Ransomware Tatverdächtiger Cyber-Erpresser ermittelt

Deutsche Behörden haben einen mutmaßlichen Drahtzieher hinter der Schadsoftware "REvil" ermittelt. Das berichten der Bayerische Rundfunk und Zeit Online und berufen sich auf das LKA Baden-Württemberg. Bei "REvil" handelt es sich um eines der berüchtigtsten Programme für digitale Erpressung.

Ransomware - Hacker - Schadsoftware
Deutsche Behörden haben einen mutmaßlichen Drahtzieher einer verbreiteten Erpressungs-Software ermittelt. Bildrechte: imago images/Westend61

Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg haben nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) und von Zeit Online einen mutmaßlichen Drahtzieher hinter der Schadsoftware "REvil" ermittelt. Bei der Software handelt es sich den Berichten vom Donnerstag zufolge um eines der berüchtigtsten Programme für Ransomware-Angriffe.

Krankenhäuser und mittelständische Unternehmen betroffen

In Deutschland seien unter anderem das Staatstheater Stuttgart, mehrere mittelständische Unternehmen und auch Krankenhäuser davon betroffen.

Ransomware Bei Ransomware, auch als Erpressungstrojaner bekannt, handelt es sich um eingeschleuste Software, die Computer und andere Systeme blockiert. Anschließend werden die Betreiber erpresst, damit die Systeme wieder freigeschaltet werden. In dem Begriff steckt das englische Wort für Lösegeld ("ransom").

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen russischen Staatsbürger handeln, der in Süddeutschland lebt. Er soll nach Ansicht der Ermittler "zweifelsfrei" der Kerngruppe von "REvil" und deren mutmaßlichem Vorgänger "Gandcrab" angehören.

Reporter des BR und von Zeit Online hätten Anhaltspunkte dafür gefunden, dass der Verdächtige Geld erhalten habe, das direkt aus Ransomware-Fällen stammen soll. Solange er sich in Russland aufhält, könne er allerdings nicht von deutschen Strafverfolgern festgenommen werden. 

MDR AKTUELL(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Oktober 2021 | 07:30 Uhr

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