Biontech Stiko empfiehlt Corona-Impfung nur für vorerkrankte Kinder

Die Ständige Impfkommission spricht keine generelle Empfehlung für den Biontech-Impfstoff bei Kindern aus, sondern nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.

Männlicher Jugendlicher mit Maske bekommt von einer medizinischen Mitarbeiterin in Schutzkleidung eine Impfung. Ansicht von schräg oben.
Die Stiko empfiehlt die Corona-Schutzimpfung derzeit nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankung. Bildrechte: imago images/Eibner

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat keine generelle Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Das geht aus der aktualisierten Empfehlung der Stiko hervor. 12- bis 17-Jährige sollten dann mit dem Biontech-Vakzin geimpft werden, wenn sie etwa starkes Übergewicht, Herzfehler, Diabetes oder chronische Lungenerkrankungen haben.

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Bevorzugt im Fall bestehender Gesundheitsrisiken

MDR AKTUELL Do 10.06.2021 18:06Uhr 01:03 min

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Außerdem rät die Stiko, Kinder und Jugendliche zu immunisieren, in deren Umfeld sich Angehörige oder Kontaktpersonen befinden, die eine hohe Gefährdung für einen schweren Covid-Verlauf haben, aber selbst nicht geimpft werden können. Die Impfung von Kindern ohne Vorerkrankung sei aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und bei Risikoakzeptanz möglich.

Abwägung von Nutzen und Risiko

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte, bei der Entscheidung sei es um eine Abwägung von Nutzen und möglichem Risiko gegangen. Die Wirkung der Impfung für 12- bis 17-Jährige sei dabei unbestritten. Durch die relativ kleine Gruppe von rund 1.100 Kindern und Jugendlichen in der Biontech-Zulassungsstudie und einen Beobachtungszeitraum von nur zwei Monaten seien aber mögliche schwere Nebenwirkungen nicht hinreichend auszuschließen. Dazu sei das Risiko für 12- bis 17-Jährige, schwer an Covid-19 zu erkranken, sehr gering.

Quellen: dpa/Reuters

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Juni 2021 | 17:00 Uhr

4 Kommentare

Frau Sauer vor 2 Tagen

@Kritische,

Die Impfung steht zum Risiko in keinem Verhältnis. Das es keine generelle Impfempfehlung gibt, ist gut. Wenn sie ihr Kind impfen lassen wollen, dann wird es bis September hoffentlich Möglichkeiten geben.

Kritische vor 3 Tagen

Bei der nächsten Welle, die sicher von der Delta Variante dominiert wird, wird sich zeigen, ob das wirklich im Interesse unserer Kinder ist. Fakt ist, dass die EMA den Impfstoff ab 12 freigegeben hat und in einigen Bundesländern sind Impftermine für Kinder ab 12 bereits buchbar (zum Beispiel in Niedersachsen). In Sachsen erst ab 14 und wenn der eigene Kinderarzt bzw. -ärztin nicht impfen oder erst ab 16 etc. (so bei uns) dann ist man Nese. Es sollten doch die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind schützen wollen. Im Herbst werden dann wieder Schulen geschlossen und dann merkt man, dass man "vergessen" hat, die Jugendlichen (von denen ist die Rede, nicht von kleinen Kindern) zu impfen. Das ist sicher wie das Amen in der Kirche.

Tacitus vor 3 Tagen

Meinen Dank an die Stiko für ihr Verantwortungsbewusstsein im Interesse unserer Kinder!

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