Impfung gegen Covid-19 Virologe Kekulé hält flächendeckende Kinder-Impfung nicht für notwendig

Der Virologe Alexander Kekulé hält es nicht für notwendig, alle Kinder "auf Teufel komm raus" gegen Covid-19 zu impfen. Die Eltern müssten selbst entscheiden können, was sie machen wollten. Zudem werde der Impfdruck ab Sommer sinken. Kekulé betonte außerdem, dass es sich bei der derzeitigen Impfaktion um ein "Weltexperiment" handele.

Der Virologe Alexander Kekulé hält es nicht für zwingend notwendig, flächendeckend alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren gegen Covid-19 zu impfen. Im Podcast Corona-Kompass von MDR AKTUELL sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg: "Ich bin eben dafür, dass man diese Diskussion einfach mal offen führt." Die Eltern müssten selbst entscheiden können, was sie machen wollten.

Druck ab Sommer nicht mehr so hoch

Kekulé sagte weiter, wenn die Risikogruppen und die restliche Gesellschaft im Sommer immun seien, was ja das Ziel der Impfaktion sei, halte er den Druck, die Schüler zu impfen, nicht mehr für so hoch. Zudem glaube er, dass eine vollständige Elimination des aktuellen Coronavirus und seiner Varianten eine Illusion sei. "Das ist meines Erachtens ein nicht erreichbares Ziel", sagte der Wissenschaftler. Nach seiner Einschätzung könne man nur einen "Kontrollzustand" erreichen, bei dem man eine gewisse Zahl an Infektionen einfach in Kauf nehme. "Und dann müssen wir natürlich nicht auf Teufel komm raus alle Kinder bis zum Alter von null an durchimpfen."

Noch nie Pandemie durch Impfung beendet

Der Forscher wies zugleich darauf hin, dass es für die aktuelle Situation keine Erfahrungswerte gibt. Noch nie habe man eine Pandemie durch Impfung beendet und einen neuen Impfstoff, der auf einem neuen Wirkprinzip beruhe, global in allen Altersgruppen eingesetzt. Kekulé betonte: "Das ist ein Weltexperiment, ein historisches Experiment seit Entstehung des Homo Sapiens."

Quelle: MDR AKTUELL

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