Medienbericht 9-Euro-Ticket ab Juni soll bundesweit gelten

Das günstige 9-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen im Regionalverkehr soll zum 1. Juni kommen und über den Sommer deutschlandweit gelten. Wer schon ein Monatsticket hat, soll die Differenz erstattet oder gutgeschrieben bekommen. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland stellt der Bund für diese Entlastungsmaßnahme für Bürgerinnen und Bürger 2,5 Milliarden Euro bereit.

Fahrgäste mit FFP2-Masken steigen in eine Straߟenbahn in der Innenstadt ein.
Im ÖPNV gilt weiter eine Maskenpflicht zum Schutz gegen das Coronavirus. Bildrechte: dpa

Das Neun-Euro-Ticket im Regionalverkehr soll einem Medienbericht zufolge zum 1. Juni kommen und bundesweit bis August gültig sein. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat sich der Verkehrsausschuss des Bundestags dafür entschieden, weil eine regional beschränkte Gültigkeit unpraktikabel sei. Demnach ist der Bund bereit, die Kosten von geschätzt 2,5 Milliarden Euro für die günstige Monatskarte zu übernehmen.

Der SPD-Verkehrsexperte im Bundestag, Martin Kröber, erläuterte den RND-Zeitungen, regionale Lösungen hätten Pendlerinnen und Pendler benachteiligt, die über die Grenzen von Bundesländern und Tarifverbünden unterwegs seien. Wegen des Gesetzgebungsprozesses sei der 1. Juni der frühestmögliche Zeitpunkt. Die Rabatt-Aktion im ÖPNV ist Teil des Entlastungspakets der Bunderegierung wegen hoher Energiekosten.

9-Euro-Ticket wohl nicht am Automaten

Am 18. oder 19. Mai soll der Bundestag laut Bericht dazu über einen Gesetzentwurf abstimmen, am 20. Mai der Bundesrat. Demnach sollen auch in den Sommerferienmonaten Juli und August Neun-Euro-Tickets verfügbar sein.

Die Tickets sollen online, über die Navigator App der Deutschen Bahn und am Schalter erhältlich sein, voraussichtlich aber nicht an den Fahrkarten-Automaten.

Ausgleich für andere Ticket-Abos

Dem Bericht zufolge sollen Zeitkarten-Abonnenten eine Gutschrift oder eine Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abopreis und dem Neun-Euro-Ticket bekommen. Wie diese genau ausgezahlt wird, solle den Verkehrsunternehmen überlassen werden.

Das soll laut Kröber auch für Studierende und Azubis mit Semestertickets gelten.

AFP, (ans)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. April 2022 | 10:00 Uhr

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