Hochwasserkatastrophe Bericht: Zwei Milliarden Euro Schaden bei Verkehr

Noch ist der Schaden nach der Hochwasserkatastrophe in mehreren Bundesländern noch nicht zu bemessen. Das Verkehrsministerium nennt Berichten zufolge eine erste Zahl.

Überschwemmte Straßen und Wohngebite in Ahrweiler und Ahrtal.
Allein an Straßen und Schienen entstand ein Schaden von zwei Milliarden Euro. Bildrechte: Polizei Thüringen

Das Bundesverkehrsministerium schätzte einem Medienbericht zufolge die Schäden durch die Hochwasser-Katastrophe allein bei Bahn und Straße auf zwei Milliarden Euro.

1,3 Milliarden Euro Schaden an Gleisen und Bahnhöfen

Wie die "Bild"-Zeitung und die Nachrichtenagentur DPA übereinstimmend berichten, sollen allein im Schienennetz der Deutschen Bahn und an den Bahnhöfen Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro entstanden sein. Es seien viele Strecken betroffen und teils bis zu 25 Kilometer Länge von den Wassermassen unterspült worden. Auf den Straßen und Autobahnen gingen die Schäden den internen Erhebungen zufolge in den Bereich von mehreren hundert Millionen Euro.

Bund und Länder planen Aufbaufonds

Unterdessen planen Bund und Länder für Hochwasser-Betroffene nicht nur Soforthilfen, sondern auch Unterstützung beim späteren Wiederaufbau. Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, soll neben schnellen Hilfen von rund 400 Millionen Euro zusätzlich ein Aufbaufonds entstehen. Über die Höhe der Mittel im Fonds würden Bund und Länder verhandeln, wenn die entstandenen Schäden eingeschätzt werden könnten.

Sofortpaket noch in dieser Woche im Kabinett

Das 400-Millionen-Euro Sofortpaket solle zur Hälfte von der Bundesregierung und zur anderen Hälfte von den betroffenen Ländern getragen werden. Als zusätzliche Entlastung sei geplant, dass der Bund die Einsatzkosten von Bundespolizei, Technischem Hilfswerk und Bevölkerungsschutz sowie der Bundeswehr erlässt. Das Hilfspaket wird Mittwoch im Kabinett beraten.

Zahl der Todesopfer auf mehr als 160 gestiegen

Bei der Unwetterkatastrophe sind in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen.Die Lage hat sich inzwischen stabilisiert. Die Aufräumarbeiten schritten am Montag voran. In allen Gebieten versuchten die Retter, sich angesichts des sich zurückziehenden Wassers ein umfassenderes Lagebild zu machen. Noch immer werden allerdings zahlreiche Menschen vermisst. Die Polizei in Koblenz kündigte an, zusammen mit Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und weiteren Rettern das Hochwassergelände nochmals abzusuchen.

Quelle: DPA, AFP

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Juli 2021 | 21:00 Uhr

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