DWD-Bilanz Fast 40 Prozent mehr Niederschlag im Juli

In Deutschland hat es in diesem Juli deutlich mehr geregnet als üblich. Starkregen sorgte in einigen Regionen für Überschemmungen, in anderen war es dennoch sehr trocken wie in der Magdeburger Börde. Bei den Temperaturen blieb der Juli hinter dem Juni zurück – und der Westen hinter dem Osten.

Weitgehend überflutet ist das Dorf Insul in Rheinland-Pfalz
Überfluteter Ort Insul in Rheinland-Pfalz. Bildrechte: dpa

In Deutschland hat es in diesem Juli deutlich mehr geregnet als üblich. Das meldete der Deutsche Wetterdienst in Offenbach. Demnach fielen bundesweit im Mittel rund 110 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das seien knapp 40 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Plus noch bei fast 25 Prozent.

Besonders hob der DWD die Starkregenfälle hervor, die in einigen Regionen für Überflutungen gesorgt hatten. Dagegen zeichneten die Messstationen in der Magdeburger Börde weniger als 20 Liter auf. Mit Blick auf die Temperaturen blieb der Juli laut DWD-Bilanz hinter dem Vormonat Juni zurück. Hochsommerliche Werte wurden demnach vor allem in Ostdeutschland erreicht.

Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen nass und warm

Trotz der Trockenheit in der Börde, war der Monat insgesamt in Sachsen-Anhalt zu nass – und gleichzeitig zu warm. Laut DWD lag die Mitteltemperatur mit 19,1 Grad gut über dem Langzeitschnitt von 17,6 Grad. Mit 70 Litern je Quadratmeter gab es verglichen mit den 52 Litern des langjährigen Mittelwertes zu viel Niederschlag.

In Thüringen fiel der Juli kühler aus als in den meisten anderen Bundesländern. Dem DWD zufolge war Thüringen mit 17,7 Grad das zweitkühlste Bundesland. Verglichen mit dem langjährigen Mittel von 16,4 Grad war es aber dennoch zu warm. Die 105 Liter je Quadratmeter Niederschlag lagen deutlich über dem Langzeitschnitt von 63 Litern. Die Sonne ließ sich nur etwa 180 Stunden blicken. Das langjährige Mittel liegt bei 205 Stunden.

Auch in Sachsen zeigte sich der Juli zu nass und im Durchschnitt zu warm. Wie der DWD mitteilte, war es mit 125 Liter je Quadratmeter verglichen mit den 69 Litern des langjährigen Mittelwertes viel zu feucht. Im Erzgebirge wurden teilweise sogar mehr als 200 Liter je Quadratmeter gemessen. Die Mitteltemperatur lag mit 18,4 Grad noch gut einen Grad über dem Langzeitschnitt von 17,5 Grad. In Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge war es mit 4,3 Grad am 21. Juli deutschlandweit am kältesten. Die Sonne schien an rund 200 Stunden. Das Mittel liegt bei 210 Stunden.

Quelle: dpa, AFP

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Juli 2021 | 14:00 Uhr

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