Erster Herbststurm Sturmtief "Ignatz" ist abgezogen – jetzt folgt ein Hoch

Der erste Herbststurm ist abgezogen. Bei der Bahn sind fast alle Strecken wieder freigeräumt. Am Donnerstag waren Tausende Haushalte in Mitteldeutschland ohne Strom geblieben, auch hier sind wieder fast alle Ausfälle behoben. Nun steht ein Hoch an, das am Sonntag Sonne bringen wird.

Ein umgestürzter Baum blockiert den Verkehr.
Die Feuerwehr der Harzstadt Thale beseitigt einen umgestürzten Baum. Bildrechte: Feuerwehr Stadt Thale

Nach dem Herbststurm "Ignatz" hat sich die Lage in Mitteldeutschland erst einmal wieder beruhigt. Wie die Thüringer Energienetze-Gesellschaft mitteilte, sind alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. Vom Stromausfall waren am Donnerstag rund 20.000 Haushalte in Thüringen sowie 55.000 Kunden von Envia-M betroffen.

Die SachsenNetze Dresden teilten am Freitag mit, dass der größte Teil der Stromausfälle habe behoben werden können. Noch immer seien aber Mitarbeiter unterwegs, um Restprobleme zu beseitigen.

Bahnverkehr verläuft weitestgehend planmäßig

Bei der Bahn hatte es am Freitagmorgen noch vereinzelt Zugausfälle und Verspätungen gegeben. Mittlerweile hat sich der Zugverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn wieder normalisiert und die Züge fahren wieder. Vielerorts hinterließ der Herbststurm schwere Schäden. In Sachsen-Anhalt wurden drei Menschen verletzt, in Sachsen einer. Wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Dachteile mussten die Feuerwehren zu Hunderten Einsätzen ausrücken.

Die Forstämter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen warnen dringend vor dem Betreten der Wälder. Auch in der nächsten Zeit könnten angebrochene Äste herabfallen und entwurzelte Bäume umstürzen, erklärten sie. Das Betreten der Wälder könne deshalb lebensgefährlich sein.

Lokführer in Templin stirbt durch herabstürzenden Ast

Im brandenburgischen Templin starb ein Lokführer. Nach Angaben der Polizei hatte er am Donnerstag seine Regionalbahn gestoppt, um auf den Gleisen liegende Äste zu beseitigen, die ihn an der Weiterfahrt hinderten. Dabei sei er von einem herabstürzenden Ast getroffen und schwer verletzt worden. Der 50-Jährige sei am Freitagmorgen im Krankenhaus gestorben.

Nach Sturm folgt ein Hoch

Der erste Herbststurm hatte vor allem in der Mitte Deutschlands gewütet. Laut Deutschem Wetterdienst waren am Donnerstag auf dem Brocken Windgeschwindigkeiten um die 150 Kilometer pro Stunde gemessen worden. Auch am Freitag hatte es mancherorts Sturmböen gegeben.

Am Wochenende wird es deutlich freundlicher. Das Hoch "Quedlinburga" sorgt sogar für Sonnenschein - vor allem am Sonntag. Die Temperaturen bewegen sich dann zwischen 11 und 15 Grad.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Oktober 2021 | 07:00 Uhr

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