Fake-Gewinnspiel Milka-Betrugsmasche auf Whatsapp: So können Sie sich schützen

Es wird zwar oft davor gewarnt und trotzdem fallen immer wieder Menschen auf sogenannte Phishing-Nachrichten rein: Eine vermeintliche SMS von einer Bekannten mit einem Link und schon hat man den Virus auf dem Smartphone. Zurzeit kursieren auf dem Messenger-Dienst WhatsApp solche Nachrichten, die einen mit einem angeblichen Milka-Gewinnspiel locken wollen.

Milka Osterhasen
Vorsicht bei Nachrichten, die Sie zu einem Milka-Ostergewinnspiel weiterleiten wollen – dahinter steckt Betrug. Bildrechte: imago/karina hessland

Es klingt verlockend: "Kostenloser Oster-Geschenkkorb von Milka" – und auf der Linkvorschau ist auch schon der typisch lilafarbene Schoko-Osterhase zu erkennen. Doch das vermeintliche Gewinnspiel sei eine Falle, erklärt Jo Bager von der Computerzeitschrift "ct": "Wenn man dann da drauf klickt, wird man erstmal aufgefordert, die Nachricht an 20 seiner Kontakte zu verschicken. Und was man dann nicht kriegt, ist das kostenlose Osternest, sondern im Zweifelsfall fängt man sich noch einen Trojaner ein."

Im Fall des Betrugs mit dem Milka-Gewinnspiel wurden die Nutzerinnen und Nutzer außerdem dazu aufgefordert, eine Reihe persönlicher Daten einzugeben. Milka selbst hat auf der Unternehmens-Website bereits eine Warnung veröffentlicht: "Hierbei handelt es sich um Klick-Köder, welche in ein Gewinnspiel überleiten. Diese Aktionen sind nicht aus unserem Hause. Unsere Marke Milka steht mit diesen Gewinnspielen in keinem Zusammenhang."

So schützen Sie sich vor Betrug

Wer schon auf den Link geklickt und sogar die eigenen Daten eingegeben hat, müsse nun aktiv werden, erklärt Bager vom ct-Magazin: "Vielleicht mal mit einer Anti-Viren-Software gucken, ob man da was findet. Ansonsten ist die Empfehlung: Nicht auf sowas drauf klicken, es nicht weiterleiten und vielleicht denjenigen, der einem das geschickt hat, darauf hinweisen, dass das nicht so eine gute Idee war."

Whatsapp-Nachricht Fake-Gewinnspiel Milka
Wer so eine Nachricht bekommt, sollte auf keinen Fall auf den Link klicken. Bildrechte: MDR JUMP

Den Verbraucherzentralen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen noch keine Meldungen dieser Phishing-Nachrichten vor. Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale Thüringen kennt aber ähnliche Fälle: "Wir haben in der Vergangenheit immer mal wieder mit WhatsApp oder SMS-Nachrichten Probleme gehabt, wo Leute was angeklickt haben und sich dann einen Virus eingefangen haben, der dann dazu geführt hat, dass sehr hohe Telefonrechnungen aufgeploppt sind."

Reichertz rät den Verbraucherinnen und Verbrauchern, in den nächsten Wochen besonders auf die eigene Handyrechnung zu schauen und bei ungewohnten Buchungen den eigenen Mobilfunkanbieter zu kontaktieren. Diese Art von Betrug ziele ganz klar auf menschliche Fehler, sagt er: "Da das ja von einem Freund kommt, muss es seriös sein. Und deswegen besteht dann auch die Gefahr, dass die das anklicken und dann so ein Schneeballsystem in Gang gesetzt wird. Man muss vorsichtig sein. Also man kann nicht unbedingt darauf vertrauen, dass, wenn ich solche Nachrichten bekomme, die wirklich bewusst von meinen Freunden verschickt wurden oder aber, dass die sich im Klaren sind, was eigentlich tatsächlich dahintersteckt."

Nutzerinnen und Nutzer sollten ganz genau auf die URL achten. Im Falle des Milka-Betrugs endete der Link auf .ru – es war also eine russische Domain. Und Milka sitzt nicht in Russland.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. April 2022 | 08:50 Uhr

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