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Ein Star-Regisseur aus Deutschland: Wolfgang Petersen Bildrechte: dpa

TrauerRegisseur Wolfgang Petersen gestorben

von MDR AKTUELL

Stand: 17. August 2022, 11:54 Uhr

Star-Regisseur Wolfgang Petersen ist im Alter von 81 Jahren in Kalifornien gestorben. Petersen schuf Filme wie "Das Boot", "Outbreak" oder "Air Force One". Als Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor erlangte er Weltruhm. Seine Tatort-Folge "Reifezeugnis" mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg ist die zweiterfolgreichste in der Geschichte des Tatorts. Petersen litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Die Filmwelt trauert um Regisseur Wolfgang Petersen. Der 81-jährige Star-Regisseur starb nach Angaben seiner Assistentin bereits am Freitag im Alter von 81 Jahren im kalifornischen Brentwood an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Für die Filmwelt kam sein Tod überraschend.

Jürgen Prochnow (r) und Herbert Grönemeyer (2.v.r.) in einer Szene des Films "Das Boot". Bildrechte: dpa

Petersen arbeitete als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent und schuf Filme wie "Das Boot" mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer, "Outbreak", "Air Force One" und "Der Sturm".

Sein Kinoepos "Das Boot" (1981) mit sechs Oscar-Nominierungen über die Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg bahnte Petersen den Weg nach Hollywood. Dort holte er Hollywood-Stars wie Clint Eastwood für "In the Line of Fire", Dustin Hoffman in "Outbreak", Harrison Ford für "Air Force One", George Clooney in "Der Sturm" und Brad Pitt in "Troja" vor die Kamera.

Erste Filme in der Schulzeit

Wolfgang Petersen steht bei einem Empfang der Bavaria Film Bildrechte: dpa

Bereits während seiner Schulzeit hatte der in Bremen geborene Petersen mit einer Handkamera die ersten Filme gedreht. 1965 begann er ein Studium der Theaterwissenschaft in Berlin und Hamburg und wechselte ein Jahr später zur Deutschen Film- und Fernsehakademie. Ab 1971 widmete sich Petersen ganz den Filmen.  

Später schuf Petersen auch sechs Folgen für den NDR-Tatort. Sein Tatort "Reifezeugnis" mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg gilt bis heute als der zweiterfolgreichste Tatort überhaupt.

Diese Persönlichkeiten und Prominenten sind 2022 gestorben

Christian Hummer (1990 - 2022) Der Keyboarder der österreichischen Indierock-Band Wanda starb nach langer Krankheit. Seine Band wurde mit Songs wie "Bologna" und "Bussi Baby" bekannt und war auch in Deutschland und der Schweiz erfolgreich. Bildrechte: IMAGO / POP-EYE
Fritz Pleitgen (21. März 1938 – 15. September 2022) war von 1995 bis 2007 Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR). In den Jahren 2001 bis 2002 war der Journalist Vorsitzender der ARD. Er starb im Alter von 84 Jahren in Köln. Bildrechte: dpa
Kenneth Winston Starr (21. Juli 1946 – 13. September 2022) wurde durch seine Tätigkeit als Chefankläger im Lewinsky-Skandal weltweit bekannt. Sein Abschlussbericht zur sexuellen Beziehung von US-Präsident Bill Clinton mit der Praktikantin Monica Lewinsky dokumentierte viele persönliche und intime Details, die von der Presse detailliert ausgeschlachtet wurden. Lewinsky warf dem Juristen später vor, sie terrorisiert zu haben. Bildrechte: dpa
Jean-Luc Godard (3. Dezember 1930 - 13. September 2022) war Filmregisseur. Als Schöpfer von formal innovativen und inhaltlich gesellschaftskritischen Filmen wie "Außer Atem" mit Jean-Paul Belmondo galt Godard als führender Vertreter der sogenannten "Nouvelle Vague". 2010 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Bildrechte: dpa
Queen Elizabeth II. (21. April 1926 - 8. September 2022) war länger als jeder andere britische Monarch auf dem Thron – mehr als 70 Jahre. Sie starb im Alter von 96 Jahren friedlich auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral. Ihr Tod löste weltweit große Trauer aus. Bildrechte: IMAGO / PA Images
Hans-Christian Ströbele (7. Juni 1939 - 29. August 2022) war Anwalt. Unter anderem verteidigte er führende RAF-Mitglieder. Er war Mitbegründer der Partei "Die Grünen". 2002 zog er als erster Grünen über ein Direktmandat in den Bundestag ein. Insgesamt gehörte er dem Parlament 21 Jahre lang an. Ströbele wurde in Halle an der Saale geboren. Bildrechte: IMAGO / Christian Spicker
Michail Gorbatschow (2. März 1931 - 30. August 2022) war ein russischer Politiker. Von 1985 bis 1991 führte er die Sowjetunion. An der Spitze der UdSSR stieß er mit seiner Politik von Glasnost und Perestroika umfassende Reformen in seiner Heimat an. Er setzte sich zudem durch Abrüstungsverhandlungen mit den USA für eine Entspannung mit dem Westen ein und machte dadurch unter anderem die Wiedervereinigung Deutschlands möglich. Für seine Rolle bei der friedlichen Beendigung des Kalten Krieges wurde er 1990 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bildrechte: dpa
Eva-Maria Hagen (19. Oktober 1934 - 19. August 2022): Der deutschen Schauspielerin und Sängerin gelingt 1957 mit der Filmkomödie "Vergesst mir meine Traudel nicht" der Durchbruch. Bis 1965 wirkte Eva-Maria Hagen in rund 50 TV- und Kino-Filmen mit, die ihr den Ruf "Brigitte Bardot der DDR" verschaffen. Sie war außerdem die Mutter von Nina Hagen. Bildrechte: dpa
Wolfgang Petersen (14. März 1941 - 12. August 2022): Der Star-Regisseur und Schöpfer von Filmen wie "Das Boot", "Outbreak" oder "Air Force One" starb im Alter von 81 Jahren in Kalifornien an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bildrechte: dpa
Anne Heche (25. Mai 1969 - 12. August 2022): Die US-Schauspielerin Heche machte sich mit Rollen in Filmen wie "Donnie Brasco", "Sechs Tage, sieben Nächte" und "Volcano" einen Namen und wurde mit dem Emmy ausgezeichnet. Am 5. August wurde sie bei einem Autounfall schwer verletzt und wurde eine Woche später für tot erklärt. Bildrechte: dpa
Heinz Behrens (30. September 1932 - 9. August 2022): Der Schauspieler wurde insbesondere mit der Rolle als Horst Baumann in der DDR-Fernsehreihe "Maxe Baumann" bekannt. Nach der Wende spielte er wieder verstärkt Theater, unter anderem in der Musikalischen Komödie Berlin. Bildrechte: imago images/POP-EYE
Zofia Posmysz-Piasecka (23. August 1923 - 8. August 2022): Die polnische Holocaust-Überlebende war 1942 als 18-Jährige verhaftet worden, als sie in ihrer Heimatstadt Krakau Flugblätter für den polnischen Widerstand verteilte. Nach zweieinhalbjähriger Haft in Auschwitz wurde sie nach Ravensbrück verschleppt. Dort erlebte sie die Befreiung am 2. Mai 1945. Nach ihrer Rückkehr nach Polen wurde sie durch ihr Hörspiel "Die Passagierin" international bekannt. Bildrechte: Monika Sieradzka
Olivia Newton-John (26. September 1948 - 8. August 2022): Die Schauspielerin und Sängerin gelangte durch ihre Hauptrolle in der Musicalverfilmung "Grease" an der Seite von John Travolta zu weltweitem Ruhm. Seit rund 30 Jahren kämpfte die vierfache Grammy-Preisträgerin gegen Krebs und engagierte sich in zahlreichen Benefiz-Projekten. Bildrechte: dpa
Nichelle Nichols (28. Dezember 1932 - 30. Juli 2022): Die US-Schauspielerin und Sängerin wurde durch ihre Rolle als Lieutenant Uhura in der Star-Trek-Kultserie "Raumschiff Enterprise" und nachfolgenden Kinofilmen bekannt. Nichols schrieb auch deshalb Geschichte, weil sie eine der ersten schwarzen Schauspielerinnen war, die eine tragende Rolle in einer Fernseh-Produktion erhielt. Bildrechte: dpa
Uwe Seeler (5. November 1936 - 21. Juli 2022): Die Fußball-Legende galt in seiner aktiven Zeit als bester Mittelstürmer der Welt. Seeler spielte während seiner gesamten aktiven Zeit von 1953 bis 1972 beim Hamburger SV, für den er in 476 Spielen 404 Tore erzielte. Mit 17 Jahren wurde er als bislang jüngster Spieler für die Nationalmannschaft nominiert. Im DFB-Trikot bestritt er zwischen 1954 und 1970 insgesamt 72 Länderspiele und erzielte 43 Tore. Seeler spielte vier Weltmeisterschaften (1958, 1962, 1966 und 1970) für die DFB-Auswahl. Seit 1972 war er Ehrenspielführer der Nationalelf. Bildrechte: IMAGO/Revierfoto
Dieter Wedel (12. November 1939 oder 1942 - 13. Juli 2022) war ein deutscher Film- und Theaterregisseur, der vor allem in den 1990-Jahren mit TV-Mehrteilern Maßstäbe setzte. Seine erfolgreichsten Produktionen waren "Der große Bellheim", "Der Schattenmann" und "Der König von St. Pauli". Zuletzt hatten mehrere Frauen Missbrauchsvorwürfe gegen Wedel erhoben. Dieser starb kurz bevor ein Gericht entscheiden konnte, ob es zum Vergewaltigungsprozess gegen ihn kommt. Bildrechte: dpa
Jürgen Heinsch (4. Juli 1940 - 14. Juli 2022) war siebenmaliger DDR-Nationaltorhüter. Der ehemalige Spieler von Hansa Rostock gehörte 1964 zum Team, das bei den Olympischen Spielen in Tokio Bronze gewann. Bildrechte: imago/Christian Schroedter
Ivana Trump (20. Februar 1949 - 14. Juli 2022) war von 1977 bis 1990 mit Donald Trump verheiratet. Die beiden hatten drei Kinder. Die gebürtige Tschechin war Skiläuferin, Model und Buchautorin. Bildrechte: dpa
Shinzō Abe (21. September 1954 - 8. Juli 2022) war ein japanischer Politiker und von 2006 bis 2007 sowie von 2012 bis 2020 Premierminister von Japan. Er wurde am 8. Juli bei einer Wahlkampfveranstaltung auf offener Straße niedergeschossen und starb später im Krankenhaus. Bildrechte: dpa
James Caan (26. März 1940 - 6. Juli 2022) war ein bekannter Hollywood-Schauspieler. Seine Rolle des Mafioso Santino "Sonny" Corleone in "Der Pate" machte Caan in den 1970er Jahren berühmt. Bildrechte: dpa
Manfred Schröter (13. Februar 1935 - 1. Juli 2022) war Arzt und Kommunalpolitiker. Nach der Wiedervereinigung war Schröter der erste demokratisch und frei gewählte Bürgermeister der Stadt Nordhausen am Harz. Im März 2022 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Bildrechte: dpa
William Cohn (1957 - 30. Juni 2022) war ein Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger. Sein Markenzeichen war die sonore Stimme. Bekannt wurde Cohn mit seinen pointierten Texten als Ansager und Sidekick von Entertainer Jan Böhmermann in der ZDFneo-Show "Neo Magazin Royale". Bildrechte: imago/Future Image
Martin Bangemann (15. November 1934 - 29. Juni 2022) war ein deutscher Politiker. 1963 trat er in die FDP ein, von 1969 bis 1974 war er deren Vizechef. Von 1974 bis 1975 war er Generalsekretär der Liberalen. Das Amt des Bundeswirtschaftsminister bekleidete er von 1984 bis 1988. Von 1989 bis 1999 war er EU-Kommissar, zunächst für den Binnenmarkt, dann für Industriepolitik. Bildrechte: dpa
Birgit Pohl (22. April 1954 - 21. Juni 2022) war eine Leichtathletin und Schwimmerin. Die gebürtige Geraerin gewann bei drei Paralympics Medaillen und war bei deutschen und internationalen Sportwettkämpfen erfolgreich. Bildrechte: dpa
Jean-Louis Trintignant (11. Dezember 1930 - 17. Juni 2022) war ein französischer Schauspieler. In seiner mehr als 60 Jahre langen Karriere übernahm er 160 Rollen. Bekannte Filme mit ihm waren u.a. "Und ewig lockt das Weib", "Ein Mann und eine Frau", "Leichen pflastern seinen Weg", "Das wilde Schaf", "Drei Farben: Rot" und "Liebe". Bildrechte: dpa
Klaus Scharfschwerdt (27. Februar 1954 - 10. Juni 2022) war seit 1979 bis zu deren Auflösung im Jahr 2016 Schlagzeuger der Rockband Puhdys. Bei den von der Neuen Deutschen Welle inspirierten Titeln "TV-Show" und "Jahrszeiten" trat er auch als Sänger auf. Bildrechte: dpa
Peter Reusse (15. Februar 1941 - 11. Juni 2022) war ein deutscher Schauspieler. In DDR-Filmen wurde er in den 60er-Jahren gern für jugendliche Rollen eingesetzt. Sein erster großer Film "Denkt bloß nicht, dass ich heule" von 1965 wurde verboten. Einen großen Publikumserfolg hatte er in der Komödie "Ein irrer Duft von frischem Heu". Bildrechte: dpa
Bernd Bransch (24. September 1944 bis 11. Juni 2022): Der gebürtige Hallenser absolvierte mehr als 300 Spiele für den SC Chemie Halle und dem daraus hervorgegangenen HFC Chemie in der DDR-Oberliga. Zwischenzeitlich war er auch beim FC Carl Zeiss Jena aktiv. Bransch trug 72 Mal das Trikot der DDR-Nationalmannschaft. Mit dem Team wurde er 1972 Olympia-Dritter und 1976 Olympiasieger. 1968 und 1974 wurde er zum "DDR-Fußballer des Jahres" gewählt. Nach seinem Karriereende 1977 wurde Bransch Funktionär. Als Präsident führte er den HFC nach der Wende für kurze Zeit in die 2. Fußball-Bundesliga. Bildrechte: IMAGO / Eckehard Schulz
Andy Fletcher (8. Juli 1961 - 26. Mai 2022): Der britische Musiker war Gründungsmitglied der Band "Depeche Mode". Nachdem er sich in jungen Jahren am E-Bass versuchte, wechselte er 1979 zum Synthesizer. Ihm wurde nachgesagt, er sei der "gute Geist", der die Band in schwierigen Zeiten zusammenhielt. Er starb unerwartet an einem Aortariss. Bildrechte: imago images/Pacific Press Agency
Ray Liotta (18. Dezember 1954 - 26. Mai 2022): Der US-amerikanische Schauspieler wurde durch die Hauptrolle in Martin Scorseses Film "GoodFellas" (1990) bekannt.
Für seine Darstellung des todkranken Charlie Metcalf in der Serie "Emergency Room" erhielt er 2005 einen Emmy in der Kategorie "Outstanding Guest Actor in a Drama Series".
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Vangelis (29. März 1943 - 17. Mai 2022): Der Komponist mit dem gebürtigen Namen Evangelos Odysseas Papathanassiou war in erster Linie für seine Fimmusiken bekannt, etwa für "Blade Runner" und "Die Stunde des Siegers". Für die Musik zu letzerem erhielt er einen Oscar. In Deutschland war vor allem seine Musik zu "1492 – Die Eroberung des Paradieses" populär. Den Titelsong hatte Boxprofi Henri Maske 1994 zu seinem Einmarschlied gewählt. Anschließend stand der Song wochenlang an der Spitze der Charts. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire
Josef Abrhám (14. Dezember 1939 - 16. Mai 2022): Dem deutschen Fernsehpublikum wurde der beliebte tschechische Schauspieler durch seine Rolle als junger Arzt in der tschechoslowakischen Serie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt" bekannt. Abrhám stand nicht nur für Film und Fernsehen vor der Kamera, sondern spielte auch Theater – unter anderem erhielt er den tschechischen Theaterpreis. Bildrechte: IMAGO / CTK Photo
Klara Höfels (5. April 1949 - 15. Mai 2022): Die Schauspielerin starb im Alter von 73 Jahren in Berlin nach kurzer schwerer Krankheit. Höfels war Teil vieler beliebter TV-Serien wie "Rote Rosen", "Hinter Gittern", "Wilsberg", "Jerks" oder "SOKO München". Bildrechte: IMAGO / Metodi Popow
Rainer Basedow (20. Mai 1938 - 15. Mai 2022): Kurz vor seinem 84. Geburtstag starb der gebürtige Thüringer nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie. Der Schauspieler wirkte in vielen Filmen und Fernsehserien mit, darunter "Der Alte", "Derrick", "Tatort" und "Küstenwache". Basedow machte sich aber auch als Kabarettist und Synchronsprecher einen Namen. Bildrechte: dpa
Klaus Schulze (4. August 1947 - 26. April 2022): Der Komponist und Musiker gilt als einer der Vorreiter der elektronischen Musik in Deutschland. Er war Mitbegründer der sogenannten Berliner Schule und Vertreter des Krautrock. Bildrechte: IMAGO / Eastnews
Renate Holm (10. August 1931 - 21. April 2022): Die gebürtige Berlinerin war in den 1950er-Jahren zunächst als Darstellerin in Heimat- und Schlagerfilmen bekannt geworden, etwa in "Fräulein vom Amt", und "Wunschkonzert". Erst danach wechselte die Sopranistin auf die Opernbühne, an die Wiener Staatsoper. Es folgten Auftritte bei den Salzburger Festspielen und in Opernhäusern von Buenos Aires bis Moskau. Bildrechte: dpa
Radu Lupu (30. November 1945 - 17. April 2022): Der Rumäne galt wegen seiner bemerkenswerten Interpretationen und eines großen Nuancenreichtums als Ausnahme-Pianist. 2014 war er mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden auf Tournee. 2019 zog er sich aus Krankheitsgründen von den Konzertbühnen zurück. Bildrechte: IMAGO / Michel Neumeister
Joachim Streich (13. April 1951 - 15. April 2022): Der DDR-Rekordspieler war zweimal Fußballer des Jahres (1979 und 1983). Streich wurde vier Mal Torschützenkönig der DDR-Oberliga und mit dem FC Magdeburg drei Mal FDGB-Pokalsieger. Später arbeitete er als Trainer, unter anderem beim FSV Zwickau, den er 1997 vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga rettete. Bildrechte: IMAGO / Ed Gar
Bernhard Germeshausen (21. August 1951 - 15. April 2022): Der Bobfahrer (re.) war ursprünglich Zehnkämpfer. 1975 wechselte er die Sportart und den Trainingsort (Oberhof). Als Anschieber von Meinhard Nehmer (l.) gewann er für die ehemalige DDR insgesamt dreimal Olympia-Gold – 1976 in Innsbruck sowohl im Zweier als auch im Vierer sowie 1980 in Lake Placid nochmals im Vierer. Bildrechte: imago images / Frinke
Thomas Rosenlöcher (29. Juli 1947 - 13. April 2022): Der gebürtige Dresdner hatte sich deutschlandweit als Lyriker einen Namen gemacht, unter anderem mit seinem Wendetagebuch "Die verkauften Pflastersteine" und dem Band "Ostgezeter". Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Bildrechte: IMAGO / gezett
Michael Degen (31. April 1932 - 9. April 2022): Der Schauspieler und Autor war zuletzt vor allem durch seine Rolle in den "Donna Leon"-Krimis bekannt. In seiner Autobiografie "Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin" schrieb er 1999 über seinen jüdischen Vater Jakob, der 1940 an den Folgen seiner KZ-Haft in Sachsenhausen starb, und seine eigene Flucht vor den Nationalsozialisten. Bildrechte: dpa
Uwe Bohm (24. Januar 1962 - 9. April 2022): Der Schauspieler war den deutschen Fernsehzuschauern vor allem aus Krimi-Serien bekannt, darunter dem "Tatort". Er spielte aber auch Theater sowie in Filmen wie "Tschick" von Fatih Akin mit. Auch in der erfolgreichen Serie "In aller Freundschaft" war er zu sehen. Bildrechte: dpa
Sasha Weitman hält ein altes Bild seiner Mutter Carmen "Mimi" Reinhardt (15. Januar 1915 - 8. April 2022). Geboren in Wien wurde sie als Jüdin von den Nationalsozialisten ins KZ Plaszow deportiert. Weil sie Stenografie konnte, wurde sie Sekretärin im Büro des Unternehmers Oskar Schindler und tippte die Liste von 1.200 jüdischen Zwangsarbeitern, genannt "Schindlerjuden", die Schindler als kriegswichtig reklamierte und ihnen damit das Leben rettete. Bildrechte: dpa
Taylor Hawkins (17. Februar 1972 - 25. März 2022): Der Drummer der Rock-Band "Foo Fighters" starb im Alter von 50 Jahren in einem Hotelzimmer in Bogotá, Kolumbien, wo die Band bei einem Musikfestival auftreten sollte. Zur Todesursache gibt es keine offiziellen Angaben der Angehörigen. Bevor Hawkins 1997 festes Mitglied der "Foo Fighters" wurde, trommelte er unter anderem für Alanis Morissette. Bildrechte: IMAGO/ZUMA Press
Madeleine Albright (15. Mai 1937 - 23. März 2022): Die frühere US-Außenministerin (1997 bis 2001) unter Präsident Bill Clinton war eine der führenden Stimmen der US-Außenpolitik im 20. Jahrhundert. Bildrechte: dpa
William Hurt (20. März 1950 - 13. März 2022): Der US-amerikanische Schauspieler erlag nach Angaben seiner Familie den Folgen eines Prostatakrebs-Leidens. Hurt feierte vor allem in den 1980er-Jahren viele Erfolge. 1986 gewann er den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle im Film "Der Kuss der Spinnenfrau". Bildrechte: dpa
Inge Deutschkron (23. August 1922 - 9. März 2022): Die Journalistin und Autorin hatte die NS-Zeit als jüdisches Mädchen im Untergrund überlebt. Über diese Zeit schrieb sie ihre Autobiografie "Ich trug den gelben Stern". Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte sie abwechselnd in Israel und Deutschland, aber kehrte 1988 wieder ganz nach Berlin zurück. Dort war es ihr ein Anliegen, als Zeitzeugin möglichst viele Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit aufzuklären. Bildrechte: dpa
Ute Steiger (2. August 1933 - 28. Februar 2022) und Siegfried Steiger (15. Dezember 1929 bis 17. März 2022): Die Eheleute Steiger sind für ihr Engagement im Rettungswesen bekannt. Sie gründeten die "Björn-Steiger-Stiftung", benannt nach ihrem Sohn, der 1969 im Alter von acht Jahren nach einem Verkehrsunfall starb, weil Rettungskräfte nicht rechtzeitig eintrafen. Zu ihren Verdiensten gehören unter anderem der Aufbau der Notruftelefone an Bundes- und Landstraßen sowie die Einführung der landesweiten Notrufnummer 112. Bildrechte: dpa
Ralf "Bummi" Bursy (18. Januar 1956 - 14. Februar 2022): Der DDR-Musiker wurde unter anderem als Frontmann der Band "Keks" bekannt. Er spielte auch in der Band "Prinzip". Bildrechte: imago/Gueffroy
Ivan Reitman (27. Oktober 1946 - 12. Februar 2022): Der Regisseur wurde Mitte der 1980er Jahre mit den beiden "Ghostbusters"-Filmen berühmt. 2009 erhielt er für seine Verdienste um den Film die höchste zivile Auszeichnung Kanadas. Bildrechte: imago images/MediaPunch
Götz Werner (5. Februar 1944 - 8. Februar 2022): Der Unternehmer gründete die Drogeriekette dm, heute eine Kette mit Filialen in 14 europäischen Ländern, mehr als 60.000 Mitarbeitern und mehr als zwölf Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Seit seinem Abschied aus der operativen Verantwortung der Firma 2008 setzte sich Werner verstärkt für die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens ein. Bildrechte: dpa
Dieter Mann (20. Juni 1940 - 3. Februar 2022): Der Berliner Schauspieler stand seit den 1960er Jahren vor allem im Deutschen Theater auf der Bühne, von 1984 bis 1991 führte er das Haus als Intendant. Der Bundesverband Schauspiel zeichnete ihn 2020 für sein Lebenswerk aus. Dazu gehören unzählige Theaterrollen, Film- (etwa in "Der Untergang) und Hörbuch-Rollen. Bildrechte: dpa
Ellen Tiedtke (16. März 1930 - 1. Februar 2022): Sie arbeitete als Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin. Bekannt wurde sie vor allem seit Mitte der 80er-Jahre durch die Kindersendung "Ellentie" im DDR-Fernsehen. Als Kabarettistin an der Leipziger Pfeffermühle bekam sie in den 50er Jahren Probleme mit DDR-Funktionären und eine Zeit lang kaum Aufträge. Bildrechte: dpa
Wolfgang Schwanitz (26. Juni 1930 - 1. Februar 2022): Der ehemalige Generalleutnant der Stasi war der Stellvertreter von Stasi-Chef Erich Mielke und im Herbst 1989 für kurze Zeit sein Nachfolger. Später schrieb er mehrere Bücher über die Arbeit der Staatssicherheit. Bildrechte: imago/Thomas Lebie
Winfried Höntsch (9. Juni 1930 - 30. Januar 2022): 1962 wurde Höntsch erster Dramaturg am Staatstheater seiner Heimatstadt Dresden, 1968 übernahm er die künstlerische Direktion des Kulturpalastes Dresden. Als Intendant leitete und prägte Höntsch die Dresdner Musikfestspiele – eines der größten und renommiertesten Klassik-Festivals Europas – 13 Jahre lang, von der Gründung im Jahr 1978 bis 1991. Bildrechte: Dresdner Musikfestspiele
Gerd Schädlich (30. Dezember 1952 - 29. Januar 2022): Die Ost-Fußball-Legende arbeitete nach seiner Spielerkarriere sehr erfolreich als Trainer: Mehr als fünf Jahre war er beim FSV Zwickau (1991-1996), achteinhalb Jahre in Aue (1999-2007) und fünfeinhalb Jahre bei seinem Heimatverein, dem Chemnitzer FC (2008-2013). Zwickau und Aue führte Schädlich in die 2. Bundesliga. Mit Chemnitz stieg er in die 3. Liga auf. Zuletzt war der Sachse von 2014 bis 2016 Scout beim Halleschen FC.  Bildrechte: imago/Kruczynski
Werner Großmann (9. März 1929 - 28. Januar 2022): Er war der letzte Chef der DDR-Auslandsspionage. Der gebürtige Sachse hatte 1986 die Nachfolge des langjährigen Spionagechefs Markus Wolf übernommen. Bis zuletzt hatte er die Arbeit der Ost-Agenten im Westen als "Kundschafter des Friedens" gerechtfertigt. Bildrechte: dpa
Georg Christoph Biller (20. September 1955 - 27. Januar 2022): Geboren als Pfarrerssohn in Nebra, studierte er in Leipzig Gesang sowie Orchesterdirigieren bei Kurt Masur. 1980 wurde er Chordirektor des Leipziger Gewandhauses und 1992 zum Thomaskantor berufen. Er leitete den Thomanerchor als sechzehnter Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach bis 2015. Bildrechte: dpa
Thierry Mugler (21. Dezember 1948 - 23. Januar 2022): Mugler gehörte zu den großen französischen Modeschöpfern wie Yves Saint Laurent oder Jean Paul Gaultier. Er arbeitete für verschiedene Modehäuser in Paris, London und Mailand, bevor er in den 1970er Jahren seine eigene Marke gründete. Charakteristisch war seine Frauenmode mit gepolsterten Schultern, tiefen Ausschnitten und korsettartigen Taillen. Bis heute tragen Stars wie Lady Gaga, Beyoncé, Cardi B oder Kim Kardashian seine Kreationen bei besonderen Anlässen. Bildrechte: dpa
Meat Loaf (27. September 1947 - 20. Januar 2022): Mit seinem Song "I'd Do Anything For Love" landete der US-Rocker 1993 einen Welthit. Sein Album "Bat Out of Hell" von 1977 verkaufte sich 43 Millionen Mal und ist eines der erfolgreichsten der Rock-Geschichte. Am 20. Januar 2022 starb der Musiker im Kreis seiner Familie. Er wurde 74 Jahre alt. Bildrechte: dpa
Hardy Krüger (12. April 1928 - 19. Januar 2022): In rund 75 Filmen spielte der gebürtige Berliner die Hauptrolle. Nach dem Krieg war er einer der wenigen deutschen Schauspieler, denen eine internationale Karriere gelang, mit Filmen wie "Einer kam durch" und "Hatari!". Krüger stand dabei an der Seite von Stars wie Claudia Cardinale, Sean Connery, Yul Brynner, Charles Aznavour und Cathérine Deneuve. Bildrechte: IMAGO / Lars Berg
Hans-Jürgen "Dixie" Dörner (25. Januar 1951 - 19. Januar 2022): Der Fußballer war Rekordspieler und Ehrenspielführer des Fußball-Klubs Dynamo Dresden. Er wurde auch als Beckenbauer des Ostens bezeichnet. Dörner war zwischen 1969 und 1986 wettbewerbsübergreifend 558 Mal für Dynamo aufgelaufen und hatte 101 Tore erzielt. Er war auch Nationalspieler der DDR. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als Verbands- und Vereinstrainer. Bildrechte: IMAGO / Hentschel
Nino Cerruti (25. September 1930 - 15. Januar 2022): Der italienische Modeschöpfer und Gründer des Modeunternehmens Cerruti galt als Pionier der Konfektionsmode für Männer im 20. Jahrhundert. Cerruti entwarf auch Garderobe für Hollywood-Filme. So stammte die Kleidung von Julia Roberts und Richard Gere in "Pretty Woman" von ihm. Bildrechte: imago images/Future Image
David Sassoli (30. Mai 1956 - 11. Januar 2022): Seit der Europawahl 2019 war Sassoli Präsident des Europaparlaments. Schwere Vorerkrankungen überschatteten bereits seine Amtszeit, die im Januar regulär geendet hätte. Noch Ende 2021 überreichte er den Sacharow-Preis, kündigte aber auch bereits an, nicht zur Wiederwahl antreten zu wollen. Bildrechte: imago images/Xinhua
Ali Mitgutsch (21. August 1935 - 10. Januar 2022): Der Müncher Grafiker begeisterte seit Jahrzehnten Kinder und Eltern mit seinen Wimmelbüchern. "Rundherum in meiner Stadt" von 1968 gilt als das erste Wimmelbuch im deutschsprachigen Raum. Mitgutsch wurde 86 Jahre alt. Bildrechte: picture alliance/dpa | Anja Köhler
Sidney Poitier (20. Februar 1927 - 6. Januar 2022): Der US-Schauspieler schrieb Filmgeschichte. Er war der erste Afroamerikaner, der den Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt. Poitier wurde 1964 für seine Rolle in dem Drama "Lilien auf dem Felde" ausgezeichnet. 2002 erhielt er zudem einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Weitere Erfolgsfilme mit Poitier waren "Flucht in Ketten", "In der Hitze der Nacht", "Porgy und Bess" und "Der Schakal". Bildrechte: dpa
Peter Bogdanovich (30. Juli 1939 - 6. Januar 2022): Der US-Regisseur hatte 1971 mit dem Film "Die letzte Vorstellung" über die amerikanische Provinz in den 50er-Jahren seinen Durchbruch. Der Streifen erhielt acht Oscar-Nominierungen und gilt als ein Klassiker des US-amerikanischen Kinos. Weitere bekannte Filme von ihm sind die Komödie "Is' was, Doc?" mit Barbra Streisand und das Roadmovie "Paper Moon" mit Tatum O'Neal. Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 16. August 2022 | 21:30 Uhr