorisiert werden. Die Stiko geht davon aus, dass durch eine frühere Auffrischimpfung schwere Verläufe vermieden werden können.

Ein Apotheker bereitet eine Spritze mit einer Dosis des Impfstoffs von Moderna vor bei einer Impfaktion in der Zentrale des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Rheinland-Pfalz.
Bei der Auffrischimpfung sollen besonders ältere und vorerkrankte Personen bevorzugt werden. Bildrechte: dpa

Die Ständige Impfkommission (Stiko) ebnet angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante den Weg für frühere Auffrischimpfungen gegen Covid-19. Sie empfiehlt nun ab sofort für den Booster einen Abstand von nur noch mindestens drei Monaten, wie die beim Robert Koch-Institut angesiedelte Stiko am Dienstag mitteilte.

Ältere oder vorerkrankte Personen sollten dabei bevorzugt werden. Bisher hatte die Stiko allen Menschen ab 18 Jahren eine Auffrischimpfung im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfdosis der Grundimmunisierung empfohlen. Durch die Verkürzung des Abstands solle der Schutz vor schwerer Erkrankung bei einer Omikron-Infektion und auch die Verbreitung der Variante vermindert werden.

Omikron könnte Infektionsgeschehen bald bestimmen

Die Stiko geht davon aus, dass Omikron das Infektionsgeschehen in Deutschland "innerhalb kürzester Zeit" bestimmen wird. Der Impfschutz gegen diese Variante ist nach ersten Studiendaten nach nur zwei Impfungen aber deutlich geringer. Schon drei bis vier Monate nach der Grundimmunisierung nimmt er laut Stiko signifikant ab, steigt nach einem Booster aber wieder deutlich an.

"Es ist derzeit davon auszugehen, dass durch eine Auffrischimpfung auch der Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen nach Infektion mit der Omikron-Variante zunimmt." Zur Schutzdauer nach dem Booster könnten bei der Omikron-Variante wegen der eingeschränkten Datenlage aber noch keine Aussagen getroffen werden.

Reuters (phb)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 21. Dezember 2021 | 15:00 Uhr

63 Kommentare

AlexLeipzig vor 21 Wochen

O.B., das stimmt doch einfach gar nicht, warum verdrehen Sie alles?? Die ersten Leute standen maximal ne halbe Stunde an, weil sie 9.30 Uhr kamen und es 10.00 Uhr losging. Ab 11.30 Uhr war gähnende Leere. War das pünktliche Mittagessen wohl wichtiger...???

O.B. vor 21 Wochen

Alex, weil man Artikel liest das man 4 Std ansteht 🤷‍♂️. Und wenn 200 Dosen da waren wird der ein oder andere wohl gedacht haben bekomm eh keine, voll da. Wer weiß!?

AlexLeipzig vor 21 Wochen

Also ich wäre auch dafür. Die 10 Euro gehen als Selbstbeteiligung an die Krankenhäuser. Und wer sich ohne Kontraindikation nicht impfen lässt, zahlt im Erkrankungsfall 10% Eigenbeteiligung an den Behandlungskosten.

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