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Nach Dutzenden Zentimeter Neuschnee ist vielerorts der Verkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Extremwetter

Die kälteste Nacht: Bis minus 26,7 Grad in Mitteldeutschland

Stand: 10. Februar 2021, 11:40 Uhr

In keinem Bundesland war es in der Nacht zu Mittwoch flächendeckend so kalt, wie in Thüringen. Den deutschlandweiten Rekord knackte allerdings ein Ort in einem anderen Bundesland. Mindestens bis nächsten Mittwoch ist auch noch mit empfindlichen Minusgraden zu rechnen. Die Verkehrslage bleibt angespannt. Die Polizei warnt vor glatten Straßen.

In Thüringen lagen die Temperaturen nach Informationen des MDR-Wetterstudios im gesamten Bundesland in der Nacht zu Mittwoch bei unter minus 20 Grad. Damit war es flächendeckend das kälteste Land in Deutschland. Die kälteste Nacht erlebte allerdings der Ort Wetze in Süd-Niedersachsen. Dort fiel die Temperatur auf minus 27,1 Grad.

Im europäischen Vergleich meldete Finnland mit minus 34 Grad die Tiefstwerte, Südspanien hingegen frühlingshafte 15 Grad.

Kälterekorde in Mitteldeutschland geknackt

In allen drei mitteldeutschen Ländern wurden die bisherigen Kälterekorde aus diesem Winter gebrochen. In Sachsen wurde der bisherige Tiefstwert mit minus 22,2 Grad am 18. Januar erreicht. In der vergangenen Nacht wurden am selben Ort, in Marienberg-Kühnhaide, minus 25,7 Grad gemessen. In Sachsen-Anhalt erlebte Bad Lauchstädt mit minus 21,9 grad die bisher kälteste Nacht des Jahres. Zuvor waren am 17. Januar in Harzgerode minus 13,6 Grad gemessen worden. Auch Thüringen konnte seinen Kälterekord locker brechen: Am 11. Janaur wurden in Kaltennordheim minus 16,2 Grad gemessen. In der vergangenen Nacht fielen die Werte auf dem Thermometer nochmal um 10 Grad. In Mühlhausen lag die Temperatur bei minus 26,7 Grad.

Auch in den kommenden Tagen bleibt es kalt. Bis nächsten Mittwoch muss mit Dauerfrost gerechnet werden. Je nach Wettermodell können wir uns bis Ende Februar noch durchgehend auf Frostnächte einstellen. Ob es auch tagsüber so frostig bleibt, ist nach Angaben des MDR-Wetterstudios schwer einzuschätzen. Das hänge ganz von der Lage eines Hochdruckgebiets über Russland ab.

Verkehrslage weiter angespannt

Die Lage auf den Straßen und Schienen in Mitteldeutschland bleibt trotz schrittweiser Normalisierung schwierig. Von Autobahnen und Bundesstraßen werden noch immer Staus und stockender Verkehr gemeldet.

Beispielsweise war seit der Nacht zu Dienstag die A9 zwischen Vockerode und Coswig in Richtung Berlin gesperrt. Inzwischen in die Strecke wieder befahrbar. An vielen Stellen, unter anderem auf der A14 in Sachsen und der A38 in Thüringen, stellten sich in der Nacht Lastwagen quer. Auch andere Fahrzeuge blieben liegen. Die Polizei warnt vielerorts vor glatten Straßen.

Verkehrseinschränkungen auf der Schiene

Auch bei der Deutschen Bahn gibt es weiterhin Einschränkungen. So fahren derzeit von Dresden aus keine Fernzüge Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln.

Der Leipziger Hauptbahnhof wird nach Angaben der Bahn ab Mittwoch zwar wieder von einzelnen Fernverkehrszügen angefahren. Reisende werden aber auch gebeten, nach Halle zu fahren und von dort eine S-Bahn zu nehmen.

Der Nahverkehrs-Anbieter Abellio erklärte, mehrere Strecken seien inzwischen wieder befahrbar, so von Leipzig nach Erfurt und von Halle nach Saalfeld. Auf vielen weiteren Strecken rollten die Bahnen aber auch am Mittwochmorgen noch nicht.

Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben sind inzwischen mehrere Bus- und Straßenbahnlinien wieder in Betrieb, ebenso in Magdeburg und im Landkreis Greiz. Vielerorts gibt es aber nach wie vor nur einen Notbetrieb.

Mittellandkanal gesperrt

Der Wintereinbruch wirkt sich auch auf die Schifffahrt aus. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt mitteilte, werden der Mittellandkanal und der Elbe-Seitenkanal ab Mittwochabend gesperrt. Die Eisbrecher dort würden vorsichtshalber auf die Weser abgezogen, um Eisschollen vor Wehren zu brechen. Sobald sich die Eissituation entspanne, sollten die Kanäle wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden.

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 09. Februar 2021 | 13:30 Uhr

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