Patentrechtsverletzung Pharmahersteller Curevac klagt gegen Biontech

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat Klage gegen seinen Konkurrenten Biontech wegen Patentrechtsverletzung eingereicht. Das Unternehmen will "seine geistigen Eigentumsrechte aus mehr als zwei Jahrzehnten Pionierarbeit in der mRNA-Technologie geltend machen".

illustration - Impfspritze vor Logo von CureVac
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Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat eine Klage gegen den Corona-Impfstoffhersteller Biontech und zwei Tochterunternehmen eingereicht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, geht es um eine angemessene Entschädigung für eine Verletzung geistiger Eigentumsrechte. Die Klage wurde vor dem Landgericht Düsseldorf erhoben.

Es gehe um vier Patente. Biontech wollte sich zunächst nicht äußern, kündigte aber eine Stellungnahme an. In dem Verfahren müsse geklärt werden, zu welchen Anteilen die jeweiligen Patente in die Entwicklung des Biontech-Impfstoffs eingeflossen seien, sagte Curevac-Chef Franz-Werner Haas. Welche Summe sich Curevac vorstellt, sagte er nicht. Dies müsse im Verfahren geklärt werden.

Curevac will neuen Impfstoff entwickeln

Curevac arbeitet wie sein Konkurrent Biontech mit einem Wirkstoff auf Basis von sogenannter messenger-Ribonukleinsäure (mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Der von Curevac entwickelte Corona-Impfstoff erzielte in Tests allerdings nicht die erhoffte Wirksamkeit, weshalb der Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittelagentur dafür zurückgezogen wurde.

Gemeinsam mit dem britischen Pharmakonzern GSK konzentriert sich Curevac nun auf die Entwicklung eines Impfstoffkandidaten der zweiten Generation.

Afp,dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Juli 2022 | 21:00 Uhr

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