Gefahr bis Dienstagabend Unfälle und Staus nach starkem Schneefall in Mitteldeutschland

In Mitteldeutschland hat es am Dienstagmorgen einen Wintereinbruch gegeben. Auf vielen Straßen wie der A4 und der A14 kam es bei Schnee und Glätte zu Unfällen und Staus. Die Wetterfront, die für die Behinderungen sorgt, zieht am Dienstagabend ab.

Ein LKW ist nach Schneefall auf der Autobahn 9 bei Bad Klosterlausnitz von der Fahrbahn abgekommen.
Schnee in Thüringen: Auf der A9 bei Bad Klosterlausnitz kam ein Lastwagen von der Straße ab. Bildrechte: dpa

Neuschnee hat in Teilen von Mitteldeutschland am Dienstagmorgen für glatte Straßen und Behinderungen gesorgt. Vor allem im Harz und in Teilen Sachsens gab es erhebliche Einschränkungen im Autoverkehr. Von den Autobahnen wurden bis in den Vormittag Unfälle und Staus gemeldet.

Chaos nach Unfall auf A4 zwischen Bautzen und Dresden

Teils chaotisch ging aus auf der A4 zwischen Bautzen und Dresden zu. Dort mussten Autofahrer stundenlang in ihren Fahrzeugen ausharren. Ab Burkau war die Autobahn seit dem Morgen Richtung Dresden gesperrt. Hier war ein Lastwagen bei Schneeglätte ins Schleudern geraten und hatte sich quergestellt. In der Folge kam es zu weiteren Unfällen. Die Polizei beklagte zudem, dass Räumfahrzeuge und Einsatzwagen nicht zur Unfallstelle durchkamen, weil Lastwagen und Autos die Fahrbahnen blockierten. Der Verkehr staute sich mehr als zehn Kilometer. Erst am Nachmittag wurde die Sperrung aufgehoben. Auch auf den Ausweichstrecken stockte immer wieder der Verkehr.

Ein weiterer Schwerpunkt war die A14 von Leipzig bis zum Autobahndreieck Nossen. Hier staute sich am Vormittag immer wieder der Verkehr wegen liegengebliebener Fahrzeuge oder querstehender Lastwagen.

Auch südöstlich von Leipzig bis zur Landesgrenze Bayern kam es nach Angaben der Polizei immer wieder zu Staus und stockendem Verkehr. Betroffen waren neben den Autobahnen 4, 14 und 72 auch zahlreiche Nebenstrecken, weil die Autofahrer versuchten, die Staus zu umfahren. Auf schneeglatten Straßen hatten sich Dutzende von Unfällen ereignet. Dabei blieb es meist bei Blechschäden.

Behinderungen im Harz

Auch im Harz kam es wegen des starken Schneefalls mit Wind zu Verkehrsbehinderungen. Mehrere Laster blieben auf der Straße liegen, wie ein Sprecher der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst mitteilte. Insbesondere auf der Bundesstraße 81 zwischen Hasselfeld (Landkreis Harz) und Ilfeld (Landkreis Nordhausen) und auf der Bundesstraße 4 zwischen Ilfeld und Beneckenstein (Landkreis Oberharz) kam es am Morgen zu Verkehrsbehinderungen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Montag eine Unwetterwarnung ausgesprochen. Noch bis Dienstag etwa 12 Uhr sollte es in der Region demnach orkanartige Böen geben. Der Feuerwehrsprecher sagte, vereinzelt seien Bäume umgefallen, die nun geborgen würden. Auch im Landkreis Mansfeld-Südharz habe es vereinzelt leichte Unfälle wegen Glätte gegeben, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Unfälle in Thüringen

In Thüringen ist es auf schneebedeckten Straßen nach Angaben der Autobahnpolizeiinspektion zu zahlreichen Unfällen gekommen. Sie erklärte, viele Autofahrer seien zu schnell unterwegs gewesen. Auf der A9 bei Bad Klosterlausnitz Richtung München sei deshalb ein Lkw in die Leitplanke gerutscht.

Auf der A73 wurde ein Lkw-Fahrer leicht verletzt, als sich sein Fahrzeug in Fahrtrichtung Coburg zwischen Schleusingen und Eisfeld-Nord auf der Fahrbahn querstellte. Rund zweieinhalb Stunden war dort die Fahrbahn blockiert.

Auch im Bereich der A4 zwischen Sättelstädt und Waltershausen kam es zu Unfällen mit Sachschäden. Von Verletzten wurde zunächst nicht berichtet. Unfälle gab es zudem abseits der Autobahnen.

Weiter glatte Straßen möglich

Laut dem Deutschen Wetterdienst kann es in Teilen Mitteldeutschlands bis zum Dienstagabend schneien. Dann soll das Niederschlagsgebiet nach Südosten abziehen. Die Temperaturen bleiben aber um den Gefrierpunkt, Autofahrer müssen also weiter mit glatten Straßen rechnen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Januar 2021 | 07:29 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland