Nach Kälteeinbruch Mehrere Unfälle durch Glatteis

Das einsetzende Tauwetter hat vielerorts für glatte Straßen und Blitzeis gesorgt. Auf mehreren Autobahnen ereigneten sich Unfälle. Glatteis-Warnungen wurden inzwischen wieder aufgehoben.

Blitzeis im Erzgebirge
Wenn Regen auf frostige Böden fällt, gefriert er. Es entsteht Blitzeis. Bildrechte: MDR/Bernd März

Der Deutsche Wetterdienst hat seine amtliche Unwetterwarnung wegen Glatteis in Sachsen aufgehoben. Bis Dienstagmittag hatte die Warnung für Dresden, die Landkreise Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie das Bergland im Kreis Görlitz gegolten.

Auch in Sachsen-Anhalt hatte der DWD für den Vormittag vor Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr wegen gefrierendem Regen oder Sprühregen gewarnt. Auf den Autobahnen gab es bis zum Morgen mehrere Unfälle. Einige Lkw stellten sich quer. Betroffen waren die A2, A9, A14 sowie die A38. Wegen des Tauwetters werden an einigen Flüssen erhöhte Wasserstände erwartet. Alarmstufen wurden bisher nicht ausgerufen.

Besonders gefährdet wegen Glätte war am Morgen der Nordwesten Deutschlands. Vor allem aus Niedersachsen werden zahlreiche Unfälle gemeldet. In Hamburg wurde der Hauptbahnhof wegen starken Schneefalls vorübergehend gesperrt.

Wenn Straßen überfrieren

Wenn Regen auf eine Oberfläche fällt, die längerer Zeit Frost und Minustemperaturen ausgesetzt war, entsteht Blitzeis - denn der Regen gefriert, sobald er aufkommt. Die Straßen überfrieren. Besonders groß ist die Gefahr von Blitzeis beispielsweise auf Brücken, wo die Fahrbahn der Witterung besonders stark ausgesetzt ist oder an schattigen Orten wie etwa Wäldern.

Der ADAC warnt auf seiner Website, dass nicht überall Schilder auf die Gefahr hinweisen. Das Gefährliche am Blitzeis sei, dass die Eisschicht nicht zu erkennen ist und dazu noch plötzlich auftritt. Am besten sei es deshalb, bei diesem Wetter kein Auto zu fahren. Auch der Deutsche Wetterdienst rät davon ab.

Oberstes Gebot: vorsichtig Fahren

Wer dennoch bei dem Wetter von A nach B kommen muss, der oder die sollte dem ADAC zufolge vorsichtig fahren - vor allem, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken. Wichtig sei es, dass genügend Abstand zum vorderen Auto gehalten werde, sanft gebremst und langsam gelenkt werde. Außerdem hilft es, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.

Und wer vom Blitzeis überrascht wird, dem empfiehlt der ADAC eine kleine Pause einzulegen und im Zweifel auf den Streudienst zu warten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Februar 2021 | 15:30 Uhr

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