Coronavirus-Pandemie Corona-Lage: Fast 40 Länder von Hochrisiko-Liste gestrichen

Die Bundesregierung streicht fast 40 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Gesundheitsminister Lauterbach wirbt für Vorbereitungen für den Herbst. Die Impf-Kampagne kommt nur noch langsam vorwärts. Die Corona-Lage am Freitag.

Kirche San Giovanni e Paolo Venedig
Venedig zählt zu den beliebtesten Touristenzielen in Italien. Ab Sonntag fällt Italien neben zahlreichen anderen Ländern aus der Liste der Corona-Hochrisikogebiete Bildrechte: IMAGO

16:24 Uhr | Fast 40 Länder von Hochrisiko-Liste gestrichen

Die Bundesregierung streicht fast 40 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Darunter sind EU-Staaten wie Italien, Polen, Belgien, Luxemburg, Schweden und Ungarn. Auch Australien und Argentinien sowie die meisten Balkanländer stehen ab Sonntag nicht mehr auf der Liste. Für Reisende, die aus diesen Ländern kommen, erleichtert sich damit die Rückkehr nach Deutschland.

15:36 Uhr | Impf-Fortschritt nur noch sehr langsam

Das zu Weihnachten von der Bundesregierung angepeilte Ziel von 30 Millionen weiteren Corona-Impfungen wird offenbar erst Anfang April erreicht. Davon geht der Leiter des Krisenstabs, Generalmajor Carsten Breuer, aus. Ursprünglich war das Ziel für Ende Januar ausgerufen worden. Breuer sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", vor Weihnachten seien täglich rund 1,6 Millionen Menschen geimpft worden. Diesen Schwung habe man aber nicht aufrechterhalten können. Dem Robert Koch-Institut zufolge wurden am Donnerstag rund 149.000 Corona-Impfungen verabreicht.

Deutschlandweit gelten derzeit 75 Prozent als grundimmunisiert, eine Auffrischungsimpfung haben nach RKI-Daten 57 Prozent erhalten. Sachsen hat mit knapp 64 Prozent die geringste Quote an Grundimmunisierten, in Thüringen sind es knapp 70 Prozent, in Sachsen-Anhalt 73 Prozent.

15:15 Uhr | Infektionen bei Schülern in Sachsen-Anhalt nach Winterferien gesunken

In Sachsen-Anhalt ist in der ersten Schulwoche nach den Winterferien die Zahl der mit Corona infizierten Schülerinnen und Schüler gesunken. Nach einer Statistik des Bildungsministeriums waren am Donnerstag 6.700 von rund 182.600 Schülern nachweislich mit Corona infiziert. Das entspreche rund 3,5 Prozent. Vor den Ferien lag der Anteil der Infektionsfälle bei gut fünf Prozent. Unter den Lehrkräften stieg dagegen der Anteil an Infektionen etwas von zuletzt 4,3 auf nun 4,45 Prozent.

Update 13:18 Uhr | Lauterbach: Vorbereitungen für den Herbst wichtig

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat dafür geworben, sich auf den kommenden Herbst vorzubereiten. Im künftigen Infektionsschutzgesetz wolle er daher eine Sonderregelung für Corona-Hotspots festschreiben, sagte der SPD-Politiker. Damit sollten weiterreichende Schutzmaßnahmen möglich sein. Nach dem Auslaufen der bisherigen Regeln am 20. März sollten die Länder nur noch Basisschutzmaßnahmen wie Maskentragen, Abstandhalten und Hygienevorschriften anordnen können. Zudem äußerte Lauterbach die Hoffnung, dass die verschiedenen Anträge für eine Impfpflicht doch noch zusammengebracht werden könnten.

Der Minister, der auch Epidemiologe ist, betonte, er kenne keinen renommierten Wissenschaftler, der sage, im Herbst sei nach zweieinhalb Jahren Pandemie "alles vorbei". Es dürfe nicht wieder zu einer Situation kommen, bei der "wir uns gegenseitig beschuldigen und wieder Einschränkungen beschließen müssen", sagte Lauterbach.

12:14 Uhr | RKI: Corona-Situation weiterhin ernst nehmen

Das Robert Koch-Institut sieht Deutschland aktuell im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf einem guten Weg. Präsident Lothar Wieler sagte in Berlin, die Fallzahlen gingen stetig zurück. Das sei eine gute Nachricht. Sie blieben aber auf einem sehr hohen Niveau. Bei den Todesfällen seien die Zahlen zuletzt sogar wieder etwas angestiegen. Man müsse die Situation weiterhin ernst nehmen.

Mit Blick auf den in Deutschland neu verfügbaren Novavax-Impfstoff zeigte sich Wieler optimistisch. Er hoffe, dass dieser Impfstoff ein Anreiz für viele Unentschlossene sei, sich doch noch impfen zu lassen.

10:30 Uhr | Buschmann skeptisch wegen Impfpflicht für den Herbst

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) äußert Zweifel an der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Sollten wir im Herbst oder Winter ein Problem haben, würde dies nicht automatisch bedeuten, dass wir es mit Impfpflicht nicht gehabt hätten", sagt Buschmann dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Schließlich wisse man nicht, mit welchen Varianten man es dann zu tun habe und ob die jetzt verfügbaren Impfstoffe dann auch wirken werden.

Deshalb wird die Logik, man müsse jetzt einfach irgendetwas tun, damit einem im Herbst nicht ein Vorwurf gemacht wird, der Lage nicht gerecht.

Bundesjustizminister Marco Buschmann

09:25 Uhr | Niederlande streicht fast alle Maßnahmen

In den Niederlanden fallen ab heute weitere Corona-Vorschriften weg: So wird der Gesundheitspass abgeschafft, mit dem die Bürger bisher nachweisen mussten, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Die Abstands- und Maskenpflicht gilt nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Bahnhöfen und Flughäfen. Außerdem dürfen Bars und Nachtclubs wieder ohne Beschränkungen öffnen. Die Einreiseverbote für mehrere Nicht-EU-Länder fallen weg. Reisende aus EU-Ländern müssen jedoch weiterhin einen Impfnachweis oder einen negativen Test vorlegen.

08:40 Uhr | Verteilung von Novavax-Impfstoff startet heute

An diesem Freitag soll der Corona-Impfstoff vom Hersteller Novavax an die Länder ausgeliefert oder von ihnen abgeholt werden können. Das kündigte das Gesundheitsministerium an. Die ersten Lieferungen waren am Donnerstag bei der Bundeswehrapotheke der Artlandkaserne in Quakenbrück eingegangen. Vorgesehen ist, dass er vorerst nur an die Länder geht und noch nicht an Arztpraxen. Die erste Lieferung sollte 1,4 Millionen Dosen umfassen. Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für manche sein könnte, die sich nicht mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna impfen ließen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren.

Was unterscheidet den neuen Corona-Impfstoff Novavax von den bisherigen? 1 min
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1 min

Der neue Corona Impfstoff Novavax unterscheidet sich in einigen Punkten von den bisher genutzten mRNA-Wirkstoffen.

Di 22.02.2022 11:54Uhr 00:30 min

https://www.mdr.de/nachrichten/app-aktuell/video-599732.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

In den beiden Weimarer Impfzentren wird am Montag erstmals das Vakzin Novavax verimpft. Die Termine sind zunächst medizinischem Personal und anderen Berufsgruppen kritischer Infrastruktur vorbehalten, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Ein Nachweis sei erforderlich, heißt es auf der Internetseite des Thüringer Impfportals.

08:10 Uhr | Corona-Pandemie reißt weniger tiefe Löcher in Staatshaushalt

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr weniger tiefe Löcher in den Staatshaushalt gerissen als zunächst angenommen. Das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen lag bezogen auf die Wirtschaftsleistung bei 3,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung hatte die Wiesbadener Behörde das Minus auf 4,3 Prozent beziffert.

06:00 Uhr | Die Corona-Lage am Freitag, 25. Februar 2022

Guten Morgen, in unserem Überblick halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Februar 2022 | 06:00 Uhr

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