Europameisterschaft Fußball-EM: Das gilt beim Public Viewing

Um ein Jahr hat die Pandemie die Fußball-EM der Männer verzögert. Nun machen sinkende Infektionszahlen und immer mehr Impfungen wieder einiges möglich. Auch Public Viewing ist unter Auflagen erlaubt. Ein Überblick, was in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt.

Polizisten patrouillieren vor der Allianz Arena.
In insgesamt elf Städten wird die diesjährige Fußball-EM der Männer ausgetragen, darunter in München. Hier sind rund 14.000 Fans pro Spiel zugelassen - regulär fasst das Stadion gut 75.000 Plätze. Bildrechte: dpa

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Zum Auftakt der Fußball-EM gibt es bundesweit nur noch wenige Kommunen mit einer Inzidenz über 50. Public Viewing wird damit zwar immer noch anders ablaufen als unter normalen Bedingungen – einiges ist aber inzwischen wieder möglich. Auch in Mitteldeutschland hat sich das Infektionsgeschehen deutlich entspannt: Die höchste Inzidenz hatte am Freitag der Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen mit 62 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Über der Marke von 35 lagen ansonsten nur noch Hildburghausen (49), Sonneberg (45) und Gotha (36).

Grundsätzlich darf die Gastronomie ihre Außenbereiche für Gäste öffnen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt. Bei schwankenden Werten zwischen 50 und 100 ist dafür ein tagesaktuelles negatives Covid-19-Testergebnis nötig. In einigen Regionen darf inzwischen auch wieder die Innengastronomie öffnen. Zudem sind bei einer Inzidenz unter 35 private Treffen von bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt. Dabei gelten Paare als ein Haushalt, Kinder bis 14 Jahre sowie genesene und vollständig geimpfte Personen werden nicht mitgezählt.

Sachsen

Ein eigenes Public Viewing richten dieses Jahr weder Dresden, Leipzig noch Chemnitz aus. Auch für größere Event-Veranstalter ist es eher schwierig, angesichts der kurzfristigen Lockerungen noch etwas auf die Beine zu stellen. Spontaner sind dagegen Kneipen und Restaurants, die vielerorts Leinwände oder Fernseher aufgestellt haben. Je nach regionaler Inzidenz können die Gastronomen ihre Gäste mit entsprechendem Hygienekonzept empfangen.

Bei einer Inzidenz unter 35 sind grundsätzlich Feiern mit bis zu 50 Personen erlaubt. Gastronomische Betriebe dürfen bereits bei einer Inzidenz unter 50 auch den Innenbereich öffnen. Dabei muss die Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein und bei Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sind tagesaktuelle negative Corona-Tests nötig. Bei einer Inzidenz unter 35 entfallen für den Außenbereich Testpflicht und Kontakterfassung.

Sachsen-Anhalt

Die Gastronomie in Sachsen-Anhalt darf grundsätzlich Außen- und Innenbereiche von 6 bis 22 Uhr öffnen. Dabei müssen die Kontaktnachverfolgung, allgemeine Hygieneregeln und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen verschiedener Tische gewährleistet sein. In geschlossenen Räumen gilt zudem eine Begrenzung von höchstens einer Person pro 2,5 Quadratmeter. Generell müssen Gäste ab sieben Jahren einen Nachweis über einen negativen Test, den vollständigen Impfschutz oder eine Genesung vorlegen.

Bei einer Inzidenz unter 35 dürfen Restaurants und Kneipen ohne zeitliche Begrenzung öffnen und für die Außenbereiche entfällt die Testpflicht. Die Stadt Halle hat zudem eine Allgemeinverfügung erlassen, die für eine öffentliche Direktübertragung von EM-Spielen eine verlängerte Öffnung auf den Freiflächen erlaubt. Diese gilt bis 60 Minuten nach Spielende.

Thüringen

Auch in Thüringen ist Public Viewing zur EM je nach Inzidenz im Freien oder auch in geschlossenen Rumen erlaubt. Für eine Öffnung der Außengastronomie muss die Inzidenz jeweils unter 100 liegen und die Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein. Ab einer Inzidenz von höchstens 50 dürfen auch die Innenbereiche öffnen – Voraussetzung sind negative Corona-Tests und die Kontaktnachverfolgung. Bei einer Inzidenz von höchstens 35 entfällt die Testpflicht vollständig, die Kontaktnachverfolgung für die Außenbereiche. Anträge für Veranstaltungen müssen bei den Kommunen gestellt werden.

Das Gesundheitsministerium betonte jedoch, Veranstaltern, Gastronomen und Fußballfans sollte bewusst sein, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist. Trotz niedriger Inzidenzen bestehe weiterhin ein Infektionsrisiko. Die Menschen sollten sich verantwortungsbewusst verhalten, um sich und andere zu schützen.

Quelle: MDR/dpa/Landesverordnungen

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Juni 2021 | 12:00 Uhr

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