Vorschau MDR will mit neuen Formaten jüngeres Publikum ansprechen

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin das Weltgeschehen. Die gesellschaftlichen Folgen und wissenschaftlichen Hintergründe werden deshalb auch Schwerpunkte der medialen Berichterstattung bleiben – auch natürlich hier beim Mitteldeutschen Rundfunk. Was der MDR darüber hinaus programmlich für 2021 plant, gab dieser heute bei einer Online-Pressekonferenz bekannt.

MDR-Jahrespressekonferenz 2021 mit (v.l.)  MDR-Programmdirektorin Jana Brandt, MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer, MDR-Intendantin Karola Wille und MDR-Landesfunkhausdirektorin in Sachsen-Anhalt Ines Hoge-Lorenz
MDR-Jahrespressekonferenz 2021 mit (v.l.) Programmdirektorin Jana Brandt, Programmdirektor Klaus Brinkbäumer, Intendantin Karola Wille und der Landesfunkhausdirektorin in Sachsen-Anhalt, Ines Hoge-Lorenz. Bildrechte: MDR/Marco Prosch

30 Jahre alt wird der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in diesem Jahr. Coronabedingt sei zwar keine Zeit für Jubiläumsfeiern, erklärte MDR-Intendantin Karola Wille am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zum Jahresauftakt. Man könne aber stolz darauf sein, wie stark verwurzelt und akzeptiert der MDR in den drei Bundesländern sei: "92 Prozent aller Mitteldeutschen nutzen innerhalb von 14 Tagen mindestens einmal ein MDR-Angebot."

Junges Publikum ansprechen

Ziel sei nach wie vor, das ältere Publikum zu behalten als auch verstärkt jüngere Menschen für den MDR zu gewinnen. Das soll mit innovativen Netz-Inhalten gelingen. So wurde etwa eine fiktionale Webserie für die ARD-Audiothek produziert oder ein virtueller Studiorundgang durch den MDR entwickelt.

Ein Schwerpunkt sei auch ein neuer Blick auf Ostdeutschland, berichtet Klaus Brinkbäumer, der neue Direktor der MDR-Programmdirektion Leipzig. "DNA des Ostens" heißt eine neue Dokumentationsserie. Diese soll im Oktober starten und sei als multimediales Projekt konzipiert, "das erklären wird, warum der Osten ist, wie er ist, wie heutige Generationen wurden was sie eben sind, und wie Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt."

Wahlen und Buchmesse

Weitere Themen seien natürlich die Corona-Pandemie, die anstehenden Bundestags- und Landtagswahlen oder die kürzlich verschobene Leipziger Buchmesse. Unter dem Hashtag "Wir sind Buchmesse" will der MDR unter anderem mit Streamingangeboten ein Hauch von Buchmesse möglich machen, wie die neue Direktorin der für Kultur zuständige MDR-Programmdirektion Halle, Jana Brandt, erklärte: "Wir verlegen das ARD-Forum in die alte Handelsbörse in Leipzig und wir als MDR streamen zum ersten Mal dieses Forum als Videoformat."

Doch was ist von den Programminhalten in Zukunft noch finanzierbar und wo muss der Sender sparen? Schließlich stimmte Sachsen-Anhalt gegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags. MDR-Intendantin Karola Wille sagte, bislang wolle man nicht am Programm sparen. Stattdessen seien Investitionen vorerst gestoppt worden: "Wie beispielsweise den Start in den crossmedialen Umbau in Halle, der vorgesehen war, diese Investition haben wir zurückgestellt. Auch was den Ausbau im DAB-Bereich anbelangt, da haben wir auch ein Stück was zurückgenommen. Aber im Programm versuchen wir alles so lange wie möglich aufrechtzuerhalten."

Lücke im Etat

Doch das könne man nicht sehr lange durchhalten. Allein in diesem Jahr fehlten dem MDR durch die abgelehnte Erhöhung 20 Millionen Euro. Karola Wille hoffe deshalb auf eine baldige positive Entscheidung am Bundesverfassungsgericht. Dort hatten ARD, ZDF und Deutschlandradio Verfassungsbeschwerde gegen die Ablehnung der Beitragserhöhung eingereicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Fernsehen | 17. Februar 2021 | 19:30 Uhr

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