Winterwetter Tief "Lisa" bringt Schnee und Glätte nach Mitteldeutschland

Tief "Lisa" hat Mitteldeutschland in eine Winterlandschaft verwandelt. Selbst im Tiefland liegt fast überall eine geschlossene Schneedecke. In den Mittelgebirgen fielen zwischen zehn und 20 Zentimeter. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann es mancherorts sehr glatt werden.

Zahlreiche Menschen sind mit dem Schlitten auf dem Wachberg unterwegs.
Rodeln am Wachberg: In Leipzig liegt erstmals seit zwei Jahren wieder eine geschlossene Schneedecke. Bildrechte: dpa

Das über Norditalien liegende Tief "Lisa" hat über weiten Teilen Deutschlands für eine dichte Wolkendecke mit teils ergiebigen Schneefällen gesorgt. Auch Mitteldeutschland wurde in eine Winterlandschaft verwandelt.

Leipzig nach zwei Jahren wieder weiß

Für das sächsische Tiefland meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntagmorgen zwischen zwei und sechs Zentimeter Neuschnee. In Leipzig war es die erste geschlossene Schneedecke seit fast zwei Jahren. Im Zittauer Gebirge und im Wintersportort Carlsfeld im Erzgebirge fielen fast zehn Zentimeter Schnee. Vom Fichtelberg wurden sogar 18 Zentimeter gemeldet.

Bis zu 15 Zentimeter im Harz

Auch im Harz wurden am Sonntagmorgen zehn Zentimeter Neuschnee gemessen. Nach DWD-Angaben könnten es im Tagesverlauf noch 15 Zentimeter werden. Im Tiefland von Sachsen-Anhalt liegt ebenfalls fast überall eine geschlossene Schneedecke. Einzig im Norden des Landes ging der Niederschlag als Regen bzw. Schneeregen zu Boden.

Über 20 Zentimeter im Thüringer Wald

Auch große Teile Thüringens wurden in eine weiße Winterlandschaft verwandelt. In den Höhenlagen des Thüringer Waldes wuchs die Schneedecke nach Angaben des Regionalverbundes Thüringer Wald auf bis zu 20 Zentimeter an. Aus Stützerbach wurden sogar 23 Zentimeter gemeldet. Auch im Thüringer Tiefland lag eine geschlossene Schneedecke.

Unfälle auf glatten Straßen

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bzw. leichtem Frost halten die Schneefälle in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis zum Montagmorgen an.

Vor allem dort, wo der Schnee in Regen übergeht, besteht Glättegefahr. Bereits in der Nacht zu Sonntag ereigneten sich auf der Autobahn A4 bei Bautzen mehrere Glatteisunfälle, auch ein Lkw stand quer.

Aus Sachsen-Anhalt meldete die Polizei ebenfalls witterungsbedingte Unfälle auf den Autobahnen. So fuhren auf der A9 zwischen Vockerode und Coswig und zwischen Brück und Niemegk Laster in die Mittelleitplanke.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 03. Januar 2021 | 19:30 Uhr

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