Corona-Auflagen Das ist zu Pfingsten erlaubt

Pfingsten steht bevor und damit ein langes Wochenende. Viele Bundesländer haben im Vorfeld schon Lockerungen für den Inlandstourismus beschlossen. Der ADAC sagt sogar die erste große Reisewelle mit diversen Staugefahren voraus. Ein Überblick.

Zwei Menschen sitzen bei gutem Wetter in einem Biergarten und stoßen mit einem Bier an
Im Biergarten sitzen und gemeinsam anstoßen – das ist in einigen Städten und Landkreisen zu Pfingsten wieder möglich. Bildrechte: dpa

Trotz zunehmender Lockerungen der Corona-Beschränkungen gilt die Bundesnotbremse jedoch noch in all den Städten und Landkreisen, die über dem Inzidenzwert von 100 liegen. Dort bleiben Einzelhandel sowie Gastronomie weitgehend geschlossen und auch touristische Übernachtungen sind nicht möglich.

Erste Bundesländer öffnen für Inlandstourismus

Mit den fallenden Corona-Zahlen ist in einigen Regionen Deutschlands wieder Tourismus erlaubt, etwa in Schleswig Holstein. Dort wird auch die Gastronomie geöffnet und auch Ausflugsschiffe dürfen wieder Passagiere an Bord begrüßen. Wer die Angebote wahrnehmen möchte, muss jedoch ein negatives Testergebnis oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen. Die Öffnungen gelten nicht nur für Einwohner des nördlichsten deutschen Bundeslands.

Andere Bundesländer öffnen auch – aber vorsichtiger. Niedersachsen erlaubt beispielsweise touristische Übernachtungen nur für Menschen mit Erst- oder Zweitwohnsitz im Bundesland. In Bayern dürfen Landkreise und Städte für den Tourismus sowie Biergärten und Außengastronomie ab dem Pfingstwochenende öffnen, wenn die dortige Inzidenz unter 100 liegt.

Berlin entschied sich dafür, touristische Übernachtungen vorerst weiterhin zu untersagen. Jedoch ist Essen in den Außenbereichen von Cafés und Restaurants ab Freitag wieder erlaubt. Auch hier gilt die Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses oder einer vollständigen Impfung. Mecklenburg-Vorpommern hingegen öffnet erst im Juni für Touristen und Touristinnen: am 7. Juni für Menschen mit Erst- oder Zweitwohnsitz im Land und am 14. Juni für Gäste. Jedoch dürfen seit dem 5. Mai vollständig Geimpfte und Genesene aus anderen Bundesländern als Tagestouristen kommen.

ADAC: Besondere Staugefahr ab Freitagnachmittag

Der ADAC geht davon aus, dass sich die fortschreitenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen auch auf den Verkehr auswirken werden. Am langen Wochenende werde es deshalb die "erste große Reisewelle des Jahres" geben, erklärte der Automobilclub am Montag. Insgesamt erwartet der ADAC eine ähnliche Verkehrslage wie an Pfingsten 2020.

Besonders groß sei die Staugefahr vor allem am Nachmittag und frühen Abend des Freitags, sowie am Samstagvormittag und am Montagnachmittag, teilte der ADAC mit. Hinzukommt Staugefahr durch mehr als 800 Dauerbaustellen auf den Autobahnen. Auch vor Wartezeiten an der Grenze warnt der ADAC: Dort würden Corona-Kontrollen den Verkehr stocken lassen.

Zudem seien bei schönem Wetter am Wochenende zusätzlich noch Tagesausflügler unterwegs. Deshalb sei auch auf dem Weg in Naherholungsgebiete mit Verzögerungen zu rechnen.

Sachsen: Lockerungen in Leipzig und Dresden

In Sachsen kommt man vor allem in den beiden größten Städten, Leipzig und Dresden, in den Genuss von Lockerungen. Dort konnte nach Unterschreiten der 100er-Grenze bei der 7-Tage-Inzidenz die Bundesnotbremse gelöst werden. Zum Pfingstwochenende öffnen in Leipzig und Dresden unter anderem Museen, Galerien und Gedenkstätten. Die Gastronomen dürfen in den Außenbereichen Gäste bewirten.

Unternehmungen sind trotzdem im ganzen Land möglich: Zum Beispiel Ausflüge in Zoos oder Tierparks, ein Rundgang durch die Parks der zahlreichen Schlösser im Freistaat oder ein Besuch im Freilichtmuseum sind möglich.

Sachsen-Anhalt: Lockerungen erst nach Pfingsten

Während in Magdeburg und in Anhalt-Bitterfeld die sogenannte Bundesnotbremse schon gefallen ist, gelten in allen anderen Städten und Kreisen Sachsen-Anhalts die unterschiedlichen Stufen des Öffnungsplans der Landesregierung. Für Landkreise und Städte mit stabiler Inzidenz zwischen 50 und 100 soll es in der Woche nach Pfingsten weitere Lockerungen geben.

Nichtsdestotrotz gibt es auch zu Pfingsten bereits viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung:

Thüringen: Übernachtungen in Weimar, Jena und Erfurt möglich

Touristische Übernachtungen sind in Thüringen über Pfingsten nur in Weimar, Jena und Erfurt möglich. So können ab Donnerstag in Weimar und ab Freitag in Jena und Erfurt Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze gebucht werden. Hotels bleiben in ganz Thüringen jedoch noch geschlossen.

Auch die Gastronomie in Weimar, Erfurt und Jena hat im Außenbereich geöffnet, drinnen bleibt sie noch geschlossen. Die Stadtverwaltungen haben dafür die Stellflächen großzügig erweitert. Zudem müssen die Kontaktdaten hinterlegt werden und Voranmeldungen sind nötig.

Wer die Bundesgartenschau in Erfurt über Pfingsten besuchen will, braucht dafür ab Freitag nur noch ein Ticket und muss seine Daten für die Kontaktverfolgung angeben – beziehungsweise sich mit der Luca-App registrieren.

Quelle: MDR, dpa

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