Nach der Flut Ahrtal: Helfer dürfen wieder ins Katastrophengebiet

Freiwillige Fluthelfer dürfen wieder in das Hochwasser-Katastrophengebiet im Ahrtal reisen. Zuvor hatten Behörden die Helfer gebeten, wegen verstopfter Straßen und erneuter Unwetter das Gebiet zu verlassen bzw. zu Hause zu bleiben. Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt hat mitgeteilt, dass weitere Helfer auf dem Weg nach Rheinland-Pfalz sind.

Anwohner des Ortsteils Blessem und Helfer räumen Sperrmüll aus den Häusern auf die Straße
Im Erftstädter Ortsteil Blessem räumen Anwohner und Helfer Sperrmüll aus den Häusern. Bildrechte: dpa

Freiwillige Helfer dürfen Behörden zufolge ab heute wieder in das Krisengebiet im Ahrtal. Wie die Leiterin des Katastrophenschutzstabs, Begoña Hermann, erklärte, sollten die Freiwilligen die Shuttlebusse einer privaten Initiative für die Anfahrt nutzen.

Begoña Hermann
Begoña Hermann, Krisenstabsleiterin Bildrechte: dpa

Jeder Helfer ist nicht nur erwünscht, sondern wird auch dringend gebraucht.

Begoña Hermann

Gestern hatten die Behörden die Fluthelfer zunächst aufgefordert, die Region zu verlassen bzw. nicht anzureisen. Grund waren die drohenden starken Regenfälle, vor denen der Deutsche Wetterdienst gewarnt hatte und die verstopften Straßen rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Sperrmüll muss weg

Im Katastrophengebiet an der Ahr wird derzeit tonnenweise Unrat abtransportiert. Wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD mitteilte, sollen Entsorgungsfirmen den Sperrmüll mit Hilfe von Landwirten auf Deponien bringen.

Ein riesiger Haufen mit Sperrmüll liegt am Rande der Gemeinde Insul im Ahrtal
Bei der Gemeinde Insul im Ahrtal gehen die Aufräumarbeiten voran. Bildrechte: dpa

Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz in Bad Neuenahr-Ahrweiler sagte, deswegen sei der Individualverkehr bis einschließlich Montag weitgehend untersagt. Die Müllfahrzeuge sollten freie Fahrt haben. "Nur wenn der Unrat schnellstmöglicht aus den betroffnen Gebieten entfernt wird, können wir die Infrastruktur Stück für Stück wieder herstellen und mögliche Gesundheitsgefahren durch Müllablagerung eliminieren". Der Abtransport soll auch über die A61 laufen. Dort müssen Autofahrer mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.

Helfer aus Sachsen-Anhalt auf dem Weg

Wie das Deutsche Rote Kreuz Sachsen-Anhalt mitteilte, sind weitere Helfer alarmiert worden, um in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz zu helfen. Die 18 Helfer machten sich den Angaben zufolge mit acht Krankentransportwagen und einem Rettungswagen auf den Weg.

Vor Ort sollen die Ehrenamtlichen die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte übernehmen und sich um verletzte Helfende kümmern, aber auch vom Hochwasser betroffene Personen transportieren. Bereits am Mittwoch hatte das Rote Kreuz zehn Helfer in das Flutgebiet geschickt.

Quelle: MDR, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Juli 2021 | 17:30 Uhr

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